Segel-Bundesliga

LSC gut vorbereitet für die Segel-Bundesliga

Vor Lindau tragen die 36 besten Segelvereine Deutschlands den zweiten Spieltag der Bundesliga-Saison aus, aufgeteilt in die erste und zweite Liga.

Foto: Wehrmann DSBL

Foto: Wehrmann DSBL

„Das sind ausgesuchte Cracks,“ sagt Nick Jung, der Organisator des Events. „Viele ehemalige Kadersegler, Olympia- und Weltmeisterschaftsteilnehmer, die jetzt nach ihrer aktiven Karriere für ihre Vereine segeln und noch einmal die sportliche Herausforderung suchen. Entsprechend hart geht es auf der Bahn zu. „Das ist gnadenlos, ein kleiner Fehler – und du wirst erbarmungslos nach hinten gereicht,“ so Veit Hemmeter, Steuermann des LSC über das Segeln in der Bundesliga.

Ingesamt kommen 144 aktive Segler der ersten und zweiten Liga nach Lindau, dazu rund 50 Betreuer und noch einmal 60 Helfer des LSC und des WYC. „Wir müssen das am See zusammen machen,“ meint Günne Widmer vom Württembergischen Yacht-Club. „Ein Verein alleine kann nicht beide Ligen stemmen.“ Der LSC verantwortet die Rennen der ersten Liga, der WYC die der zweiten. Gesegelt wird drei Tage lang von Christi Himmelfahrt an, vorgesehen sind 48 Wettfahrten in jeder Liga. „Ich möchte die Bahnen so dicht wie möglich unter Land legen, sofern der Wind entsprechend mitmacht,“ sagt Wettfahrtleiter Stefan Latzel. „Die Zuschauer sollen so viel wie möglich sehen können.“ Außerdem bietet der LSC Zuschauerfahrten an.

Für alle, die nicht in Lindau dabei sein können: Der Sponsor SAP stellt die Sailing Analytics zur Verfügung. Über die Homepage der Deutschen Segelbundesliga www.segelbundesliga.de können die Rennen in Echtzeit verfolgt werden. Gesegelt wird in jeder Liga mit sechs Booten der J70-Klasse, reine Viermann-Sportboote mit Genacker. Die Mannschaften wechseln für jeden Lauf die Schiffe, so dass am Ende der Serie jedes Team einer Liga gegen jedes andere Team der Liga gefahren sein wird.

„Das Wechseln der Mannschaften auf den Schiffen ist eine immense logistische Herausforderung,“ meint Nick Jung. „Jeder Lauf ist kurz und soll rund 15 Minuten dauern. Die Segler müssen nach dem Zieldurchgang sofort wieder an Land gebracht werden, die nächsten Teams müssen aufs Wasser. Für beide Ligen, die Schiedsrichter auf dem Wasser und als nötigen Ersatz haben wir über 30 Schlauboote im Einsatz.“
„Ich bin stolz auf unseren Verein und die vielen Helfer,“ sagt der Vorsitzende des Lindauer Segler-Club, Karl-Christian Bay. „Und dann bedanke ich mich natürlich auch beim Württembergischen Yacht-Club für die Unterstützung.“

In der ersten Segelbundesliga wird Veit Hemmeter für den Lindauer Segler-Club steuern, Fabian Gielen macht die Taktik. Martin Hostenkamp fährt die Großschot und Yannick Netzband den Genacker. Den ersten Spieltag in Prien am Chiemsee beendete der LSC im Mittelfeld auf Platz neun.

Mehr Informationen unter: www.segelbundesliga.de

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Veröffentlicht am : 17.05.2017