Transat Jacques Vabre

Boris Herrmann gleich in TJV-Spitzengruppe

Boris Herrmann und Thomas Ruyant haben sich gleich nach dem Start des Hochseesegelrennens Transat Jacques Vabre (TJV) in der Spitzengruppe festgesetzt. Der Hamburger Skipper und sein französischer Kompagnon gingen am Sonntag mit der gut 18 Meter langen „Malizia“ für den Yacht Club de Monaco (YCM) in Le Havre/Frankreich auf die Hatz nach Salvador de Bahia in Brasilien.

Foto: Jean-Marie Liot / ALeA

Foto: Jean-Marie Liot / ALeA

19,5 Stunden nach Beginn der 4.350 Seemeilen (mehr als 8.000 Kilometer) langen Kaffeeroute lag das Duo nur 3,5 Seemeilen hinter den Führenden auf Rang vier der IMOCA-Klasse. In knapp zwei Wochen werden die Sieger bereits im Ziel erwartet.
Eine frische bis starke Brise und meterhohe Wellen machten den Start des internationalen Regattaklassikers trotz strömenden Regens zu einem Spektakel. Einige tausend Zuschauer hatten sich aufgemacht, die 37 Boote in vier Klassen auf die Reise zu schicken. „Das ist Gänsehaut pur, ein großer Moment“, sagte Boris Herrmann kurz vor dem Ablegen im Hafen. Für die „Malizia“-Kampagne, die er mit Pierre Casiraghi aus dem Fürstenhaus Monaco mit dem Höhepunkt Vendée Globe 2020 angestoßen hat, ist es die erste große Transatlantik-Regatta.

„Und zum ersten Mal überhaupt ist der Yacht Club de Monaco bei diesem prestigeträchtigen Wettbewerb dabei“, freut sich Vizepräsident Casiraghi, der aufgrund beruflicher Verpflichtungen schweren Herzens auf die eigene Teilnahme verzichten musste. Der Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco fiebert in der Heimat am Computer mit, der übers Internet die aktuellen Positionen liefert (transatjacquesvabre.org/en/map-and-ranking). „Wir wollen bis zum 19. November im Ziel sein, denn das ist Nationalfeiertag in Monaco“, so der gebürtige Oldenburger Herrmann, „und am liebsten natürlich ganz vorne.“

Doch die Konkurrenz ist hart. Mehrere Führungswechsel in der ersten Nacht auf See waren Zeugnis der Leistungsdichte unter den 13 Open 60 der IMOCA-Klasse. Knapp vorne lagen am Montagmorgen Morgan Lagraviere und Eric Peron auf der „Des Voiles Et Vous!“ gefolgt von Paul Meilhat und Gwenole Gahinet mit der „SMA“ und der „St Michel -Virbac“ von Jean-Pierre Dick/Yann Elies (alle Frankreich). Aber auch der 36-jährige Deutsche hatte mit seinem erfahrenen Co-Skipper bis dahin schon mehrfach auf Podiumsplätzen gelegen.

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Veröffentlicht am : 06.11.2017