Volvo Ocean Race

Mark Turner geht von Bord: Wohin steuert das Volvo Ocean Race?

Rund dreieinhalb Wochen vor dem Start des Volvo Ocean Race ist Unruhe in die Organisation des Weltrennens gekommen. Mark Turner, der vor eineinhalb Jahren die Nachfolge von Knut Frostad als Chef-Organisator angetreten hat, will sein Amt wieder abgeben. Der Brite hat wohl zu sehr am Rad der Innovationen gedreht. Zumindest wird der von Turner entwickelte Zeitplan für künftige Rennen überdacht.

Während die Teams in den Vorbereitungen sind, scheint sich der Kurs des VOR zu ändern. Foto: Ugo Fonolaa/Volvo Ocean Race

Während die Teams in den Vorbereitungen sind, scheint sich der Kurs des VOR zu ändern. Foto: Ugo Fonolaa/Volvo Ocean Race

Am 22. Oktober sollen die sieben Teams vor Alicante/Spanien in das Rennen starten, das im Juni 2018 vor Den Haag/Niederlande enden soll. An diesem Plan soll sich auch nichts ändern. Doch die künftige Ausrichtung des VOR wird neu diskutiert. Mark Turner hatte nach seinem Einstieg als CEO des Volvo Ocean Race im März 2016 eine Vielzahl an Neuerungen auf den Weg gebracht. So wurde schon zur aktuellen Ausgabe die Einbindung von Frauen in die Teams besonders gefördert, die Einheitsboote (VO65) der vergangenen Auflage wurden generalüberholt und an die sieben Teams, die sich indes nur schleppend gebildet haben, übergeben. Für die kommende Ausgabe wurde bereits eine Neuentwicklung von Booten angekündigt. So sollen foilende Super60 eingesetzt werden, die auch für die Vendee Globe (IMOCA 60) verwendet werden können. Zu den Inport-Races setzt Turner auf foilende Multihulls. Und der Brite änderte den Zyklus des Rennens. Statt aller drei Jahre strebte er einen Start alle zwei Jahre an. Damit wäre nach dem Rennen 2017/18 bereits wieder im Herbst 2019 das nächste Rennen gestartet worden.

Und gerade dieser Zyklus ist offenbar zu ambitioniert. Zumindest kündigte die Renn-Organisation an, dass der Zeitplan in Absprache mit den Renn-Eigentümern, AB Volvo Und Volvo Cars, neu überdacht werden soll. Eine Entscheidung, die Turner wohl nicht mittragen wollte. Der 50-Jährige kündigte seinen Rücktritt vom Amt des CEO an, wird aber solange die Geschäfte führen, bis ein Nachfolger gefunden ist.

„Wir bedauern, dass Mark entschieden hat, von seinem Amt zurückzutreten. Wir sind dankbar für die intensive Arbeit in den vergangenen 16 Monaten. Das Führungsteam, das Mark eingesetzt hat, wird das Rennen zu einem Weltklasse-Segelereignis und -Business-Plattform machen. Und wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, sagte Henry Stenson, Vorsitzender des Volvo Ocean Race Aufsichtsrats.

„Auch wenn ich entschieden habe, mich von meiner Position zurückzuziehen, so bin ich doch dankbar, die Chance gehabt zu haben, das Volvo Ocean Race in dieser wichtigen Zeit geführt zu haben. Ich bin zuversichtlich, dass das Rennen 2017/18 eines der besten jemals sein wird“, sagte Turner.

In jedem Fall ist das Rennen mit den sieben Teams gespickt mit absoluten Superstars, darunter die aktuellen Olympiasieger Martine Grael (Brasilien) und Peter Burling sowie Blair Tuke (Neuseeland).

Wie beurteilen Sie die Wetterlage nach diesem Artikel?


Flaute
 
Brise
 
Böe
 
Sturm
 
Orkan
 
Regatta Alle Artikel
test

„Helga Cup – German Open“ nimmt Fahrt auf

Mona Küppers, Kommissarische Präsidentin des Deutschen Segler-Verbands: „Mit dem Helga Cup werden die vielen guten Seglerinnen, die wir in Deutschland haben, endlich sichtbar .“

Veröffentlicht am : 27.09.2017