Volvo Ocean Race

Favorit "Mapfre" übernimmt mit Kapstadt-Sieg die Gesamtführung

Das Team „Mapfre“ hat die zweite Etappe des Volvo Ocean Races gewonnen und sich damit auch an die Gesamtspitze des Weltrennens gesetzt. Die 7000 Seemeilen lange Etappe von Lissabon/Portugal nach Kapstadt/Südafrika bewältigte das Team von Xabi Fernandez in knapp über 19 Tagen.

Das Team "Mapfre" freut sich über den Etappensieg und die Gesamtführung. Foto: Pedro Martinez/VOR

Das Team "Mapfre" freut sich über den Etappensieg und die Gesamtführung. Foto: Pedro Martinez/VOR

Am Freitagnachmittag nach insgesamt 19 Tagen, 1 Stunde, 10 Minuten und 33 Sekunden erreichte das spanische Boot das Ziel und hatte damit einen Vorsprung von rund drei Stunden auf „Dongfeng Race Team“ (China) und die Überraschungssieger der ersten Etappe „Vestas 11th Hour Racing“ (Dänemark/USA). Das Team „Brunel“ (Niederlande) mit Superstar Peter Burling an Bord kam auf Rang vier in Kapstadt an und bog damit den schlechten Auftakt aus der ersten Etappe zumindest wieder etwas gerade.

„Es ist großartig, wir sind super glücklich. Wir sind hier in einem Stück und noch vor den anderen angekommen. So kann es gern weitergehen“, sagte Xabi Fernandez kurz nach dem Zieldurchgang. „Mapfre“ folgte dem „Dongfeng Race Team“ lange im Kielwasser, bevor sie vor fünf Tagen zum entscheidenden taktischen Schlag ausholten. Nach dem Überqueren des Äquators und dem Passieren der Flautenzone entschieden sich Navigator Juan Vila und Skipper Fernandez zu einer frühen Halse mit Kurs in Richtung Südwesten auf die südamerikanische Küste zu. Was wie ein Umweg klang, war die Abkürzung in Richtung Highway nach Südafrika. Die Spanier sprangen als Erste auf den Zug gen Kapstadt auf, indem sie die Starkwindzone als Erste erreichten und damit schnell an die Spitze fuhren. Diesen Vorsprung gaben sie nicht mehr ab, obwohl mitten im Südatlantik noch einige unterschiedliche Windsysteme zu durchqueren waren.

In diesen Systemen schaffte „Dongfeng“ immerhin noch den Weg zurück auf Platz zwei. „Ein guter zweiter Platz“, sagte Skipper Charles Caudrelier. „Natürlich hatten wir zwischendurch auf mehr gehofft, aber vor ein paar Tagen sah es noch deutlich schlechter aus. Wir haben ein fantastisches Comeback hingelegt.“

Das Podium komplettierte „Vestas 11th Hour Racing“. Die Sieger der ersten Etappe mit Skipper Charlie Enright war immer nach dran an der Spitze, konnte den Weg zur Top-Position aber nicht finden. Nachdem in der Nacht auch noch das Team „Brunel“ die Ziellinie überquerte, werden im Laufe des Sonnabend zunächst Team „Akzonobel“ (Niederlande) und dann nah beieinander „Turn the Tide on Plastic“ und „Scallywag“ erwartet.

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Veröffentlicht am : 25.11.2017