Deutsche Jugend-Bestenermittlung

Hobie-Jugend trotzt den Unwetter-Fronten

Mit der Int. Deutschen Jugend-Bestenermittlung (IDJB) der Hobie 16 hat der Verein Nordwind Wassersport (NWWS) in Surendorf an der Eckernförder Bucht seine Meisterschaftswoche eröffnet. Bei ständig durchziehenden Unwetterfronten wurden die elf U21-Teams aus ganz Deutschland auf eine harte Probe gestellt, denn kräftige Schauer und heftige Böen fielen im steten Wechsel über die Kat-Segler her.

Glücklich und mit gebrochenem Ruderblatt präsentiert sich die Hobie-Jugend nach einem harten Wochenende. Foto: ra

Glücklich und mit gebrochenem Ruderblatt präsentiert sich die Hobie-Jugend nach einem harten Wochenende. Foto: ra

Doch Wettfahrtleitung und Athleten ließen sich nicht schrecken, brachten am Wochenende sechs Rennen über die Bahn. Eindrucksvoll demonstrierten Lasse Deppenbrock/Paula Crayen ihre Stärke. Auf ihrem Heimatrevier sicherte sich das NWWS-Duo mit vier Renn-Siegen den Titel.

Der Titelkampf begann indes mit einer Schrecksekunde für die IDJB-Favoriten Deppenbrock/Crayen. Das Trampolin ihres Kats war eingerissen, mit Nadel und Faden versuchten sie den Schaden vor dem ersten Start zu beheben. Kurzfristig gingen sie schließlich mit einem Ersatzboot ins erste Rennen, wechselten später auf ihren notdürftig geflickten Kat. Der Leistung tat das keinen Abbruch. Mit drei Siegen im ersten Wettfahrtblock spielten sie ihre Erfahrung aus. Die Konkurrenz tat sich schwer, bei den kräftigen Schauerböen zu folgen, und wurde ordentlich gebeutelt. Diverse Kenterungen, ein gebrochenes Ruderblatt, ein angeschlagenes Knie und eine blutige Lippe reduzierten das Feld.

Nach einer stärkenden Mittagspause ging es erneut auf das Wasser, und kurz darauf wieder zurück. Eine Sturmfront erzwang einen Rennabbruch. Doch geschlagen gaben sich die Kat-Segler nicht. Wettfahrtleiter Marcus Cremer brachte am Abend noch ein Rennen über den Kurs, und der machte den Titelkampf wieder offen, da Deppenbrock/Crayen ihr Streichresultat einfuhren, während die Verfolger Lasse und Knut Pröpper (Zülpich) ihre beständige Serie fortsetzten.

Mit dem Auftakt in den zweiten Tag legte das Nordwind-Team dann aber den Grundstein für den Titelgewinn. Nach ihrem vierten Sieg konnten sich Deppenbrock/Crayen in der letzten Wettfahrt auch noch einen fünften Platz leisten und hielten die Pröpper-Brüder dennoch auf Distanz. Auf den Bronzerang schoben sich noch mit einem Sieg in der Abschlusswettfahrt Fabian und Carina Ortlieb aus Garmisch-Partenkirchen.

Auch Tag zwei der IDJB war geprägt von kräftigen Winden mit Kenterungen und einem weiteren Ruderbruch in der Flotte. Doch mit den gemachten Erfahrungen gehen die jungen Seglern nun gestärkt in die Meisterschaft der deutschen Hobie-Elite, die ab Freitag ebenfalls vor Surendorf ausgetragen wird. 45 Kat-Teams haben hierfür gemeldet.

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Veröffentlicht am : 22.08.2017