America's Cup

Oracle USA: Mit BMW-Expertise auf Kurs Titelverteidigung

100 Tage vor dem Start der Regatten um den 35. America’s Cup hat Titelverteidiger Oracle Team USA den AC-Class-Katamaran präsentiert, mit dem er im Sommer den dritten Triumph in Folge einfahren möchte. Mehr als 15 Designer und 50 Bootsbauer waren an der Entwicklung und der Konstruktion des Katamarans „17“ beteiligt und leisteten mehr als 85.000 Arbeitsstunden.

Titelverteidiger Oracle hat seinen Renn-Katamaran aus der Garage gefahren. Foto: Peter Hurley

Titelverteidiger Oracle hat seinen Renn-Katamaran aus der Garage gefahren. Foto: Peter Hurley

Technologie-Partner BMW war mit seiner Expertise in den Bereichen Aerodynamik und Leichtbau an der Entwicklung beteiligt und konstruierte mit Technologietransfer aus dem Motorsport ein innovatives Steuerrad.

„Mit diesem Boot wollen wir den America’s Cup gewinnen“, sagte Skipper Jimmy Spithill bei der Präsentation, zu der Familien, Freunde, Team-Partner und Ehrengäste geladen waren. Der neue AC-Class-Kat ist 15 Meter lang, mit einem Tragflächensegel ausgestattet und ist laut Team auf den Foils bis zu 100 km/h schnell. Außerdem ist der Katamaran außerordentlich manövrierfähig und damit eine ideale Matchracing-Plattform.
Auf der Suche nach aerodynamischen Performance-Vorteilen konnte sich das Oracle USA auf wertvolle Expertise, umfangreiche Erfahrung und die modernste Infrastruktur verlassen, die BMW aus dem Automobilbau in die Entwicklung einbrachte. Damit der Kat durchgehend „fliegt“, muss der Steuermann den Anstellwinkel der Schwerter und der Ruderblätter sekündlich an Kurs, Windeinfall, Geschwindigkeit und Konkurrenz anpassen. Damit dies alles nahezu gleichzeitig gelingen kann, braucht er ein intelligentes und intuitiv bedienbares Steuerungsmodul, das mit absoluter Präzision, ähnlich wie ein Lenkrad in einem Motorsport-Fahrzeug, arbeitet. Jene BMW-Ingenieure, die Lenkräder für die BMW Motorsport Rennautos designen, haben für Oracle USA daher ein Steuerrad entwickelt.
Die „17“ wird noch in dieser Woche zu Wasser gelassen. Damit beginnt eine Test- und Weiterentwicklungsphase, die bis zum letzten Rennen des AC andauert. „Viele der grundlegenden Design-Entscheidungen wurden getroffen und sind bereits umgesetzt“, sagte Scott Ferguson, Design Coordinator. „Doch der Optimierungsprozess kennt kein Ende. Wir wissen, dass zwischen dem heutigen Tag und dem 26. Mai, wenn die Louis Vuitton America’s Cup Qualifiers beginnen, noch Geschwindigkeitspotenzial erschlossen werden kann. Und genau darauf konzentrieren wir uns in den kommenden Wochen.“
„Auf unserem Weg, den America’s Cup zum dritten Mal zu gewinnen, ist der heutige Tag ein Meilenstein“, sagte Chief Operating Officer Grant Simmer. „Diese Katamarane sind Meisterwerke der Ingenieurskunst, äußerst komplex und dazu geschaffen, unter extremen Bedingungen ihre Leistung zu bringen. Wir haben nun den Punkt erreicht, an dem wir die Rennyacht den Seglern übergeben können. Dies ist eine großartige Leistung unserer Designer, Bootsbauer und Ingenieure.“
„Ich bin sehr stolz auf das Team und das, was wir bisher erreicht haben“, sagte Spithill. „Ich möchte mich beim Design-Team, den Ingenieuren, dem Shore-Team und allen unseren Bootsbauern herzlich bedanken. Sie haben ein unglaubliche Rennmaschine erschaffen.“

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