127. Travemünder Woche

Seebahn-Sieger im Segler-Village geehrt

Am heutigen Sonntag, 24. Juli, sind die ersten Entscheidungen der 127. Travemünder Woche gefallen. Das zweite Rennen auf der Seebahn schloss das Geschehen auf der Mittelstrecke ab. Bis zum kommenden Wochenende haben die seegehenden Schiffe nun Pause, bevor sie zu den Up-and-Down-Wettfahrten wieder nach Travemünde zurückkehren

 Die Crew der "Pink X" durfte sich über den Sieg aller Klassen der ORC freuen. Foto: segel-bilder.de

Die Crew der "Pink X" durfte sich über den Sieg aller Klassen der ORC freuen. Foto: segel-bilder.de

Nach der langen ersten Wettfahrt auf der Mittelstrecke am Samstag, die bis in die Abendstunden lief, wurde das zweite Rennen am Sonntag fast ein Sprintrennen. Denn die Lübecker Bucht präsentierte sich zum geplanten Start in Sachen Wind noch leicht schläfrig. Wettfahrtleiter Uwe Wenzel entschied daher, die geplante Strecke deutlich zu verkürzen, und legte den Kurs auf eine Länge von rund zehn Meilen im Zick-Zack-Kurs durch die Lübecker Bucht fest. Als die Crews dann auf der Bahn waren, entwickelte sich doch noch eine gute Brise, die die Flotte schnell ins Ziel führte. „Es war aber trotzdem ein Rennen, das alles geboten hat“, berichtete Wenzel: „Mit Spi, ohne Spi, schöne Kreuzstrecken. Damit konnten alle zufrieden sein.“

Auch Skipper Christian Rosehr von der „Pink X“ bestätigte: „Für die Gesamtklasse war es die richtige Entscheidung, auf diese Kurslänge zu gehen. Auch wenn es sicherlich am unteren Limit war.“ Der Wind habe sich im Verlaufe der Wettfahrt tip-top entwickelt. „Zwischendurch briste er sogar so auf, dass wir auch auf eine kleinere Genua hätten wechseln können. Danach ging er dann aber wieder etwas runter.“ Nach dem Zieldurchgang begann für die Crew der „Pink X“ das große Rechnen. Am Samstag hatte sie das Rennen gewonnen, am Sonntag war es „richtig eng“, so Rosehr. Am Ende warf die Auswertung in der Gruppe ORC 3 nach über zwei Stunden gesegelter Zeit einen berechneten Vorsprung von 39 Sekunden für die „Penta“ von Ulrich Amann (Arnis) aus. Damit konnte die „Penta“ bei Punktgleichheit noch in der Gesamtwertung an der „Pink X“ vorbeiziehen.

Deutlicher war das Resultat in der ORC 2. Die „Adamas“ von Jan Peters (Lübeck) triumphierte mit zwei deutlichen Rennsiegen. Im übersichtlichen Feld der zwei ORC-1-Schiffe wechselten sich Sven Zoller (Elmshorn) mit der „Bajazzo“ und die riesige 82-Fuß-Yacht „Calypso“ von Gerhard Clausen (Hamburg) jeweils an der Spitze ab. Da Zoller das zweite Rennen gewann, lag er auch in der Gesamtwertung an der Spitze.

Bei den Yardstick-Klassen (Ostseecup-Wertung) heißen die Sieger Andreas Grasteit (Lübeck) mit der „Grace“ (OSC 1), Stefan Meining (Lübeck) mit der „Na und“ (OSC 2) und Jens Ansorge mit der „Austera“ (OSC III). Meining gewann auch die Yardstick-Wertung aller Klassen, sein Pendant bei den ORC-Klassen ist Christian Rosehr, der sich damit für die Niederlage in der Klassenwertung entschädigte. Damit wurden auch die ersten Preise der Travemünder Woche 2016 vergeben. Im Segler-Village bekamen die topplatzierten Crews ihre mit Niederegger-Marzipan gefüllten Glaspokale von Rotter-Glas überreicht.

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Veröffentlicht am : 24.07.2016