America´s Cup-Quali ab 26. Mai

England fiebert dem America's Cup entgegen

Das Rennboot, das Land Rover BAR in Bermuda präsentierte, besitzt das Potenzial, Segelgeschichte zu schreiben. Der Katamaran, der zusammen mit den Ingenieuren von Jaguar Land Rover entwickelt wurde, ist nicht nur der schnellste und technisch fortschrittlichste Katamaran auf dem Wasser, er wurde auch mit dem einen Ziel konzipiert: endlich die älteste Sporttrophäe der Welt zu gewinnen.

Das Landrover BAR-Team ist bereits. Es will den America's Cup für England gewinnen.

Das Landrover BAR-Team ist bereits. Es will den America's Cup für England gewinnen.

Über 50 Jahre sind es her, seit Englands Fußballer einen wichtigen Preis in Händen hielten. Die Tennisfans der Insel mussten 77 Jahre warten, ehe ein Brite in der Nachfolge von Fred Perry nach dem Einzelfinale von Wimbledon den Silberteller in die Höhe stemmte. Aber in der 166-jährigen Geschichte der legendären Segelregatta um den America´s Cup passierte Großbritannien noch nie als Sieger das Ziel. Beim Stapellauf in Bermuda taufte Teamchef Sir Ben Ainslie zusammen mit seiner Frau Lady Georgie Ainslie und Tochter Bellatrix den bahnbrechenden Katamaran auf den Namen „Rita”.Dieser Name kommt nicht von ungefähr, denn als erfolgreichster olympischer Segler aller Zeiten hat ihn Sir Ben im Lauf einer glanzvollen Karriere immer wieder gewählt. BAR hat für dieses Projekt sein umfangreiches Ingenieurwissen zur Verfügung gestellt, von dem auch Jaguar Land Rover bei der Entwicklung neuer Modelle profitiert. Aerodynamik,selbstlernende Fahrzeuge, künstliche Intelligenz und virtuelle Modellierung sind einige der Technologien, die im Einsatz waren, um das Rennboot noch schneller als das der Konkurrenz zu machen. Jaguar Land Rover ist im Vereinigten Königreich der größte Stakeholder im Bereich Automobilforschung sowie Forschung und Entwicklung und investiert Milliarden für neue Produkte und Innovationen. Die strategische Partnerschaft mit Land Rover BAR ermöglicht den Ingenieuren, sich beruflich weiter zu qualifizieren und neue Methoden bei den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten und Plattformen anzuwenden. Tony Harper, Forschungsleiter bei Jaguar Land Rover, sagt dazu: „Dieser wechselseitige Ansatz beim Engineering sowie unser breit aufgestelltes Programm in den Bereichen Technologie und Naturwissenschaften für die Autoindustrie unterstützen uns bei einem stetigen Entwicklungs- und Lernprozess. Von dieser Kompetenz profitiert das Team. Wir waren auch die ersten, die mit aerodynamischen Versuchen dem Flügelsegeldesign, das Sie heute am Boot bewundern können, Form gaben. Dank dieser erfolgreichen Konstruktion und unserer Erfahrungen mit der Analyse und dem Bau von Leichtbau-Fahrzeugen, konnten wir auch die Struktur der Schwerter errechnen – diese Surfbrett-ähnliche Gestaltung erlaubt dem Boot, übers Wasser zu fliegen und hält es zugleich stabil, wenn es in rasanter Fahrt aus dem Wasser hoch steigt.” Jedes dieser Leichtbau-Schwerter muss ein Gewicht von 2.400 Kilogramm tragen können – das übertrifft das Gewicht eines neuen Land Rover Discovery. Damit ist ihre Funktion als Stabilisator für den Katamaran entscheidend. Tony Harper ergänzt: „Als britische Automarke an diesem Projekt beteiligt gewesen zu sein, war eine unglaubliche Erfahrung. Wir sind natürlich sehr stolz, dass wir Sir Ben Ainslie bei diesem legendären Rennen unterstützen können.” Martin Whitmarsh, Vorstandsvorsitzender von Land Rover BAR sagt: „Der Beitrag von Jaguar Land Rover zum endgültigen Design des Boots war für uns von enormer Bedeutung. Mit der Entwicklung der Beziehung für dieses innovative Projekt intensivierte sich auch ihr Engagement. „Der America´s Cup ist ein Rennen, das in seiner langen Geschichte gleichermaßen vom sportlichen Segeln und vom Design dieser Wettkampf-Yachten geprägt war. Die Boote von einst mit ihren Tauen und Bootswinden sind heute Hochtechnologieträger, die mit Geschwindigkeiten von fast 100 km/h förmlich aus dem Wasser fliegen. Für diese komplexe Herausforderung, die Höchstleistungen ermöglichen soll, braucht man innovativstes Ingenieurwissen und größte Expertise – genau hier können Fahrzeughersteller beim Design den entscheidenden Beitrag leisten, ähnlich wie in der Formel 1.” Sir Ben Ainslie ist begeistert: „Es war ein großer Moment, als unser Katamaran „Rita” vor Bermuda erstmals zu Wasser gelassen wurde. Der Stapellauf ist das Symbol der riesigen Bemühungen des ganzen Teams, um endlich wieder den America´s Cup nach Hause zu holen. Es ist einzigartig, „Rita” hier vor Bermuda im Wasser zu haben. Wir sind eigentlich ein Start-up: Wir mussten nicht nur das Boot bauen, sondern auch die Design- und Entwicklungsteams aufbauen sowie die Fertigungen und Prozesse entwickeln, um an diesen heutigen Zeitpunkt zu gelangen. Bis zum Start des Rennens Ende Mai sind es nur noch wenige Monate, deswegen haben wir noch ein hartes Stück Arbeit vor uns, um letzte Optimierungen und Tests mit dem Katamaran vorzunehmen. Nur so sind wir für dieses Rennen bereit.” Das Team hat weniger als vier Monate Zeit, um noch Nuancen des Designs zu verbessern, während die Crew sich in den Atlantik-Gewässern vor Bermuda auf die legendärste Regatta der Welt vorbereitet. Der America´s Cup beginnt am 26. Mai mit einer Qualifikationsrunde. Der Sieger steht Ende Juni fest. Hunderttausende Zuschauer werden live das Rennen auf Bermuda verfolgen, und noch mehr am Fernseher mitfiebern. Land Rover BAR muss sich gegen Teams aus den USA, Frankreich, Schweden, Neuseeland und Japan behaupten. Weitere Informationen und Fotos zur redaktionellen Nutzung erhalten Sie unter http://de.media.landrover.com

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Veröffentlicht am : 08.02.2017