Für Monaco über den Atlantik

Boris Herrmann startet Transat Jacques Vabre

Hochseesegler Boris Herrmann packt die nächste große Herausforderung an: Am 5. November startet der 36-jährige Hamburger mit dem Open 60 „Malizia“ unter dem Stander des Yacht Club de Monaco (YCM) beim traditionellen Atlantikrennen Transat Jacques Vabre. Die 13. Auflage führt vom französischen Le Havre über 4,350 Seemeilen (mehr als 8.000 Kilometer) nach Salvador de Bahia in Brasilien.

Als Co-Skipper der Zweimann-Regatta kommt der Franzose Thomas Ruyant an Bord, da Herrmanns Segelkompagnon Pierre Casiraghi aus dem Fürstenhaus Monaco verhindert ist. „Das Transat Jacques Vabre ist ein prestigeträchtiger Klassiker, von dem ich schon lange geträumt habe“, so Herrmann, „und nun habe ich mit der ‚Malizia‘ endlich das richtige Schiff dafür und ein starkes Team dahinter.“ Der YCM mit seinem Vizepräsidenten Casiraghi unterstützt die Kampagne des Profis maßgeblich, der 2020 als erster Deutscher an der Vendée Globe solo nonstop um die Welt teilnehmen will. „Mit Thomas Ruyant steht ein erfahrener Ozeanrecke an meiner Seite. Zusammen werfen wir weit mehr als 100.000 Seemeilen in die Waagschale“, erklärte der dreimalige Weltumsegler. Ruyant hat die TJV schon dreimal absolviert und war zuletzt 2015 Vierter geworden. Auch die Vendée Globe liegt bereits einmal im Kielwasser des Manns aus Dünkirchen. Nach dem Erfolg der Regattapremiere beim Rolex Fastnet Race im August, als Boris Herrmann und Pierre Casiraghi Dritter von neun Yachten der IMOCA-Klasse wurden, geht es nun gegen zwölf Gegner. Die „Malizia“ gehört im Feld zu den Open 60 der neusten Generation, die mit Tragflächen (Foils) ausgestattet ist, und damit unter günstigen Windbedingungen aus dem Wasser gehoben wird, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Herrmann: „Wir optimieren das Boot ständig weiter und blicken gespannt auf diesen Langstreckenvergleich.“ Bei der Bekanntgabe der Teilnahme in Paris betonte Pierre Casiraghi die Bedeutung der Transat Jacques Vabre für die Vorbereitung des Teams mit Blick auf 2020. „Es ist enorm wichtig, dass wir bis zur Vendée Globe die internationalen Hochkaräter mitsegeln, um uns weiter zu verbessern“, sagte der Sohn von Prinzessin Caroline, der gerne selbst dabei gewesen wäre. „Und ich bin sehr stolz, dass die Farben des Yacht Club de Monaco erstmals bei dieser angesehenen Regatta vertreten sein werden.“

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