Hochsee-Regatta

Siege für USA und Russland beim Rolex Middle Sea Race

Die feierliche Siegerehrung haben die Teilnehmer am Rolex Middle Sea Race zwar noch vor sich, doch die wichtigsten Entscheidungen sind bereits gefallen. Nach dem Start am vergangenen Wochenende holte sich die „Rambler 88“ den Sieg nach gesegelter Zeit. Der Gesamtsieg berechnet ging an die „Bogatyr“, eine JPK 1080. Damit steht erstmals eine russische Yacht an der Spitze des Rankings.

Die "Rambler 88" legte auf den zweiten 300 Seemeilen ein schnelles Rennen hin. Foto: Rolex, Kurt Arrigo

Die "Rambler 88" legte auf den zweiten 300 Seemeilen ein schnelles Rennen hin. Foto: Rolex, Kurt Arrigo

Obwohl noch einige Yachten auf dem Kurs waren, durfte die russische Crew um den Eigner Igor Rytov bei ihrer Ankunft bereits feiern, denn keine Konkurrentin hatte mehr die Chance, die Russen, die nach drei Tagen und 16 Stunden im Ziel waren, noch von der Spitze zu verdrängen. Rytov ist erst vor wenigen Jahren in die Offshore-Szene gewechselt, hatte sich zuvor bei den Melges20 einen Namen gemacht und hatte auch viele Melges-Segler mit sich an Bord beim Bestreiten des 600-Seemeilen-Offshore-Klassiker von Malta aus rund um Sizilien und zurück nach Malta. „Ich bin als Junge in Moskau gesegelt, habe aber erst vor vier Jahren wieder mit dem Regatta-Sport begonnen“, berichtete Rytov. „Dies ist das zweite Mal, dass wir das Rolex Middle Sea Race gesegelt sind. Wir waren aber auch in den vergangenen beiden Rolex Fastnet Races dabei. Wir haben versucht, das Boot die ganze Zeit zu puschen und es so schnell zu segeln wie möglich. Wir wussten, dass wir eine Chance auf den Gesamtsieg haben, als wir auf den letzten Schlag in Richtung Malta gingen, und das hat uns noch einmal Motivation für die letzte Nacht gegeben.“

Bereits über einen Tag vor Rytov hatte die „Rambler 88“ von George David (USA) das Ziel erreicht. Nach 2 Tagen, neun Stunden, 48 Minuten und 9 Sekunden kreuzte der Maxi die Ziellinie am Montagabend. Es war das dritte Mal in Folge, dass sich die „Rambler 88“ den Sieg nach gesegelter Zeit sicherte. Die eigene Bestzeit, die George David mit einer früheren „Rambler“ vor zehn Jahren aufgestellt hatte, konnte die aktuelle Crew mit Stars wie Brad Butterworth und Dean Barker aber nicht angreifen. Dafür waren die Winde in den ersten 30 Stunden des Rennens zu schwach. Dann aber wechselten die Bedingungen dramatisch, und die „Rambler“ spulte die zweiten 300 Seemeilen des Rennen in gerade einmal 14 Stunden ab. „Die Mistral-Bedingungen haben mich an 2007 erinnert, als wir den Rekord gesetzt haben“, berichtete David. „Damals blies es allerdings noch stärker, mit bis zu 50 Knoten Wind. Jetzt hatten wir Wind in den Mitte-30er, aber auch teilweise 40 Knoten. Teilweise hatten wir einen Bootsspeed von 30 Knoten. Es ist schön, das Ziel als Erster erreicht zu haben.“

Wie beurteilen Sie die Wetterlage nach diesem Artikel?


Flaute
 
Brise
 
Böe
 
Sturm
 
Orkan
 
Regatta Alle Artikel
Veröffentlicht am : 26.10.2017