Offshore-WM 2018

IRC und ORC arbeiten an Lösung für gemeinsame WM

Es ist ein lang gehegter Traum, in 2018 soll er Wirklichkeit werden: Die beiden großen Systeme zur Vermessung von Yachten, ORC und IRC, sollen in 2018 zu einer gemeinsamen Weltmeisterschaft angewendet werden und vor Den Haag tatsächlich die weltbesten Crews im Handicap-Segeln ermitteln.

2018 könnten IRC- und ORC-Yachten erstmals gemeinsam um einen WM-Titel segeln. Foto: Max Ranchi

2018 könnten IRC- und ORC-Yachten erstmals gemeinsam um einen WM-Titel segeln. Foto: Max Ranchi

Weltweit gibt es diverse Systeme, um den verschiedenen Yachten nach ihrer Größe, dem Riss, dem Alter und den Performance-Eigenschaften einen Handicap-Wert zuzuschreiben, der die jeweilige Flotte in einer Regatta vergleichbar macht. Zwei Systeme haben sich weltweit durchgesetzt: Der Offshore Racing Congress lässt seit 1999 Weltmeisterschaften nach ORCi (ehemals IMS) austragen. 10.000 Yachten haben inzwischen einen ORC-Messbrief. IRC ist mit 5000 Messbriefen weltweit das aus Frankreich und England stammende konkurrierende System. Seit 2003 ist es vom Weltseglerverband anerkannt. Doch erstmals im kommenden Jahr wird es nun auch nach IRC einen Weltmeister geben können. Insgesamt bauen die beiden Systeme also auf ein Potenzial von rund 15.000 vermessenen Booten in 50 Ländern weltweit (Stand: 2016).

Eine pragmatische Lösung soll die Tür öffnen, damit Yachten aus beiden Klassen um den Weltmeistertitel segeln können. Ein kombiniertes Wertungssystem soll es in 2018 möglich machen, dass erstmals, seit es beide Systeme gibt, die Yachten auf dem Wasser direkt gegeneinander antreten.

Auf der Jahrestagung von World Sailing wurde der Kompromiss vereinbart. Der Offshore Racing Congress hat zuvor die Bewerbung von Den Haag auf ein entsprechend dem ORC-Standard angepasstes Format überprüft. Nun werden die Details des Formats und der Auswertung durch eine Arbeitsgruppe aus IRC und ORC ausgefeilt.

Stan Honey, Vorsitzender des Ozean- und Offshore-Komitee von World Sailing, sagte: „Es ist wirklich von Bedeutung, eine Lösung zu finden, dass die beiden wichtigsten Flotten des Offshore-Segelns um einen Welttitel segeln können. Durch die Nutzung beider Systeme für die Auswertung muss keine Gruppe einen Kompromiss eingehen und beide Gruppe profitieren von dem dualen System. Ich bin gespannt auf die Erfahrung, die wir bei dem Event in 2018 machen werden. Und ich bin mir sicher, dass es populär und erfolgreich sein wird.“

Marcel Schuttelaar, Organisationschef der Offshore-WM in 2018, freut sich auf das Event: „Wir sind sehr glücklich, dass die beiden wichtigen Rating-Systeme eine Übereinkunft erzielt haben und damit unser Event zu einem Pionier in der künftigen Kooperation der Weltmeisterschaften machen. Unser Revier ist perfekt geeignet für eine große Beteiligung aus beiden Systemen. Daher freuen wir uns, eng mit ORC und IRC für den Rahmen einer erfolgreichen Meisterschaft zusammenzuarbeiten.“

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