Extreme Sailing Series™

SAP Extreme Sailing Team führt nach Tag eins vor Madeira

**Die Rennen am Donnerstag fanden vor der atemberaubenden Kulisse von Madeiras Hauptstadt Funchal und einem gut besuchten Race Village statt.

Der Tag hatte zuvor mit der offiziellen Pressekonferenz begonnen, an der zahlreiche nationale und internationale Medien teilnahmen.**

Die Flotte von sieben GC32 Katamaranen segelt am ersten Tag von Act 3 vor Madeira. Foto: Lloyd Images

Die Flotte von sieben GC32 Katamaranen segelt am ersten Tag von Act 3 vor Madeira. Foto: Lloyd Images

Nach sechs Wettfahrten bei drehenden Winden gelang es den Dänen, sich einen kleinen Vorsprung vor dem neuseeländischen NZ Extreme Sailing Team zu sichern. Die Kiwis hatten lange vorne gelegen, mussten die Führung nach dem letzten Rennen aber doch noch abgeben. Vor dem zweiten Renntag führen die Dänen jetzt mit dem knappen Vorsprung von zwei Punkten.

„Insgesamt war das heute auf dem Wasser ein sehr guter Tag für uns", sagte der Steuermann des SAP Extreme Sailing Team, Adam Minoprio, anschließend. Sein Team hatte nach einem bitteren Fehler im ersten Rennen eine imposante Aufholjagd hingelegt. „In der ersten Wettfahrt haben wir wirklich Mist gebaut. Wir hatten über Funk den Kurs falsch verstanden und dachten, wir hätten zwei Runden zu absolvieren. Es war aber nur eine. Dadurch haben wir den Sieg verschenkt und mussten uns mit dem vierten Platz begnügen. Das ist sehr frustrierend, weil uns diese drei Punkte in der Endabrechnung natürlich fehlen könnten. Der Rest des Tages lief für uns dann aber wirklich gut. Ich bin ehrlich sehr zufrieden, wie wir uns geschlagen haben und wie wir mit den schwierigen Bedingungen heute fertig geworden sind und uns konstant in der Spitzengruppe halten konnten."

Die Kiwis dagegen verdankten ihren zweiten Platz vor allem ihrer Konstanz. Co-Skipper Chris Steele steuerte sein Team in sechs Rennen fünfmal unter die Top Drei, darunter ein erster Platz. „Wir sind ziemlich begeistert von unserem ersten Tag. Wir hatten keine echten Katastrophen, und das macht uns schon ganz glücklich", sagte Steele. „Es ging ein bisschen hektisch zu, da der Wind ständig ab- und wieder zunahm und permanent auch die Richtung wechselte. Die Starts hatten einen großen Einfluss auf die Ergebnisse. Wir hatten einige gute und ein paar nicht so gute. Es gab aber immer genügend Überholspuren, und die Jungs haben es wirklich gut hingekriegt, das Boot über den Kurs zu bringen und die vorteilhafte Seite zu finden."

Das Schweizer Team Alinghi, das den Act in Madeira im Vorjahr gewonnen hatte, segelte auf Platz drei, weiter acht Punkte hinter NZ Extreme Sailing Team. „Heute ist es für uns nicht optimal gelaufen, aber wir haben noch drei Segeltage vor uns und teilweise sind wir ja auch heute schon gut gesegelt", sagte Alinghi-Steuermann und Co-Skipper Arnaud Psarofaghis, „es ist also noch alles drin, und wir werden sehen, was morgen passiert."

Für Phil Robertsons Team Oman Air brachte der erste Tag Höhen und Tiefen, darunter zwei Siege, aber auch ein verpasster Platz auf dem Podest wegen einer Disqualifikation im letzten Rennen. Das Red Bull Sailing Team aus Österreich schloss den Tag auf Rang fünf ab, zwölf Punkte hinter dem SAP Extreme Sailing Team.

Das britische Team Land Rover BAR Academy fing zwar mit einem zweiten und einen dritten Platz stark an, ließ dann aber nach. Drei fünfte und ein siebter Platz folgten.

Die Briten lagen am Ende zehn Punkte vor dem letztplatzierten Team Extreme, der mit einer Wildcard angetretenen Heimmannschaft. Trotz dieses Ergebnisses blieb die portugiesische Skipperin Mariana Lobato zuversichtlich: „Das Team ist ziemlich jung und wir müssen uns noch aufeinander einspielen. Ich finde, wir haben uns heute deutlich gesteigert. Es ist toll, wie wir von einander lernen."

Der Donnerstag markierte auch den Auftakt der 2017 Flying Phantom Series. Zwölf internationale Mannschaften gingen an den Start und eröffneten damit noch vor den GC32 das große Foiling-Festival von Madeira.

Red Bull aus Österreich führte in diesem Event nach sieben Rennen. Drei Punkte dahinter rangierte das französische Team Cup Legend, welches das Warm-Up-Event in La Baule gewonnen hatte. ZEPHIR by Idrewa, ebenfalls aus Frankreich stammend, folgte auf Platz drei.

Am morgigen Freitag geht es weiter. Die Flying Phantom Series beginnt um 10 Uhr (deutsche Zeit), die GC32 segeln im Stadionmodus von 14 bis 17 Uhr. Auf den offiziellen Social-Media-Kanälen wird es regelmäßige Updates geben, ebenso werden die Rennen im Live-Blog zu verfolgen sein.

Extreme Sailing Series™ Act 3, Madeira, Zwischenstand nach Tag 1, sechs Rennen (29.06.17)
Rang / Team / Punkte

1.SAP Extreme Sailing Team (DEN) Rasmus Køstner, Adam Minoprio, Mads Emil Stephensen, Pierluigi de Felice, Nicolas Heintz 64 Punkte.
2.NZ Extreme Sailing Team (NZL) Chris Steele, Graeme Sutherland, Harry Hull, Sam Meech, Josh Salthouse 62 Punkte.
3.Alinghi (SUI) Arnaud Psarofaghis, Nicolas Charbonnier, Timothé Lapauw, Nils Frei, Yves Detrey 54 Punkte.
4.Oman Air (OMA) Phil Robertson, Pete Greenhalgh, James Wierzbowski, Ed Smyth, Nasser Al Mashari 54 Punkte.
5.Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, Stewart Dodson, Shane Diviney, Jason Saunders, Will Tiller 52 Punkte.
6.Land Rover BAR Academy (GBR) Rob Bunce, Owen Bowerman, Will Alloway, Adam Kay, Oil Greber 51 Punkte.
7.Team Extreme (POR) Mariana Lobato, Olivia Mackay, Owen Siese, Peter Dill, Micah Wilkinson, Francesca Clapcich 41 Punkte.

Flying Phantom Series Madeira, Zwischenstand nach 7 Rennen
Rang/Team/Punkte

1.Red Bull 135
2.Cup Legend 132
3.ZEPHIR by Idrewa 118
4.Culture Foil 114
5.Solidaires en Peloton 109
6.UON 107
7.Oman Sail 98
8.Lupe Tortilla 95
9.EVO Visian ICL 87
10.Masterlan 83
11.Back to Basics 75
12.Red Bill II 64

Wie beurteilen Sie die Wetterlage nach diesem Artikel?


Flaute
 
Brise
 
Böe
 
Sturm
 
Orkan
 
Regatta Alle Artikel
test

Boris Herrmann startet Transat Jacques Vabre

Am 5. November startet der 36-jährige Hamburger mit dem Open 60 „Malizia“ unter dem Stander des Yacht Club de Monaco (YCM) beim traditionellen Atlantikrennen

Veröffentlicht am : 30.06.2017