Extreme Sailing Series

Hamburg für Extreme Sailing Series in den Startlöchern

Die Extreme Sailing Series ist wieder auf Deutschland-Station. Vom heutigen Donnerstag bis Sonntag werden die Teams auf den GC32-Foiling-Katamaranen auf der Elbe vor dem Chicagokai Profisegelsport präsentieren. Hamburg hat sich als fester Standort in der Serie etabliert und begrüßt an diesem Wochenende zum 5. Act der Serie die Stars der Szene, die sich begeistert zeigen von dem engen Revier.

Neil Hunter gibt dem Land Rover BAR Academy-TEam moralische Unterstützung in Hamburg.

Neil Hunter gibt dem Land Rover BAR Academy-TEam moralische Unterstützung in Hamburg.

ur Skippers-Vorstellung am Donnerstag war die Freude über das Hamburger Event, aber auch der Respekt vor dem Revier bei den Steuermännern spürbar. In den vergangenen Jahren hat Hamburg mit dem engen Kurs zwischen den Kai-Anlagen des Hamburger Hafens für die Zuschauer spektakulären Sport bereitgehalten, aber auch das Adrenalin bei den Seglern deutlich in die Höhe schnellen lassen. Kaum irgendwo auf der Welt werden die Crews vor so große Herausforderungen gestellt. Die Böen fallen zwischen den Hamburger Bauten hart ein auf dem Kurs ein, dazu kommt die Strömung der Elbe bzw. der Tide, und die Begrenzungen des Rennkurses sind die Kaimauern, die keinen Auslauf erlauben.

„Hamburg ist immer tricky. Der Start ist wichtig, aber auch die Böen und die Strömung einzukalkulieren“, sagt Roman Hagara vom Red Bull Extreme Sailing Team. „Es wird viele Verschiebungen im Rennverlauf geben.“ Der Red-Bull-Skipper und zweimalige Olympiasieger ist in diesem Jahr so viel unterwegs wie selten zuvor in seiner Segel-Karriere: „Olympisches Segeln ist Urlaub dagegen.“

Die Teams erwarten einen harten Kampf auf dem Wasser. Mit der Empfehlung des Sieges vom Act in Barcelona reist das Team Oman Air an. Skipper Phil Robertson will an diese Leistung anknüpfen: „Wir werden hart um den Sieg kämpfen. Es ist gut, in Barcelona einen Erfolg eingefahren zu haben.“ Aber die Konkurrenz hat nichts anderes im Sinn. „Wir freuen uns auf das Wochenende und wollen in Top-Position einkommen. Aber es wird sehr tricky“, sagt Arnaud Psarofaghis vom Team Alinghi, das im vergangenen Jahr Platz zwei in Hamburg belegte. Freude herrscht auch beim Team der Land Rover BAR Academy. „Es ist großartig, das Segeln zum Publikum zu bringen. Und im vergangenen Jahr war Hamburg das beste Event der Serie mit dem meisten Publikum“, sagt Rob Bunce von Land Rover BAR.

Die britische Mannschaft bekommt moralische Unterstützung von Neil Hunter, der ein Paradebeispiel dafür ist, wie die Extreme Sailing Series als Plattform für einen Aufstieg in noch höhere Sphären des Segelsports geeignet ist. Im vergangenen Jahr steuerte Hunter noch das Academy-Boot von Land Rover BAR, dann wurde er in das America's Cup-Team von Ben Ainslie berufen, steuerte die Jugendmannschaft beim Red Bull Youth America's Cup zum Sieg und war auch beim AC mit an Bord. „Es ist schon eine besondere Erfahrung, am America's Cup teilzunehmen. Man ist natürlich mehr ein Athlet beim Grinden, aber es wichtig, auch ein Segler zu sein, um zu verstehen, was vor sich geht“, sagt Hunter. Beim AC habe das Team zwar nicht das erreicht, was man sich vorgenommen hat. Insbesondere beim Design der Foils wurden einige Fehlentscheidungen getroffen. „Aber wir haben uns im Cup-Verlauf gut entwickelt. Und ich denke, wir haben eine gute Basis für den nächsten Cup aufgebaut – egal auf welchen Booten gesegelt wird“, so Hunter. Der ehemalige 49er-Segler kann selbst noch gar nicht richtig glauben, wie sich das vergangene Jahr für ihn entwickelt hat. „Es ist schon ein bisschen wie ein Traum. Aber eine 49er-Kampagne hilft schon ungemein, um in diese Profi-Szene einzusteigen.“ Daher glaubt er auch, dass sich deutsche Segler wie Erik Heil, der nach Olympia-Bronze gerade im GC32 einige Erfahrungen sammelt, Chancen hätten, um sich für ein Profi-Team zu empfehlen. „Aber ein deutsches Team würde es natürlich für deutsche Segler einfacher machen.“

Ein junger Akteur, der beim Extreme Sailing Series Act in Hamburg die Chance bekommt, sich zu empfehlen, ist Linov Scheel. Gerade noch segelte er bei der Europameisterschaft der 49er vor Kiel, wurde dann gefragt, ob er nicht für das Wild Card Team in Hamburg einspringen möchte und steht nun vor seiner Bewährungsprobe auf dem GC32-Kat. „Ich habe noch gar nicht richtig realisiert, wie ich hier gekommen bin. Auf jeden Fall wird es spannend. Meine Aufgabe ist die als Bowman und Floater. Ich werde also die Foils bedienen und ansonsten überall dort aushelfen, wo eine Hand gebraucht wird“, berichtet der Kieler.

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Veröffentlicht am : 10.08.2017