Regatta

Paukenschlag: Match Race Germany initiiert Comeback des Duell-Segelns

Das Match Race Germany (MRG) hat sich an die Spitze einer weltweiten Bewegung gesetzt, die die Tradition des Match Race Segelns auf Einrumpf-Booten zu neuer Blüte treiben will. Zum 20-jährigen Jubiläum des Duellsegelns vor Langenargen am Bodensee wurde mit Partnern in aller Welt die Match Race Super Series aus der Taufe gehoben. Der Startschuss dazu erfolgt an Pfingsten in Langenargen.

Die Tradition des Match Race Segelns wird vor Langenargen gepflegt. Foto: Nico Martinez/MRG

Die Tradition des Match Race Segelns wird vor Langenargen gepflegt. Foto: Nico Martinez/MRG

Über insgesamt acht Stationen soll es dann auf Klassikern des Match Races bis zum Finale nach Neuseeland gehen. Allen Veranstaltern gemeinsam ist das Bestreben, die Wurzeln dieser Segel-Disziplin weiter zu pflegen. Auf der boot in Düsseldorf wurde die Serie veröffentlicht.

„Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist, eine neue globale Match-Racing-Serie ins Leben zu rufen“, sagt Eberhard Magg, MRG-Organisator. Im November haben wir beim World-Sailing-Meeting in Barcelona den Antrag gestellt und sind dann ermutigt worden, das zu tun.“ In unzähligen Telefonaten und Online-Konferenzen wurden Partnerveranstaltungen gesucht und die Serie bis Weihnachten schließlich in ihren Grundzügen festgezurrt. Veranstalter in Polen, Neukaledonien, den USA, Russland, Kroatien und Neuseeland kamen an Bord. „Wir arbeiten mit der internationalen Match Racing Association seit zwei Jahren im Hintergrund am Revival einer internationalen Match-Racing-Serie im klassischen Stil, weil sie von Seglern, Fans uns Sponsoren vermisst wird“, so Magg. „Jetzt können wir mit dem 20. Match Race Germany den Startschuss geben.“ Neben den bereits feststehenden Veranstaltern werden weitere Gespräche geführt, so dass die Serie in diesem Jahr sogar noch wachsen könnte.

Zur Präsentation der Serie in Düsseldorf kamen aus Split/Kroatien Gracia Krainer und aus Sopot/Polen Przemyslaw Tarnacki, um die beiden weiteren europäischen Stationen der Tour zu vertreten. „Wir sind sehr glücklich, dass eine große Tradition zurück ist und die Atmosphäre vor der Küste wieder erwacht“, sagte Krainer, und Tarnacki fügte an: „Die Serie ist eine gute Option für uns, das Event in Polen zu vermarkten und neue Sponsoren zu finden. Das Segeln auf Einrumpfbooten bietet beim Match Race viel mehr taktische Optionen. Die Geschwindigkeit ist letztlich nicht der Faktor für die Spannung.“

Eberhard Magg gab zu, jetzt eine große Aufregung zu verspüren, dass es losgeht. Gemeinsam mit seinem Partner Harald Thierer hat er schon ein gutes Starterfeld für die 20. Auflage des Match Race Germany um sich versammelt. So wird Titelverteidiger Karol Jablonski wieder dabei sein. Der Deutsch-Pole wird sich mit einem der prominentesten deutschen Segler, Markus Wieser (Starnberg), messen können. Dazu kommt Max Gurgel (Hamburg), der deutsche Match-Race-Meister, und der Weltranglisten-Neunte Eric Monin aus der Schweiz. Die endgültige Starterliste wird im Mai veröffentlicht.

Harald Thierer verspricht große Momente über das lange Wochenende Anfang Juni: „In fünf Tagen spiegelt sich dann die Arbeit von einem Jahr wider. Wenn 40.000 Besucher zu dem Event kommen, dann macht einen das schon stolz.“ Magg betont die Kombination aus Sport und Fest: „Die Besucher kommen wegen des spektakulären Sports auf dem Wasser, aber auch um einfach auf der Eventmeile zu verweilen, und wegen der spektakulären Partys am Abend.“

Die genauen Details mit dem Punktesystem und der Vergabe des Serientitels werden im März veröffentlicht. Das Match Race Germany wird eine Grade-1-Station der Serie sein.

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Veröffentlicht am : 24.01.2017