America's Cup

Radeln die Kiwis vor Bermuda zum Cup-Sieg?

Nach den Teams von Land Rover BAR und Oracle USA hat auch das Emirates Team New Zealand (ETNZ) seinen AC-Class-Katamaran für den Cup im Mai/Juni vor Bermuda vorgestellt. Bei der Taufe in Auckland offenbarten die Kiwis auch eine besonderen Arbeitsplatz für die Grinder. Die Kraftpakete werden als Radfahrer Druck auf die Hydraulik geben.

Vier Radfahr-Grinder sorgen beim ETNZ für Druck auf die Hydraulik-Systeme. Foto: Hamish Hooper

Vier Radfahr-Grinder sorgen beim ETNZ für Druck auf die Hydraulik-Systeme. Foto: Hamish Hooper

In Anwesenheit des Teams, ihrer Familien, der Sponsoren und offiziellen Unterstützer wurde der Kat durch Tina Symmans, Mitglied im Vorstand des Emirates Team New Zealand, getauft und erhielt anschließend die Weihe durch Ngati Whatua. „Dies ist ein stolzer Tag für das gesamte Team“, sagte Team-Chef Grant Dalton. „Eine Kampagne wird erst greifbar, wenn man das aktuelle Boot zu Wasser lässt, das die Hoffnungen mit sich trägt, den Cup wieder nach Neuseeland zu holen. Es ist der Moment, wenn es aufregend wird, und es ist der entscheidende Augenblick nach all den vielen harten Stunden, die in das Projekt geflossen sind.“

Der 15 Meter (49,2 Fuß) lange Kat mit seinem 25 Meter hohen Wingsegel ist das Resultat eines Teamworks mit Sechs- bis Sieben-Tage-Wochen seit vergangenen Juli. Alle Bootkomponenten wurden in Neuseeland gebaut. Das Regelwerk gibt für viele Elemente ein One-Design vor (Rümpfe, Verstrebung und Wingsegel), so dass sich die Designer vor allem auf das Kontrollsystem und die Schwerter fokussiert haben, für das das Regelwerk mehr Flexibilität erlaubt. Auch wenn die aktuelle AC-Class-Boote 20 Fuß kürzer sind als die AC72 von 2013 und einen 15 Meter kürzeren Mast haben, so wird doch erwartet, dass sie rund 20 Prozent mehr Leistungsfähigkeit besitzen als die Kats von San Francisco.

„Die Jungs haben wirklich hart dafür gearbeitet, um bis hierher zu kommen. Einige haben zwölf und mehr Stunden jeden Tag gearbeitet – seit dem 3. Januar ohne einen freien Tag. Der Fakt, dass wir als erstes Team mit dem Rennboot segeln, obwohl wir zunächst später dran waren als die anderen Teams, zeigt wie viel Drive, Fokus und Entschlossenheit in diesem wirklich sehr speziellen Team steckt“, so Shore-Team-Manager Sean Regan. „Es gibt einen starken Glauben daran, dass dieses Team es mit den anderen aufnehmen und das Ding gewinnen kann.“

Das wohl auffälligste Detail in der Entwicklung des ETNZ-Katamarans, wenn auch nicht das einzige, ist der Einsatz des Radfahr-Grinding-Systems, mit dem das Team dafür sorgen wird, dass die gesamten Hydrauliksysteme in dem Boot mit ausreichend Druck arbeiten. Design-Koordinator Dan Bernasconi sagt dazu: „Als wir uns vor drei Jahren zusammengesetzt haben, um über das grundsätzliche Design des Boots nachzudenken, war der Vorteil des Radfahr-Grinding-System gegenüber dem üblichen offensichtlich – aber natürlich nicht ohne Einschränkungen und Schwierigkeiten bei der Funktionalität. Und daran haben wir intensiv in den vergangenen Jahren gearbeitet. Der Sieg des America's Cup hängt ganz entscheidend von einem stabilen Flug ab. Daher beinhaltet dieses Boot einige der höchst innovativen Technologien, die jemals in diesem Wettbewerb bei den elektronischen Systemen, der Hydraulik und den Foils eingesetzt worden sind.“

Nach der Entwicklung geht das Boot nun im Hauraki Golf zu Testfahrten auf den Kurs – unter der Führung von Skipper und Segelteam-Direktor Glenn Ashby: „Es war eine Herausforderung, um bis hierher zu kommen, und das erste Mal, mit dem Boot zu segeln, ist ein sehr spezieller Moment für das Team. Die kommenden Monate mit dem Segeln und Weiterentwickeln des Bootes werden entscheidend für den Cup sein. Wir werden einen Monat intensiv in Auckland testen, um das Programm dann zu unterbrechen und nach Bermuda zu gehen. Dort stehen bis zum Start in den Cup am 26. Mai weitere Test und Trainings an.“

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