107. Flensburger Fördewoche

Gelungene Fördewoche in Flensburg mit leichten Wermutstropfen

Mit Regatten an drei Tagen ging die 107. Flensburger Fördewoche in ihre zweite Hälfte und bot den Teilnehmern ein breites Wetterspektrum. Mit am Start waren auch die Swans, die ihren eigenen Cup aussegelten.

Die Swan-Yachten wurden am Donnerstag schwer gefordert. Foto: okpress

Die Swan-Yachten wurden am Donnerstag schwer gefordert. Foto: okpress

Swan-Cup

Mit dem Swan-Cup startete die Fördewoche in die zweite Hälfte. Bei dem Rennen über 37,1 Seemeilen lag in der ORCint Knut Freudenberg (ASRV) mit der First 36.7 „Halbtrocken“ und einer gesegelten Zeit von 5:44:46 Stunden vorn. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Anke Scheuermann (HSC) mit der Finnflyer 36 „Akka“ und Kai Haupthoff (SCE) mit der X-332 Sport „Varuna X Press“. In der ORC-Clubwertung traten nur zwei von drei gemeldeten Booten an. Daniel Baum (HSC) siegte mit der Swan 48 „Elan“ vor den Hamburger Stadtkollegen um Claus Bressler (NRV) mit der Swan 56 „Chrila“.

Frühstücks-Cup

Knut Freudenberg setzte seinen Siegeszug am Freitagvormittag fort und gewann auch beim Frühstücks-Cup mit einer gesegelten Zeit von 1:57:20 Stunden. Das Team der „Varuna X Press“ musste sich nur knapp geschlagen geben. Nach berechneter Zeit lag nur genau eine glatte Minute zwischen den Erst- und Zweitplatzierten. „Das war knapp und schade, hat aber trotzdem viel Spaß gemacht“, kommentierte die „Varuna“-Crew das Ergebnis. Den dritten Platz ersegelte Torsten Bastiansen (FYC) mit der X-41 „Sydbank“. In der ORC-Clubwertung siegte erneut Daniel Baum (HSC, „Elan“), gefolgt von Jörn Juhl (SYC) auf der X-37 „Toxic“. Auf dem dritten Platz landete der Vorjahressieger des Rennens Otto Jeschonnek (FSC) auf seiner Int. 806 „Mareike B.“.

Maschinenbau Anthon-Cup

Auch den Sieg beim Maschinenbau Anthon Cup am Freitagnachmittag ließ sich Knut Freudenberg (ASRV) auf seiner „Halbtrocken“ nicht nehmen. Im Rennen über 17,4 Seemeilen siegte er nach gesegelten 3:01:36 Stunden. Doch diesmal war es wirklich nur ein Wimpernschlag, der ihm den Sieg bescherte. Torsten Bastiansen (FYC) lag mit der „Sydbank“ nach berechneter Zeit gerade einmal eine Sekunde zurück. Platz drei sicherte sich Daniel Baum (HSC) auf der Swan 48 „Elan“. In der Kategorie ORC-Club hatten die dänischen Teilnehmer die Nase vorne. Auf Platz eins lag Keld Ibsen vom Sønderborg YC auf der X-40 „Xiphias“, gefolgt von seinem Landsmann Jörn Juhl (SYC) auf der „Toxic“ und dem deutschen Team um Claus Bressler (NRV, „Chrila“).

Flensburger Pilsener Cup

Am letzten Wettfahrttag gab es auf den Siegerpodest noch einige Veränderungen. In ORCint konnte Kai Mares (KYC) mit der Italia 9.98 „Immac Fram“ den Siegerpreis entgegennehmen. Die Plätze zwei und drei auf dem Siegerpodest nahmen Anke Scheuermann (HSC) mit der Finnflyer 36 „Akka“ und Henning Uck (MIYC) auf der Maxfun 35 „Tøsen“ ein. In ORC-Club dominierte das dänische Team von Jörn Juhl (SYC) auf der „Toxic“ das Regattafeld. Er konnte damit das Ergebnis ders Vortages umdrehen, denn Platz zwei ging diesmal an die „Xiphias“ mit Keld Ibsen, während Claus Bressler Rang drei abonniert zu haben schien.

Blaues und Blau-Gelbes Band

An der Sonderwertung Blaues Band der Flensburger Förde dürfen traditionsgemäß ausschließlich Boote teilnehmen, die ihren ständigen Liegeplatz an der Flensburger Förde haben. Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren ging das Blaue Band erneut an den Flensburger Zwölfer „Sphinx“ mit Gorm Gondesen am Ruder.

Das Blau-Gelbe Band für die schnellste auswärtige Einrumpfyacht gewann wie im Vorjahr das Team der „Calypso“ um den Hamburger Gerhard Clausen, der für den Kieler YC startet.

FSC-Club-Cup 2017

Zwar wurde bei dem zum zweiten Mal ausgetragenen Yardstick-Club-Cup des Flensburger Segel-Clubs im Rahmen der Flensburger Fördewoche ein Rennen über knapp 16 Seemeilen gesegelt, eine Wertung kam letztendlich jedoch nicht zustande. Der Grund dafür: Die Segler hatten eine Tonne nicht dem Wettfahrtkurs entsprechend gerundet.

SWAN Baltic Sea Challenge 2017

Im Rahmen der Fördewoche wurde drei Tage lang die 21. Nautor's Swan Baltic Sea Challenge ausgetragen. Windmäßig war bei den Rennen alles dabei: von Böen mit bis zu 27 Knoten Windgeschwindigkeit und vielen Winddrehern am Freitag bis hin zu Leichtwindbedingungen am Sonnabend. Als Gesamtsieger ging aus der Challenge nach drei Rennen Daniel Baum (HSC) auf der Swan 48 „Elan“ hervor. Den zweiten Platz sicherte sich Jan Opländer (FSC) mit der Swan 54 „Katima“. Dritter auf dem Siegertreppchen wurde Ole Marten mit der Swan 46 DB „Gaudii 2“. In der Kategorie Swan A lag Ole Marten vorne, es folgten Jan Opländer und Addi Bauer (KYC) auf der Swan 48 S „Big Easy III“. In der Klasse Swan B führte Daniel Baum vor Swen Schnell (Lübecker YC) auf „Jeniffer“ und Jens-Werner Hinrichs (Segelkameradschaft Horumersiel) auf Truwen“.

Das 30-jährige Jubiläum von Nautor's Swan Germany-Austria wurde am Freitagabend mit den Swan-Eignern der Wettfahrt und ihren Crews im Flensburger Robbe & Berking Heritage Centre gefeiert. Jan Opländer vom Flensburger Yacht-Service führte durch den Abend.

Fazit

Claus Otto Hansen, Regatta-Obmann des Flensburger Segel-Clubs und Wettfahrtleiter der Flensburger Fördewoche, zeigte sich sehr zufrieden mit der Segelveranstaltung. „Aus seglerischer Sicht war die Fördewoche gut mit fast durchgängig schönem Wind“, so Hansen. Einzige Ausnahme wäre der erste Sonnabend der Veranstaltung gewesen, als der Wind die Segler ein wenig im Stich ließ. Hansen war froh, dass sich der Sturm am Mittwoch rechtzeitig zu Beginn der zweiten Hälfte der Veranstaltung am Donnerstag gelegt hatte. Einzige Auswirkungen des Sturms: Einige Boote kamen leicht verspätet in der Flensburger Förde an, andere konnten am Donnerstag aufgrund extremen Niedrigwassers den Hafen des Flensburger Segel-Clubs nicht verlassen. Die Teilnehmerzahl bei den Rennen nannte der Wettfahrtleiter zufriedenstellend. Allerdings wären sie nicht mit denen von vor zehn Jahren zu vergleichen. „Europa- und Weltmeisterschaften werden immer noch gut besucht, aber das Interesse an allen anderen Regatten sinkt seit Jahren. Woran das liegt, und wie wir dem entgegenwirken können, müssen wir überdenken“, sagte Hansen. Obwohl der Wettfahrtleiter rundum mit der Flensburger Fördewoche zufrieden war, gab es doch einen kleinen Wermutstropfen. „Es ist schade, dass die Wertung im FSC-Club-Cup nicht zustande kam“, bedauerte Claus Otto Hansen. Aber sonst wäre alles bestens gelaufen.

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Veröffentlicht am : 18.09.2017