Travemünder Woche

Mittelstrecke endete nach 22 Seemeilen

Nass war es am ersten Regattatag der Travemünder Woche für die Segler der seegehenden Yachten und der Trias. Der Himmel schüttete sich kräftig aus, und die flaue Brise konnte kaum für Trocknung sorgen. Dennoch gelang den Wettfahrtleitungen auf beiden Bahnen, das vorgesehene Programm durchzuziehen. Allerdings musste der Mittelstrecken-Kurs der Yachten um ein Drittel gekürzt werden.

Zum Start in das Mittelstrecken-Rennen waren die Bedingungen noch gut auf der Seebahn. Foto: segel-bilder.de

Zum Start in das Mittelstrecken-Rennen waren die Bedingungen noch gut auf der Seebahn. Foto: segel-bilder.de

Seebahn-Wettfahrtleiter Uwe Wenzel hatte für die Crews an der Startlinie ursprünglich einen Kurs von 32 Seemeilen Länge durch die Lübecker Bucht ausgelegt. Doch die Bedingungen zwangen ihn zu einer Verkürzung auf 22 Seemeilen. „Wir hatten am Anfang noch 14 Knoten Wind, dann ging er aber runter auf sieben“, berichtete Wenzel. Als die ersten Yachten bereits im Ziel waren, ging die Windstärke noch mal wieder etwas hoch, so dass auch die kleineren Yachten noch einen guten Zieldurchgang erlebten. Bei lauer Brise war es für die Crews ein feuchtes Vergnügen: „Der Regen kam früher als erwartet und setzte sich dann durch“, berichtete Carl-Peter Forster von der „Inschallah“. Die 41 -Fuß-Yacht konnte sich in ihrer Klasse (OSC V) nach gesegelter Zeit durchsetzen, lag berechnet aber auf Rang drei hinter der „Piranha“ von Christian Rönsch (Kiel) und der „Adamas“ von Jan Peters (Heiligenhafen). Ähnlich erging es Christian Rosehr mit der „Pink X“ in der OSC IV. Die X35 war das erste Schiff im Ziel, lag nach berechneter Zeit aber hinter der „Patent 4“ von Steuermann Henning Tebbe, einer Italia 9.98. „Wir haben sehr konzentriert getrimmt und intensiv auf die Dreher reagiert. Als sich der Linksdreher durchsetzte, waren wir glücklicherweise nicht auf der falschen Seite. Aber die Italia-Yachten sind nach Berechnung kaum zu schlagen“, so Rosehr. Trotz intensiver Beobachtung des Feldes rutschte die „Pink X“ auch nach gesegelter Zeit zwischenzeitlich von der Top-Position ab, konnte dann aber im schwächer werdenden Wind die Spitze wieder erobern. „Wir sind zufrieden. Allerdings hätten wir gedacht, dass wir die Wettfahrt in kurzen Hosen segeln können. Dem war dann aber nicht so“, erklärte Rosehr mit dem Blick auf den Dauerregen. In den weiteren Klassen setzten sich zwei Lübecker und eine Rostocker Crew an die Spitzen der Mittelstrecken-Regatta auf der Seebahn, die am Sonntag mit dem zweiten Rennen fortgesetzt wird. Die OSC I führt Stefan Bertram (Lübeck) mit der „Navi“ an, in der Gruppe II liegt Stefan Meining (Lübeck) mit der „Na und“ in Führung, und in der OSC III hat der Rostocker Georg Sichtling mit der „Taipan“ den Bug vorn.

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Veröffentlicht am : 22.07.2017