Weltrennen

Fünfter Starter für das Volvo Ocean Race ist gemeldet

Fünf Monate vor dem Start in das Volvo Ocean Race (VOR) steuern Teams und Organisatoren in die heiße Phase der Vorbereitung. Die sieben Boote des vergangenen VOR haben den Refit durchlaufen, jetzt steht noch die Auslieferung des neuen Bootes an das Team AkzoNobel an. Zwei Teams haben ihren Kader nominiert, und mit dem Team Sun Hung Kai/Scallywag (Hong Kong) hat eine fünfte Kampagne gemeldet.

Die Supermaxi-Kampagne „Scallywag“ wagt sich jetzt auch an das Volvo Ocean Race. Foto: Andrea Francolini

Die Supermaxi-Kampagne „Scallywag“ wagt sich jetzt auch an das Volvo Ocean Race. Foto: Andrea Francolini

Während Team AkzoNobel unter Skipper Simeon Tienpont (Niederlande) und das chinesische Dongfeng Race Team mit Skipper Charles Caudrelier (Frankreich) ihre internationalen Teams mit klangvollen Namen benannt haben, wächst auch die Flotte der teilnehmenden Mannschaften. Die neue Hong-Kong-Kampagne ist in Asien bereits bekannt, segelt dort den Supermaxi „Scallywag“ und ist dabei, einen nachhaltigen Nachwuchs-Segelsport aufzubauen. Für das Hong-Kong-Team wird die Teilnahme durch ein zwischenzeitliches Heimspiel versüßt, denn die Metropole ist Zielort einer Tour-Etappe.

„Diese Kampagne wird die Wettbewerbsfähigkeit von Hong Kong und China im weltweiten Hochseesegeln zeigen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Team Sun Hung Kai/Scallywag Hong Kong stolz machen wird, sagte Seng Huang Lee, neben Sun Hung Kai einer der Eigner der „Scallywag“.

Lee ist in Sydney aufgewachsen, unweit der Startlinie für das Sydney-Hobart-Rennen. Und der Start zu dem jährlichen Hochsee-Klassiker direkt vor seinen Augen brachte ihn schließlich zum Segeln. Er kaufte den 100-Fuß-Maxi „Scallywag, ehemals „Ragamuffin“, in 2016, baute ein Team auf und setzte bereits einige Speed-Rekorde. Die Meldung für das kommende VOR ist nun der nächste Schritt in der lang angelegten Vision von Lee, eine asiatische Segel-Tradition aufzubauen und an internationalen Wettbewerben teilzunehmen.

Das VOR-Team wird geskippert vom Australier David Witt, der damit nach 20 Jahren wieder zum Volvo Ocean Race zurückkehrt. 1997-98 segelte er auf dem Boot von Knut Frostad, dem zwischenzeitlichen Chef des Volvo Ocean Races. Dazu nahm Witt auch über 20 Mal am Sydney Hobart Rennen teil. „Das ist eine fantastische Möglichkeit für das 'Scallywag'-Team Hong Kong auf einer wirklich weltweiten Bühne zu vertreten“, sagte Witt. „Mit der Rückkehr des Rennes auf eine eher traditionelle Route und dem Wettbewerb auf One-Design-Yachten fühlen wir, dass es möglich ist, einen lebenslangen Traum zu erfüllen.“

Die Benennung der Kader zeigte, dass einige in der europäischen Szene bekannte Namen am Start sein werden. So holte sich das Dongeng-Team unter anderem die beiden Frauen Marie Riou (Frankreich) und Carolijn Brouwer (Niederlande) an Bord, die bisher vor allem im olympischen Segelsport Erfolge eingefahren haben. Daneben hat Caudrelier erfahrene Hochsee- und Weltumsegler benannt. Die AkzoNobel-Mannschaft von Tienpont ist ein Mix aus Hochsee-, MatchRace- und Olympia-Seglern. Für die Frauen-Quote, die in dieser Auflage des VOR gefordert ist sorgt die VOR-Debütantin Annemieke Bes (Niederlande).

Neben Dongfeng, AkzoNobel und Scallywag werden auch noch MAPFRE (Skipper: Xabi Fernández, Spanien) und Vestas 11th Hour Racing (Charlie Enright, USA) antreten.

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Veröffentlicht am : 18.05.2017