Nord Stream Race

Cape Crow Yacht Club (Team Schweden) gewinnt die Stockholm-Etappe

Nach einer stürmischen Nacht mit Boots-geschwindigkeiten über 20 Knoten hat der Cape Crow Yacht Club (Team Schweden) heute Vormittag als verdienter Sieger die zweite Etappe des Nord Stream Race gewonnen.

Cape Crow Yacht Club (Team Schweden) führt die aktuelle Gesamtwertung an (Offshore- und Inshore-Races) Foto: Nord Stream Race/ Lars Wehrmann

Cape Crow Yacht Club (Team Schweden) führt die aktuelle Gesamtwertung an (Offshore- und Inshore-Races) Foto: Nord Stream Race/ Lars Wehrmann

Mit 420 Seemeilen war dies die längste und bislang härteste der vier Etappen der Ostsee-Langstreckenregatta von Kiel nach St. Petersburg. Sie verlief entlang der schwedischen Küste von Kopenhagen nach Stockholm. Zieleinlauf war beim Königlich Schwedischen Yacht Club (KSSS) in Saltsjöbaden, südlich von Stockholm.

Der Deutsche Touring Yacht-Club, der die erste Etappe von Kiel nach Kopenhagen für sich entscheiden konnte, hatte einen guten Start und führte die Flotte der fünf ClubSwan 50 in der erste Nacht auf der Route südlich von Schweden an. Später wurde er südlichen von Bornholm vom schwedischen Team überholt. Nachts um 1.30 Uhr riss dann bei den Deutschen der Gennaker, so dass das Team Schweden ungehindert davonziehen konnten.

Wie ein mini-Volvo Ocean Race
In der letzten Nacht hatten die Segler mit Windstärken bis zu 30 Knoten zu kämpfen. In der Dunkelheit mit Top-Speed über die Ostsee zu jagen, hat die Crews oft ans Limit gebracht. “Es kommt nicht oft vor, dass ich beim Segeln Angst bekomme, aber letzte Nacht war es soweit. Es war wie ein mini-Volvo Ocean Race,“ berichtete der erfahrende Offshore-Segler Martin Krite vom schwedischen Team, der 2011-12 das Round the world race gewonnen hat. “Ich stand am Heck und war wirklich sehr nervös.“

Top Speed beim Nord Stream Race
Bei achterlichem Wind haben die ClubSwan 50 Yachten unter Gennaker Höchstgeschwindigkeiten von 22 Knoten erreicht, und damit einen neuen Rekord beim Nord Stream Race gesetzt. Allerdings kam es dabei auch zu Problemen beim Bootshandling: “Bevor wir die schwedischen Schären erreichten, ist das Boot aus dem Ruder gelaufen und lag mehrere Minuten auf der Seite,” sagte Martin Krite vom siegreichen schwedischen Team. Zum Glück wurde niemand verletzt und es gab keine Schäden am Schiff.

Die Boote waren so schnell, dass die Teams schon einen Tag früher in Stockholm eintrafen, als ursprünglich von den Veranstaltern geplant.

Dadurch haben die Teams jetzt einen wohlverdienten Tag mehr, um sich im Grand Hotel Saltsjöbaden in Stockholm auszuruhen bevor es am 2. September auf der dritten Etappe weiter nach Helsinki geht.

Die Zeiten der 2. Etappe (420 Seemeilen) Kopenhagen - Stockholm:
1.Cape Crow Yacht Club (Team Sweden) – 43h 29m 09s
2.Frederikshavn Sejlklub (Team Denmark) – 44h 18m 34s
3.Nyländska Jaktklubben (Team Finland) – 44h 33m 32s
4.Lord of the Sail – Europe (Team Russia) – 44h 51m 27s
5.Deutscher Touring Yacht-Club (Team Germany) – 46h 13m 06s

Die besten Clubs der nationalen Segel-Ligen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Rußland segeln dieses Jahr beim neuaufgelegten Nord Stream Race gegeneinander. Die Teams der teilnehmenden Clubs gehen mit einer zehnköpfigen Crew auf brandneuen 15 Meter langen One-Design-Rennyachten ClubSwan 50 an den Start.

Sie können das Rennen hier verfolgen:
http://www.tractrac.com/web/event-page/event_20170822_NordStream/1139/

Das Nord Stream Race, eine Langstreckenregatta durch die Ostsee, wird seit 2012 vom russischen Saint Petersburg Yacht Club mit Unterstützung von Gazprom und der Nord Stream AG ausgerichtet. Die Rennstrecke ist 1.000 Seemeilen lang und verläuft entlang der Nord Stream Pipeline. Die Regatta verbindet so die baltischen Länder, Russland, Deutschland, Finnland, Schweden und Dänemark. Die Flotte besteht aus fünf ClubSwan 50 Yachten.

Unter dem Motto „Connecting Baltics through Sports“ führt die Langstrecken-Regatta vom 26. August bis 7. September von Kiel nach Saint Petersburg – mit Zwischenstopps in Kopenhagen, Stockholm und Helsinki.

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Veröffentlicht am : 31.08.2017