Volvo Ocean Race

Turbulenter Start in das Volvo Ocen Race

Das Volvo Ocean Race ist auf seine erste Etappe der Weltumrundung gestartet und hat schon vor dem ersten Start für reichlich Turbulenzen gesorgt. Nach dem Rauswurf und dem Wiedereinklagen von Simeon Tienpont als Skipper bei AkzoNobel sind die sieben Teams nun unter den ursprünglich geplanten Führungen gestartet und haben auf dem Weg von Alicante nach Lissabon die Straße von Gibraltar passiert.

Die Flotte ist auf dem Weg: Von Alicante aus starteten die sieben Teams ins Volvo Ocean Race. Foto: Pedro Martinez

Die Flotte ist auf dem Weg: Von Alicante aus starteten die sieben Teams ins Volvo Ocean Race. Foto: Pedro Martinez

Vor dem ersten Etappenstart hatte „Mapfre“ unter Xabi Fernandez die ersten Ausrufezeichen gesetzt. Das spanische Team gewann nicht nur den Prolog, sondern setzte sich auch im Inport-Race gegen die Konkurrenz durch. Dabei bewies die Fernandez-Crew vor allem taktisches Geschick und das Gespür für die richtigen Winde.

Die Schlagzeilen rund um das Inport-Race und vor dem ersten Etappen-Start gehörten allerdings AkzoNobel – wenn auch in eher ungewollter Rolle. Die Teamführung und Skipper Simeon Tienpont haben sich offenbar entzweit. Direkt vor dem Inport-Race wurde Tienpont von seinem Posten abgesetzt, doch der Niederländer, der zuvor mit Oracle zweimal den America's Cup gewonnen hat, kämpfte um seine Wiedereinsetzung. In einem Rechtsstreit bekam er schließlich vorerst Recht und führte seine Mannschaft zum ersten Etappenstart wieder an Bord. Brad Jackson, der zwischenzeitlich die Führung der Mannschaft übernommen, dabei aber betont hatte, dass er sich darum nicht beworben hatte, gehörte mit dem eigentlich Start in das Rennen nicht zum Aufgebot.

„Es war eine unglaublich schwierige Zeit für uns, seit wir in Alicante angekommen sind. Ich habe nun eine Übereinkunft mit AkzoNobel und allen Parteien erreicht, um das hinter uns zu lassen und uns ganz auf die Kampagne für das Volvo Ocean Race zu konzentrieren“, sagte Tienpont vor dem Start. „Ich möchte Brad Jackson danken, in solch einer schwierigen Situation eingesprungen zu sein und die Vorbereitung für das Rennen weiter vorangetrieben zu haben. Ich freue m ich, wieder zurück zu sein und bin aufgeregt unsere Kampagne auf den Weg zu bringen.“

Auf dem Weg schlug sich Tienpont mit seiner Mannschaft dann ganz ordentlich auf dem ersten Abschnitt aus dem Mittelmeer heraus in den Atlantik mit einem Extra-Abzweiger in Richtung Madeira, bevor es zum nächsten Etappenort Lissabon geht. Auf Rang drei passierte das niederländische Team die Straße von Gibraltar, blieb aber von der nächsten Schrecksekunde nicht verschont. Nahe der afrikanischen Küste traf ein unbekanntes Objekt die „AkzoNobel“-Yacht. „Bei einer Geschwindigkeit von 22 bis 23 Knoten haben wir etwas hartes getroffen“, berichtete Tienpont. Wir hatten etwas Plastik am Ruder und Vibrationen am Kiel. Aber wir sind es wieder losgeworden. Es ist kein Wasser im Boot, und das Ruder ist noch da.“

Die ersten Meilen aus dem Mittelmeer heraus boten den Teams schon mal kräftig Arbeit. Den Top-Speed der ersten Einheit erreichte „Turn the Tide on Plastic“ mit 31 Knoten. Die stärksten Winde trafen „Mapfre“ mit Böen bis 36 Knoten. Die meisten Manöver absolvierten „Mapfre“ und „Vestas 11th Hour Racing“, und das zahlte sich offenbar aus. „Vestas“ führt das Feld vor „Mapfre“ und „AkzoNobel“ an.

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Veröffentlicht am : 24.10.2017