ETNZ und Luna Rossa mit ersten Einigungen

Rolle rückwärts im AC: Vor Auckland wird wieder auf Monohulls gesegelt

Der America's Cup legt für die kommende Auflage eine Kehrtwende hin. Nachdem sich der Cup nach 2007 von den Einrumpf-Booten hin zu Multihulls und zuletzt zu den foilenden Katamaranen entwickelt hat, soll nun in der 36. Auflage wieder auf Monohulls gesegelt werden. Das erklärte Patrizio Bertelli, Chef von Luna Rossa, dem Challenger of Record, in einem Interview.

Luna-Rossa-Chef Patrizio Bertelli verkündet die Rückkehr zu Einrümpfern, wie sie zuletzt 2007 vor Valencia im Einsatz waren. Foto: Archiv

Luna-Rossa-Chef Patrizio Bertelli verkündet die Rückkehr zu Einrümpfern, wie sie zuletzt 2007 vor Valencia im Einsatz waren. Foto: Archiv

2021 soll die bodenlose Kanne vor Auckland/Neuseland zum 36. Mal vergeben werden. Und dafür wird der Wettstreit nach Willen der italienischen Herausforderer wieder auf Einrumpfbooten ausgetragen. Patrizio Bertelli, der Chef des Prada-Konzerns, der seit 2000 im Kampf um den America's Cup dabei ist, gilt seit jeher als Unterstützer der Einrumpfboote. So hatte er zum vergangenen Cup den Kreis der Herausforderer verlassen, da er mit dem Reglement zur 35. Auflage bzw. mit den Änderungen während des Kampagne durch die Titelverteidiger von Oracle nicht einverstanden war. Mit seiner finanziellen Unterstützung für das Emirates Team New Zealand (ETNZ) für den vergangenen Cup hatte Bertelli aber den Fuß in der AC-Tür belassen. Jetzt bringt er sich wieder in den AC in seinem Sinne ein.

Schon während des 35. Cup hatten sich die Neuseeländer als Gegenspieler zu den anderen vier Herausforderern und Titelverteidiger Oracle erwiesen, als sie eine Vereinbarung nicht unterzeichneten, die die nächsten beiden Cups im Stile der 2017er-Version beschloss. Jetzt sollen sich Titelverteidiger ETNZ und der Challenger of Record Luna Rossa auf ein neues Reglement geeinigt haben, das als Eckpunkt eben die Rückkehr zu den Monohulls enthält, wie Bertelli in einem Interview in Italien erklärte.

Noch im September soll das grundlegende Reglement veröffentlicht werden. Sinn der Rückkehr zu den Einrümpfern ist es, wieder mehr taktische Elemente in das Duell-Segeln zu bringen, die bei der vergangenen Ausgabe aufgrund der radikal auf Speed ausgerichteten Wettfahrten verloren gegangen sind. Gleichwohl sollen die Boote spektakulär bleiben und ebenfalls auf Foils gesetzt werden. Austragungsort wird Auckland in 2021 sein. Offenbar soll es auch eine Nationen-Regelung geben, womit sowohl beim Bau der Boote als auch bei der Auswahl der Teammitglieder die jeweiligen Nationen der Teams betont werden sollen. Das würde insbesondere den Neuseeländern in die Hände spielen, die die weitaus meisten Segler in den diversen Teams im Cup haben.

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Veröffentlicht am : 11.09.2017