America's Cup

Herausforderer ENTZ geht nach Doppelsieg in Führung

Peter Burling und das Emirates Team New Zealand (ETNZ) haben nach dem ersten Tag des America's Cups die Führung übernommen. Mit zwei Siegen in den beiden Tagesrennen drehten sie gegen den Titelverteidiger Oracle USA den 0:1-Rückstand. Die Amerikaner waren mit einem Bonuspunkt aus der Qualifikation in das Finale gestartet. In der Serie Best-of-13 steht es damit offiziell 1:0 für Neuseeland.

Schon am Start verloren die US-Amerikaner die ersten Duelle gegen Neuseeland. Foto: Ricardo Pinto

Schon am Start verloren die US-Amerikaner die ersten Duelle gegen Neuseeland. Foto: Ricardo Pinto

„Jeder, der mit unserem Team verbandelt ist, hat hart daran gearbeitet, uns ein schnelles Boot zu geben. Und es ist unglaublich, es ihnen mit zwei Siegen zurückgeben zu können“, sagte Peter Burling, der Steuermann der Neuseeländer nach den beiden Siegen auf dem Great Sound von Bermudas. Die Kiwis sind wie 2013 die Herausforderer der US-Amerikaner und sorgen damit für ein Revanche-Duell.

Trotz der zwei Siege des ETNZ ist der Cup alles andere als entschieden. „Jimmy Spithill und Oracle Team USA sind sehr gut gesegelt, haben einen hohen Druck aufgebaut. Aber wir haben unsere Ruhe bewahrt“, sagte Burling. „Wir haben weiter dazugelernt und obwohl wir beide Rennen gewonnen haben, hatten wir einige Fehler heute. Wir werden schauen, wie wir uns weiterentwickeln können. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass Jimmy niemals aufgibt, also müssen wir die Entwicklung vorantreiben.“ Burling spielte damit auf den vergangenen Cup an, als die Neuseeländer bereits 8:1 führten, bevor die Amerikaner eine Aufholjagd starteten und den Cup schließlich noch mit 9:8 gewannen.

Spithill blieb nach dem ersten Tag im AC gelassen: „Wir sind natürlich enttäuscht nach einem harten Tag für uns. Aber der Rückstand ist nur ein Punkt und daher werden wir nicht panisch“, sagte Spithill. „Natürlich haben wir nicht unseren besten Tag erwischt. Aber wir hatten unsere Chancen, und das ist es, was wir mitnehmen. Respekt vor Peter Burling und das Emirates Team New Zealand. Sie haben weniger Fehler gemacht.

Zum Start der ersten Rennen hatten die Amerikaner ein kleines technisches Problem an Bord. Damit hatte das ETNZ alle Trümpfe nach de Start in der Hand und spielte die Karten gekonnt aus. Mit einem 32-Sekunden-Vorsprung gingen die Herausforderer durch das zweite Gate. In sehr leichten Winden baute Burling seine Führung kontinuierlich aus. Am fünften Gate führte er mit einer Minute und 52 Sekunden. Zwei missglückte Manöver brachten die US-Amerikaner wieder heran und nährten für die Verteidiger ein Minimum an Hoffnung. Aber es gab kein spätes Drama mehr. Burling rettete sich mit 30 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Auch in Rennen zwei gewann Burling wieder den Start und zog davon. An Gate vier waren es erneut über eineinhalb Minuten, die die Kiwis zwischen sich und die Amerikaner gelegt hatten. Aber erneut eröffneten die Führenden den Verfolgern wieder eine Chance. Bis auf drei Sekunden kamen die Amerikaner heran, doch Burling rettete sich noch rechtzeitig um die Bahnmarke und baute danach den Abstand wieder auf, als die Amerikaner im Manöver von den Foils fielen. Eine Minute und 28 Sekunden betrug schließlich der Vorsprung der Neuseeländer im Ziel.

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