German Sailing Team

Wertvolle Erfahrungen im WM-Revier für 2018 gesammelt

Das German Sailing Team hat die Testregatta für die World Sailing Weltmeisterschaft aller olympischen Segel-Disziplinen 2018 im dänischen Revier vor Aarhus mit wertvollen Erfahrungen und Erkenntnissen beendet.

Die Deutschen 470er-Frauenteams in Aktion Boehm Goliaß (Boot 6) Loewe Markfort (Boot7) Foto: Jesus Renedo / Sailing Energy

Die Deutschen 470er-Frauenteams in Aktion Boehm Goliaß (Boot 6) Loewe Markfort (Boot7) Foto: Jesus Renedo / Sailing Energy

Bei den 470er-Frauen verpassten Nadine Boehm und Ann-Christin Goliaß vom Deutschen Touring Yacht Club das Podium als Vierte nur knapp. Das sehr gute deutsche 470er-Damen-Ergebnis rundeten Frederike Loewe und Anna Markfort vom Verein Seglerhaus am Wannsee als Sechste ab. Nadine Boehm sagte: „Wir hatten hier viele sehr gute Rennen und sind zufrieden mit dem Ergebnis. Es war ein kleines, aber feines Feld. Viele der sehr guten Teams waren da und es gibt uns viel Zuversicht, dass wir mit denen mitfahren können. Wir wollten hier außerdem unser Boot, das wir demnächst nach Japan schicken, noch einmal überprüfen. Auch das hat gepasst.“ Bei den 470er- Männern segelten Simon Diesch/Philipp Autenrieth vom Bayerischen Yacht-Club und Malte Winkel/Matti Cipra (Plauer Wassersportverein) mit den Plätzen 9 und 10 in die Top Ten.

„Wir bewerten diese Testregatta als das, was sie sein sollte: Ein sinnvoller und nützlicher Test in dem Revier, in dem es im kommenden Jahr bei der Weltmeisterschaft schon um Nationenplätze für die Olympischen Spiele 2020 geht. Deshalb war es trotz enger Zeitpläne und einigen geplanten vorzeitigen Abreisen richtig und wichtig, dass unsere Athleten und Trainer dabei waren und sich ein gutes Bild von den Verhältnissen machen konnten. Das wird dem German Sailing Team im kommenden Jahr zugutekommen. Dass sich insbesondere die 470er-Seglerinnen in der Weltspitze behaupten konnten und auch Philipp Buhl ein Leistungsgarant bleibt, freut uns besonders“, sagte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner.

Vizeweltmeister und Olympiateilnehmer Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee-Immenstadt segelte im stark besetzten Laserfeld noch einen Rang vor dem olympischen Silbermedaillengewinner Tonci Stipanovic auf Platz sechs und präsentierte sich damit einmal mehr in Weltklasse-Form. Seine Bilanz fiel im WM-Revier für 2018 so aus wie auch die vieler Mannschaftskollegen: „Das hier ist ein Revier für uns Deutsche, also eine Riesenchance! Jeder Tag Training in Kiel ist auch einer für Aarhus im nächsten Jahr.“ 2018 geht es bei der WM in Dänemark um die ersten Nationenstartplätze für Olympia

2020, die sich die deutschen Crews gerne frühzeitig sichern wollen. Im Anschluss an die Testregatta bereitet sich Buhl nun optimistisch auf die Laser-Weltmeisterschaft Anfang September in Split (Kroatien) vor.

Im Finn Dinghi zeigte Max Kohlhoff vom Kieler Yacht-Club als Sechszehnter einige starke Rennen. Die deutschen Skiff-Seglerinnen und Segler hatten die Testregatta bereits vor Regattaschluss beendet. Sowohl die EM-Dritten Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Verein Seglerhaus am Wannsee) als auch Justus Schmidt und Max Boehme (Kieler Yacht-Club) hatten den vorzeitigen Ausstieg aufgrund anstehender Welttitelkämpfe vorab so geplant, wollten sich die Gelegenheit zum intensiven Kennenlernen der WM-Reviers für 2018 aber auch nicht ganz entgehen lassen. Auch Max Boehme sagte: „Das Revier ist unserem in Kiel mit seinen drehenden, böigen Winden vor Kiel nicht unähnlich. Das könnte uns im kommenden Jahr entgegen kommen.“ Mit sieben einstelligen Top-Ergebnissen segelten Schmidt und Boehme bis zum Ausstieg souverän in der Weltspitze. Auch Jurczok/Lorenz überzeugten im Rahmen einiger Tests mit zwei Tagessiegen. Die Skiff-Segler steuern nun ihre Weltmeisterschaft an, die Ende August in Portugal beginnt. Dort steigen auch die Rio- Bronzemedaillen-Gewinner Erik Heil und Thomas Plößel (Norddeutscher Regatta Verein) wieder ins 49er-Geschehen ein.

Ergebnisse der sailing world championships Testregatta

470er Männer

  1. Deniz Cinar/Ates Cinar (Türkei), 37 Punkte
  2. Stuart McNay/Dave Hughes (USA), 47 Punkte
  3. Kevin Peponnet/Jeremie Mion (Frankreich), 47 Punkte
  4. Simon Diesch/Philipp Autenrieth (Bayerischer Yacht-Club), 70 Punkte
  5. Malte Winkel/Matti Cipra (Plauer Wassersportverein), 81 Punkte

470er Frauen

  1. Linda Fahrni/Maja Siegenthaler (Schweiz), 37 Punkte
  2. Agnieszka Skrzypulec/Irmina Mrózek (Polen), 38 Punkte
  3. Tina Mrak/Veronika Macarol (Slowenien), 45 Punkte
  4. Nadine Boehm/Ann-Christin Goliaß (Deutscher Touring Yacht Club), 48 Punkte
  5. Frederike Loewe/Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee), 50 Punkte

Laser

  1. Matthew Wearn (Australien), 56 Punkte
  2. Tom Burton (Australien), 65 Punkte
  3. Sam Meech (Neuseeland), 76 Punkte
  4. Philipp Buhl (Segelclub Alpsee-Immenstadt), 96 Punkte

Finn Dinghi

  1. Nicholas Heiner (Holland), 58 Punkte
  2. Zsombor Berecz (Ungarn), 67 Punkte
  3. Tapio Nikko (Finnland), 68 Punkte
  4. Max Kohlhoff (Kieler Yacht-Club), 140 Punkte

49er

  1. Benjamin Bildstein/David Hussl (Österreich), 84 Punkte
  2. William Phillips/Sam Phillips (Australien), 87 Punkte
  3. David Gilmour/Joel Turner (Australien), 103 Punkte
  4. Justus Schmidt/Max Boehme (Kieler Yacht-Club), 120 Punkte ()
    (
    ) Stiegen entsprechend vorheriger Planung vor dem Finale aus

49erFX

  1. Jena Hansen/Katja Salskov-Iversen (Dänemark), 37 Punkte
  2. Ragna Agerup/Maia Agerup (Norwegen), 75 Punkt
  3. Stephanie Roble/Margaret Shea (USA), 82 Punkte
  4. Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Verein Seglerhaus am Wannsee), 133 Punkte (*)
  5. Jule Görge/Lotta Görge (Kieler Yacht-Club), 166 Punkte ()
    (
    ) Stiegen entsprechend vorheriger Planung zwei Tage vor dem Finale aus

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Veröffentlicht am : 14.08.2017