Weltrennen

Volvo Ocean Race wird zum Foiling-Event auf Ein- und Mehrrümpfern

Mit einem kombinierten Weltrennen von foilenden Einrümpfern und schnellen Foiler-Mehrrümpfern geht das Volvo Ocean Race in die Zukunft. Nach der Abkehr von der Konstruktions- hin zur One-Design-Klasse zur vergangenen Auflage geht das VOR für 2019/20 den nächsten Schritt und will dann auf Monohulls mit Foil-Schwertern die langen Etappen beschicken und zu den Inport-Races mit schnellen Kats agieren.

So sollen die neuen Designs für das Volvo Ocean Race aussehen.

So sollen die neuen Designs für das Volvo Ocean Race aussehen.

Die Neuerungen für die übernächste Ausgabe des Rennens wurden jetzt in Göteborg vorgestellt. Während es in diesem Herbst noch auf den VO65 um die Welt geht, werden die Boote für den Start in zweieinhalb Jahren noch einmal etwas kleiner. Dafür bekommen die 60 Fuß großen Monohulls dann aber Foiler-Unterstützung und dürften für noch höhere Geschwindigkeiten sorgen. Zusätzlich sollen zu den Inshore-Rennen Foiling-Katamarane eingesetzt werden. Beide Boote werden noch konstruiert. Während die Einrümpfer den bereits bestehenden Imoca-Yachten ähneln werden, ist die Range der Möglichkeiten bei den Katamaranen noch sehr groß. Zwischen 32 und 50 Fuß lang sollen die Katamarane groß sein. In jedem Fall werden beide Klassen wieder Einheitsklassen werden. Das Ziel wird dann sein, den besten Allroundsegler im Seesegeln zu ermitteln.

„Wir hatten viele Diskussionen über den künftigen Bootstyp – Einrumpf oder Mehrrumpf. Es gab Argumente für beide Seiten. Wir haben uns jetzt für drei Rümpfe entschieden – einen Einrümpfer und einen Katamaran“, sagte Mark Turner, Chef des Volvo Ocean Races, bei der Vorstellung des Konzeptes in Göteborg. „Wir werden die besten Boote für jede Disziplin nutzen. Das hebt die Segler und das gesamte Team auf ein Niveau, das sie vorher niemals abrufen mussten, um einen der ultimativen Trophäen im Segelsport zu gewinnen.“ Die In-Port-Races zwischen den Etappen auf den Katamaranen werden in der Schlusswertung als Tiebreaker gezählt, wenn es zu Punktgleichheiten zwischen Teams kommen sollte.

Für das Design der Monohulls wurde der Auftrag an den Franzosen Guillaume Verdier vergeben. Er wird dabei auf die aktuellste Foiling-Technologie zurückgreifen und das Design so gestalten, dass das Boot schnell in einen Imoca60 umgebaut werden kann, so dass die Boote auch für andere Einsätze als das Volvo Ocean Race denkbar sind – wie die Vendee Globe oder das Bacelona World Race.

Eine Ausschreibung für das Design der Katamarane läuft. Die Kats sollen zwischen 32 bis 50 Fuß groß und mit Foiling-Technologie ausgestattet sein. Dabei soll es sich um eine strikte Einheitsklasse handeln, um die Kosten möglichst niedrig zu halten.

Im ersten Angang soll jeweils acht Boote jeden Typs gebaut werden, die dann an die Teams verchartert werden. Damit sind die Kosten für alle kalkulierbar. Die ersten Boote sollen im Januar 2019 fertiggestellt sein. Mark Turner rechnet somit mit einem Budget von 10 bis 12 Millionen Euro für die zweijährige Kampagne.

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Veröffentlicht am : 19.05.2017