Star Sailors League

Robert Scheidt führt das Feld der Superstars an

Das Jahresabschlusstreffen der Segelelite ist gestartet, und die Deutschen sind gut dabei. Nach Tag eins der Star Sailors League vor Nassau/Bahamas rangiert Frithjof Kleen als Vorschoter des Briten Paul Goodison auf Platz vier. Laser-Ass Philipp Buhl ist bei seinem Ausflug in den Star mit Markus Koy auf Platz sieben. An der Spitze steht der Brasilianer Robert Scheidt mit Henry Paul Boening.

Robert Scheidt hat nach zwei Rennen die Führung inne beim Finale der Star Sailors League. Foto: Carlo Borlenghi

Robert Scheidt hat nach zwei Rennen die Führung inne beim Finale der Star Sailors League. Foto: Carlo Borlenghi

Der Abschluss der Star Sailors League hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Treffen der absoluten Weltelite entwickelt. Neben den über die Saison qualifizierten Teams gesellen sich auf Einladung des Veranstalters auch stets die Superstars des Segelsports. So kämpfen vor Nassau Amercia's Cup-Sieger, Weltumsegler, Olympiasieger und Weltmeister um die Gesamtbörse von 200.000 Dollar. Insgesamt sind 25 Teams am Start.

Am ersten Tag präsentierten sich die Bahamas wie in einem Urlaubsprospekt mit Sonne, blauem Wasser und einer stabilen Brise zwischen 12 und 15 Knoten. Im ersten Rennen legten die US-amerikanischen Titelverteidiger Mark Mendelblatt/Brian Fatih stark los und führten das Feld bereits an der ersten Bahnmarke an. Dicht dahinter folgte der Olympiasieger von 2008 im Laser und aktuelle MottenWeltmeister Paul Goodison, der sich den erfahrenen deutschen Star-Vorschoter Frithjof Kleen ins Vorschiff geholt hat. Bis zum Ziel verlor die deutsch-britische Kombination zwar noch einen einen Platz, zeigte aber schon gleich mal die großen Ambitionen an, mit denen sie bei dem Prestige-Rennen an den Start gegangen sind.

So setzten sich schließlich zum Auftakt Mendelblatt/Fatih vor Robert Scheidt/Henry Paul Boening und Goodison/Kleen durch. Superstar Scheidt, fünfmaliger Olympiamedaillen-Gewinner, zollte Goodison/Kleen großen Respekt: „Ich kenne Goodie aus Laser-Zeiten. Ich denke, er hat hier ein gutes Setup am Start, einen guten Vorschoter und einen gutes Boot“, so Scheidt, der anfügte, dass das Feld mit den eingeladenen Seglern eines der stärksten sei, was man aktuell zusammenstellen könne.

Auch im zweiten Rennen zeigten Goodison/Kleen ein starkes Rennen, die sich von der linken Seite als Erste um die Luvmarke zwängten – auf der Innenbahn von Xavier Rohart/Pierre-Alexis Ponsot (Frankreich) und den Polen Mateusz Kusznierewicz/Dominik Zycki.

Auf dem Downwinder mussten Goodison/Kleen allerdings die Führung abgeben, am Ende kreuzten sie die Ziellinie als Vierte. Diesen Lauf gewannen die Franzosen vor den Polen und schließlich Scheidt/Boening, die damit die Gesamtführung übernahmen. Aber das Feld an der Spitze ist eng. Nur einen Punkt hinter den Führenden folgen Kusznierewicz/Zycki und mit einem weiteren Punkt Abstand Mendelblatt/Fatih sowie punktgleich Goodison/Kleen.

Goodison kam nach dem Rennen mit einem breiten Grinsen vom Wasser: „Die segeln hier alle seit Jahren Starboot, und ich hatte bisher lediglich zehn Tage. Es fühlt sich an wie in den alten Laser-Tagen, wenn man ein bisschen aus der Übung ist und noch nicht fit genug am Anfang eines Jahres. Ich bin sehr glücklich, dass dies Fridas (Kleen) Boot ist. Er sorgt für die Grundeinstellungen, und ich bringe ein bisschen Gefühl hinein. Vormwind ist es sehr ähnlich zum Laser – steuern und pumpen. Allerdings kann ich nicht so intensiv pumpen wie die schweren Jungs.“

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