Extreme Sailing

Oman Air baut Führung in Hamburg aus

Auch ohne einen einzigen Tagessieg in sieben Wettfahrten hat das Segelteam Oman Air am Sonnabend (12. August) seine Führung bei der Extreme Sailing Series in Hamburg ausgebaut. Vier zweite und drei fünfte Plätze reichten der internationalen Crew mit Phil Robertson am Steuer des GC32-Katamarans aus dem Sultanat Oman.

Foto: Lloyd Images

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Das Segelteam Oman Air konnte so den Vorsprung vor den Österreichern vom Red Bull Racing Team und den punktgleichen Dänen des SAP Extreme Sailing Team auf acht Zähler vergrößern.
Am Sonntag, dem Finaltag, sind jedoch noch bis zu acht Rennen geplant, so dass vor dem Sieg beim fünften von acht Events der globalen Regattaserie noch viel Arbeit liegt. Mittlere böige, aber auch löchrige Winde am dritten und vorletzten Regattatag im Hamburger Hafen sorgten nach flauem Auftakt endlich für ein volles Wettkampfprogramm. Und die sieben Mannschaften gingen auf den zehn Meter langen Zweirumpfbooten gleich richtig zur Sache, hoben mehrfach auf ihren Tragflächen ab und sorgten für spektakuläre Manöver. Mehr als einmal tauchten Boote mit den Bugspitzen tief unter Wasser. Und die fünf Mann an Bord hatten alle Hände voll zu tun, eine Kenterung zu verhindern. Der Oman Air-Skipper zog ein positives Fazit, auch wenn längst nicht alles gelang. „Unsere Starts waren überwiegend gut. Dann haben wir zu hohes Risiko vermieden und manchmal sogar aufs Foilen verzichtet, um lieber in der Bö zu bleiben. Das hat sich ausgezahlt“, so Robertson. Den schwächeren Abschluss erklärte der amtierende Matchrace-Weltmeister aus Neuseeland so: „Gegen Ende des Tages kippte die Tidenströmung. Damit kamen wir nicht gut zurecht und fielen nach guten taktischen Ideen auch wieder zurück. Das müssen wir analysieren und am Sonntag abstellen.“ Die Konstanz war am Sonnabend einmal mehr das A und O. Vor allem die beiden führenden Konkurrenten um den Gesamtsieg der Extreme Sailing Series punkteten zwar mit Tagessiegen, leisteten sich aber auch Patzer und verloren leicht an Boden. Das Schweizer Team Alinghi rettete den Tag durch zwei erste Plätze am Schluss, hat aber als Vierter schon zehn Punkte Rückstand auf Oman Air. „Wir dürfen uns nicht zurücklehnen und in Sicherheit wähnen“, warnte Oman Air-Coach Marcus Lynch. Denn auch beim vorigen Event in Barcelona hatten seine Jungs „Gold“ scheinbar schon in der Tasche. Dann wurde es jedoch noch einmal richtig spannend. „Im allerletzten Rennen, das immer doppelt zählt, mussten wir die Spitze mit harten Bandagen verteidigen.“ Trotzdem ist auch Lynch mit dem Zwischenklassement zufrieden: „Besser, es hat nicht alles wie gewünscht geklappt, und du bist Tagesbester, als umgekehrt.“ Nach dem letzten Zieleinlauf freuten sich die Segler auf ein Heißgetränk und eine warme Dusche. Dauerregen und 15 Grad Lufttemperatur sorgten für eher unwirtliche Bedingungen im norddeutschen Sommer, dem dennoch einige hundert Zuschauer in der Hafencity beim Cruise Terminal am Strandkai trotzten. Zum Finale von 13.30 Uhr bis 17 Uhr werden mehrere tausend erwartet, wenn der Wind treu bleibt, aber es trocken wird mit sonnigen Abschnitten. So jedenfalls lautet die hoffnungsvolle Vorhersage. Zwischenstand nach neun Rennen

  1. Oman Air 12 12 11 11 11 8 11 8 8 92
    2 Red Bull Sailing Team 9 7 8 12 12 9 9 7 11 84
    3 SAP Extreme Sailing Team DNF 11 12 9 7 11 8 10 10 84
    4 Alinghi 11 6 9 10 8 7 7 12 12 82
    5 NZ Extreme Sailing Team 10 8 10 8 10 6 12 11 7 82
    6 Land Rover BAR Academy 8 10 6 7 9 12 10 9 9 80
    7 Team Extreme 7 9 7 6 6 10 6 6 6 63

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Veröffentlicht am : 12.08.2017