Segel-Bundesliga in Lindau

Siege für Bayerischer YC und Flensburger SC

Am Ende strahlten doch die Leichtwindsegler in der 1. Liga: Das Team des Bayerischen YC (Max Hibler, Julian Autenrieth, Raoul Heraeus und Poldi Lindner) gewann mit knapp vier Punkten vor dem Norddeutschen Regatta Verein (Tobias Schadewaldt, Daniel Reichart, Florian Weser, Florian Haufe).

Foto: Göbner.

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Gastgeber Lindauer SC mit Veit Hemmeter, Martin Hostenkamp, Fabian Gielen und Yannick Netzband kam als Dritter aufs Podium. In der 2. Liga siegte der Flensburger SC mit Michael Ilgenstein, Jörg Rothert, Tobias Konow und Bernhard Outzen.

Drei traumhafte Tage erlebten die 36 Vereine in beiden Ligen beim 2. Spieltag der Segel-Bundesliga in Lindau, den der LSC und der Württembergische Yacht-Club gemeinsam veranstalteten. Von leichtem Wind bis vier Beaufort war für jeden etwas dabei. Alle 16 Flights wurden in der 1. Liga (Wettfahrtleiter Stefan Latzel, LSC) gesegelt, 15 waren es in der 2. Liga (Wettfahrtleiter Conrad Rebholz, WYC). Mit Spitzenplätzen bei stärkerem wie schwächerem Wind glänzte der Bayerische YC. Mit den Plätzen 2 und 1 am Samstag (dem dritten Regattatag mit nur noch drei Flights) eroberte der BYC die Führung. Im letzten Lauf kam es zum direkten Vergleich mit dem NRV, einem Einser Südwest. Doch Max Hiblers BYC-Team blieb cool, segelte als erstes um die Luvtonne und verteidigte die Führung bis ins Ziel, wo der Jubel über den Gesamtsieg ausbrach.
Denn vier Teams hätten im Flight 16 noch gewinnen können. „Wir haben nicht damit gerechnet“, sagte Max Hibler gleich nach dem Zieldurchgang. Mit den Plätzen 3-RDG-2 konnte der NRV am Samstag bei typisch bayerischen Bedingungen nicht dagegen halten. Die Wiedergutmachung erhielt der NRV, weil der Fockschäkel gebrochen war.
Den Podiumsplatz für die Gastgeber sicherte Veit Hemmeter mit einem Sieg im anderen „kleinen Finale“. „Wir hatten zwei, drei kleinere Schnitzer, die am Ende sehr teuer waren. Das Team hat immer besser zusammengefunden und wir sind sehr froh, vor heimischer Kulisse die Erwartungen erfüllt zu haben“, bilanzierte Hemmeter. Seine gute Serie vom Freitag konnte der SMC Überlingen nicht fortsetzen, segelte aber noch auf Rang vier vor dem überraschend starken Klub am Rupenhorn (Berlin). Meister DTYC leistete sich im ersten Lauf am Samstag einen Wegerechtsfehler, musste kringeln und wurde letzter in diesem Lauf. „Das ärgert mich total, das war unnötig. Wir hatten bisher keinen Ausrutscher“, so Max Weiss.

In der 2. Liga siegte der Flensburger SC mit nur einem Punkt Vorsprung. „Die Konkurrenz hat uns ordentlich eingeheizt“, so Skipper Michael Ilgenstein. „Die Gastronomie war klasse, die Zusammenarbeit zwischen Lindau und dem Württembergischen Yacht-Club war klasse und ich fand auch die Konkurrenz klasse“, strahlte Ilgenstein auf dem Podium vor der Budweiser Bierdusche. Mit einem fünften Platz im letzten Lauf hatte der Schlei-Segel-Club mit Andreas, Suzanne und Luke Willim mit Henning Sohn den Gesamtsieg denkbar knapp verpasst. Dafür segelte der Blankeneser Segel-Club (Max Augustin, Marc-Daniel Mählmann, Lukas Feuerherdt, Björn Athmer) am Samstag mit den Plätzen 2 und 1 noch auf Rang drei und verdrängte die SV Itzehoe (Christian Soyka, Kai Harder, Leon Stolp, Hinnerk Müller) auf Rang vier.

In der Tabelle nach 2 von 6 Events führt in der 1. Liga der SMCÜ mit 5 Punkten vor dem DTYC (10) und dem NRV (12). Lindau rangiert auf Platz vier, der Bayerische YC auf fünf. In der 2. Liga liegen der Schlei SC und die SV Itzehoe mit je sechs Punkten an der Spitze, gefolgt vom Flensburger SC (8) und dem Konstanzer YC (9). vg

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Veröffentlicht am : 27.05.2017