Kurs Tokio 2020

Heil und Plößel durchgestartet

237 Tage nach dem Gewinn der Bronzemedaille in Rio de Janeiro ist das 49er-Team Erik Heil/Thomas Plößel wieder in voller Fahrt. Das Duo hat im Winter viele Weichen neu gestellt, Kurs auf Tokio 2020 genommen und bereitet sich nun auf mehreren Ebenen auf die Olympia-Kampagne vor, in die Thomas Plößel aufgrund seines vor dem Abschluss stehenden Bachelor-Studiums etwas später einsteigen wird.

Foto: Armin Storm Sailing Team

Foto: Armin Storm Sailing Team

Wichtig ist den Berlinern dreieinhalb Jahre vor den XXXII. Olympischen Sommerspielen eine breite Aufstellung.

„Ja, wir haben Olympia erneut im Visier. Aber wir wollen auch auf anderen großen internationalen Bühnen Erfahrungen sammeln und uns mit den Besten messen“, sagt Steuermann Erik Heil. Gemeinsam mit dem Armin Storm Sailing Team von Flavio Marazzi wollen sie im GC32-Circuit angreifen.

Erik Heil wird zunächst als Taktiker im Einsatz sein, Flavio Marazzi steuert. Der mehrfache Schweizer Olympiateilnehmer und GC-32-Skipper Marazzi ist Macher, Mentor und Motor des Projekts, mit dem er intensiv in olympische Talente investieren will. Dabei hat er Top-Segler im Visier, die bereits eine oder mehrere Olympiakampagnen hinter sich und Tokio 2020 vor sich haben. An Marazzis Seite steht der erfahrene Berliner Starboot-Weltmeister und Olympia-Sechste Frithjof Kleen, der das „Olympia goes GC32“-Projekt als Coach und Ratgeber beflügelt. Das Armin Storm Sailing Team will zur Horizonterweiterung der Olympiasegler beitragen und ihnen eine Profikarriere ermöglichen, auf deren Basis sich die Segler auf die Olympischen Spiele vorbereiten können.

Mit vereinten olympischen Kräften will das Team die etablierten GC32-Mannschaften herausfordern und selbst wachsen. „Für uns Olympiasegler bedeutet das Engagement in erster Linie eine Wissenserweiterung für die Olympia-Kampagne, aber natürlich auch eine Chance zum Messen mit den Besten im Business. Netzwerken, Neues lernen, Perspektiven erschließen – das ist uns wichtig.“ Erik Heil und Thomas Plößel setzen mittelfristig auf einen interdisziplinären Einsatzradius. „So können wir uns einen idealen Erfahrungsschatz aufbauen“, erklärt Heil, „der GC32-Circuit bietet dafür eine sehr gute Chance. Wir empfinden es wie einen Jackpot, in Flavios Team in mitgestaltender Funktion agieren zu dürfen. Wir übernehmen Verantwortung und haben einen Pool von acht, neun Top-Leuten aufgebaut.“

Im Jahr eins nach den Olympischen Spielen wechseln sich GC32-Regatten, olympische Trainings und Regatten für das deutsche 49er-Team Heil/Plößel beinahe ideal ab. Hier der Überblick über das Segelprogramm, das die Crew vom Norddeutschen Regatta Verein in dieser Saison absolvieren will:
Geplante Starts im 49er
April: Sailing World Cup Hyères (Frankreich)
Mai: EUROSAF Cup Medemblik (Holland)
Juni: Sailing World Cup Finale Santander (Spanien)
August: 49er Weltmeisterschaft Porto (Portugal)
Oktober: Sailing World Cup Tokio (Japan)

Geplante Starts GC32-Circuit:
Mai: GC32 Riva Cup Gardasee (Italien)
August: Copa del Rey Palma de Mallorca (Spanien)
Oktober: Marseille One Design (Frankreich)
(evtl. weitere Events Ende Juni und im September)

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Veröffentlicht am : 06.04.2017