Extreme Sailing Series

Zu wenig Wind in Hamburg: Oman Air griff nur kurz nach dem ersten Tagessieg

Schwache wechselhafte Winde im Hamburger Hafen haben am Donnerstag (10. August) den Auftakt der Extreme Sailing Series zunichte gemacht. Nach zwei kurzen Proberennen wurde die einzige gestartete Segelwettfahrt der sonst „fliegenden“ GC32-Katamarane nach wenigen Minuten abgebrochen, weil die Brise einschlief.

Oman Air vor der Elbphilharmonie Foto: Lloyd Images

Oman Air vor der Elbphilharmonie Foto: Lloyd Images

Das war Pech für das internationale Team „Oman Air“: Es hatte den Start gewonnen und lag an der ersten Wendemarke in Führung. Die Vorhersagen von Freitag bis zum Eventfinale am Sonntag (13. August) sind besser, so dass es jeden Tag noch bis zu sechs Rennen geben kann.

„Nach dem hervorragenden Trainingstag am Mittwoch war das schon ein wenig frustrierend“, meinte „Oman Air“-Großsegeltrimmer Pete Greenhalgh, „aber wir haben es wenigstens versucht.“ Das geduldige Warten der Regattaleitung und sieben Crews auf mehr Wind wurde letztlich nicht wirklich belohnt. Es wurde kaum mehr als ein „Beine vertreten“. Nur einmal sah es kurze Zeit so aus, als sollten sich die Teams spannende Positionskämpfe liefern. Jedenfalls hatte der weiße Kat aus dem Sultanat Oman mit Matchrace-Weltmeister Phil Robertson am Steuer einen superengen Start hingelegt und dabei einen direkten Gegner um den Toursieg, die Schweizer „Alinghi“, vor der Startlinie kaltgestellt.

Doch schon nach wenigen hundert Metern obsiegte die starke, auflaufende Tidenströmung gegen die sinkende Bootsgeschwindigkeit. Während das gesamtführende „SAP Extreme Sailing Team“ aus Dänemark nach der Tonnenrundung mit dem Ruder an der Verankerung der Bahnmarke hängenblieb und die rote Boje etliche Meter mitzog, parkten auch die anderen Zweirümpfer spätestens nach ihrer zweiten Halse auf der Elbe ein. Greenhalgh: „Es war die richtige Entscheidung, das Rennen abzubrechen, denn es herrschten wirklich irreguläre Bedingungen, nur noch ein Glücksspiel. Wir kamen ja praktisch gar nicht mehr vorwärts.“

Optimismus verbreiten jedoch die Aussichten. Bereits am Freitag soll es immerhin leichte bis mittlere Winde geben, am Wochenende sogar eine frische Brise. Die Fortsetzung der fünften von acht Regatten zur globalen Extreme Sailing Series 2017 findet von 13.30 Uhr bis 17 Uhr vor dem Hamburger Cruise Terminal statt. Das Eventgelände öffnet von 11 bis 19 Uhr. Dort können Zuschauer die Zehn-Meter-Katamarane aus nächster Nähe bestaunen – wenn sie hoffentlich sogar auf ihren Tragflächen (Foils) zum Fliegen überm Wasser abheben.

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