Transatlantik-Rennen

Boris Herrmann erreicht das Ziel des Transat Jacques Vabre auf Rang vier

Boris Herrmann Hoffnung auf einen Podiumsplatz bei der Transat Jacques Vabre hat sich nicht erfüllt. Der Hamburger erreichte das Ziel der Atlantik-Regatta mit seinem Partner Thomas Ruyant am Montagvormittag in der Imoca-Klasse als Vierter. Sieger des Rennens von Le Havre/Frankreich nach Salvador de Bahia/Brasilien gewannen Jean-Pierre Dick und Yann Eliès.

Nach Rang drei beim Rolex Fastnet Race segelte Boris Herrmann nun am Podium vorbei. Foto: Carlo Borlenghi-Rolex

Nach Rang drei beim Rolex Fastnet Race segelte Boris Herrmann nun am Podium vorbei. Foto: Carlo Borlenghi-Rolex

Dick und Eliès hatten das 4400 Seemeilen lange Rennen vom Start in Le Havre dominiert. Nach der Passage des Ärmelkanals zwischen Frankreich und Großbritanien hatte das Duo auf der „St Michel-Virpac“ den Weg weit hinaus auf den Atlantik gewählt und damit den entscheidenden Vorstoß gewagt. Nach dem Passieren der Inselgruppen von Madeira, den Kanaren und den Kapverden hatten die Verfolger kaum noch eine taktische Option, um das Spitzenduo anzugreifen. Und so manifestierte sich der Gesamtstand dicht unter der südamerikanischen Küste bis ins Ziel, das Dick/Eliès nach 13 Tagen, 7 Stunden, 36 Minuten und 46 Sekunden erreichten. Damit lagen sie rund sechseinhalb Stunden vor dem Team „SMA“ mit Paul Meilhat/Gwenole Gahinet. Auf Rang drei komplettierte „Des Voiles Et Vous“ mit Morgan Lagraviere/Eric Peron das Podium der Imoca-Klasse.

Mit einem Abstand von exakt 20 Stunden auf Rang drei lief schließlich die unter monegassischer Flagge segelnde „Malizia II“ mit Herrmann/Ruyant im brasilianischen Zielhafen ein. Damit konnte die "Malizia II" den Podiums-Erfolg vom Rolex fastnet Race nicht wiederholen. Das deutsch-französische Duo hatte während des Rennens, das vor allem in den ersten Tagen nicht mit Winden geizte, mit einigen Problemen zu kämpfen. So musste unterwegs der gerissene Code-Zero geflickt werden. Der Angriff auf Rang drei scheiterte schließlich, als die „Malizia II“ zu lange in der Schwachwind-Zone hängen blieb.

Vor den Imoca-Yachten hatten bereits in die Multihulls das Ziel erreicht. Die „Sodebo Ultim“ mit Thomas Coville/Jean-Luc Nelias war in weniger als acht Tagen in Salvadore de Bahia und hatte selbst die moderne „Maxi Edmond de Rothschild“ geschlagen. Bei den Multi 50 ging der Sieg an die „Arkema“ von Lalou Roucayrol/Alex Pella, die die 4400 Seemeilen in 10 Tagen und 19 Stunden absegelten. Noch auf dem Weg sind die Class 40, bei denen das Spitzentrio nur durch wenige Seemeilen getrennt ist.

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Veröffentlicht am : 20.11.2017