America's Cup

Weichen für AC-Austragung sind für Auckland gestellt

Im Ringen um den Austragungsort für den 36. America's Cup im Frühjahr 2021 stehen die Zeichen deutlich darauf, dass Auckland/Neuseeland den Zuschlag erhält. Der Cup-Verteidiger, Emirates Team New Zealand (ENTZ), der das Recht hat, über den Ort der Verteidigung zu entscheiden, veröffentlichte jetzt eine Animation mit Auckland als AC-Hafen. Die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Das AC-Management veröffentlichte diese Studie vom möglichen Austragungsort Auckland.

Das AC-Management veröffentlichte diese Studie vom möglichen Austragungsort Auckland.

Weitere Optionen scheinen noch möglich, bis die endgültige Entscheidung fällt. Bei der Veröffentlichung des Protokolls für den AC haben sich Cup-Verteidiger ENTZ und der erste Herausforderer Luna Rossa (Italien) bis zum August 2018 Zeit mit dieser Entscheidung gegeben. Auch ein Austragungsort in Italien wird als Option gehandelt. Und auch andere Orte in den Arabischen Emiraten und sogar in Russland bringen sich ins Spiel.

Gleichwohl steigt nun der Druck auf eine Entscheidung zu Gunsten von Auckland – und zwar sowohl von Seiten des Teams als auch von der Regierung. Mit der Veröffentlichung der Animation hat die ENTZ-Führung in Abstimmung der Stadt-Führung die Karten auf den Tisch gelegt, wie es in 2021 in Auckland aussehen könnte. Allerdings wird die Team-Führung auch eine entsprechend hohe Finanzleistung erwarten, wie es seit dem Cup 2007 üblich ist. Valencia, San Francisco und Bermudas haben tief in die Tasche gegriffen, um sich die Austragung vor der eigenen Haustür zu sichern. Darum wird wohl auch Auckland nicht herumkommen.

Allerdings wird in neuseeländischen Medien auch von der hohen Erwartungshaltung offizieller Stellen berichtet, dass das ENTZ den Cup in heimischen Gefilden ausrichtet. Der ehemalige Wirtschaftsminister des Landes, Simon Bridges, berichtete, dass dem ENTZ von der damaligen Regierung nach dem Cup-Gewinn fünf Millionen Dollar zugesprochen wurden, um wichtige Teammitglieder zu halten, das Format festzulegen und Sponsorengelder festzuschreiben. Mit dieser Finanzspritze war zwar eine Ausrichtung in Neuseeland nicht festgeschrieben, aber die Erwartung sei entsprechend gewesen, so Bridges. Der Grund ist klar: Mit dem Cup sollen sich den Berechnungen zufolge 8000 Jobs verbinden, und es wird ein Umsatz von rund 1 Milliarde Dollar erwartet. Daran und an dem großen Image sind natürlich auch andere potenzielle Austragungsorte interessiert. Das Pokerspiel um die Austragung geht mit der Veröffentlichung der Animation von Auckland wohl in die entscheidende Phase.

Die Animation zeigt ein zentrales AC-Dorf rund um die Wynyard Wharf mit den Team-Basen, einem Medienzentrum, den Public-Viewing-Bereichen mit Großbildschirmen und Tribüne, interaktiven Attraktionen, Bars und Restaurants sowie einem Konzertbereich. Auch Superyachten und die Yachten der J-Class sollen im Hafenbereich einen Platz finden. Und auch der Youth America's Cup spielt in diesen Plänen eine Rolle. Danach würde der AC-Nachwuchs auf AC36-Yachten segeln.

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Veröffentlicht am : 01.12.2017