America's Cup

AC-Quintett legt Regelwerk bis 2021 fest

Fünf der aktuell sechs Teams, die im Mai/Juni um den America's Cup streiten, haben eine Vereinbarung geschlossen, die nach 2017 zwei weitere Auflagen für den Cup (2019, 2021) festlegen soll. Demnach wollen die fünf Teams (Emirates Team New Zealand hat sich noch nicht angeschlossen) den bisherigen Modus mit den AC45-Foiling-Kats in den Zwischenjahren fortsetzen, bevor es in den „echten“ Cup geht.

Jimmy Spithill (Oracle), Ben Ainslie (Land Rover BAR), Iain Percy (Artemis), Dean Barker (Soft Bank) und Franck Cammas (Groupama) sind sich einig, dass das neue Regelwerk die AC-Zukunft sichert. Foto: AC

Jimmy Spithill (Oracle), Ben Ainslie (Land Rover BAR), Iain Percy (Artemis), Dean Barker (Soft Bank) und Franck Cammas (Groupama) sind sich einig, dass das neue Regelwerk die AC-Zukunft sichert. Foto: AC

Mit diesem Schritt wollen die Teams die Zukunft absichern, da es Planungsischerheit für die bestehenden Teams, aber auch Neueinsteiger gibt. Bisher war es so, dass der Titelverteidiger den Veranstaltungsort des kommenden Cup festlegte, der erste Herausforderer über die zu segelnde Klasse bestimmte. „Die ist ein höchst entscheidender Moment für den America's Cup“, sagte Russell Coutts, der fünfmalige Cup-Gewinner und CEO der America’s Cup Event Authority. „Zum ersten Mal in der 165-jährigen Geschichte des Cup haben sich die Teams nicht nur um ihr eigenes Wohl, sondern um das des America's Cup gekümmert.“

„Menschen, die in den Cup einsteigen wollen, wissen nun, wie viel es kosten wird und welche Art von Booten sie bauen müssen – und dass das Regelwerk nicht verändert werden kann“, sagte Larry Ellison, der Team-Gründer des Titelverteidigers Oracle Team USA, der den Cup in das Foiling-Zeitalter geführt hat. „Sie können nun planen, ein Boot bauen und ein Team aufbauen und am Cup für ihr Land teilnehmen.“

Die fünf Teams – Oracle Team USA, Land Rover BAR, Artemis Racing, Soft Bank Japan und Groupama Team France – berichteten von der Übereinkunft bei einer Pressekonferenz im House of Garrard in London. „Heute haben wir eine Rahmenvereinbarung getroffen, die das Format der beiden kommenden America's-Cup-Perioden festlegt“, erklärte Martin Whitmarsh, CEO von Herausforderer Land Rover BAR. Diese Vereinbarung soll mit der Stiftungsurkunde des Cups rechtlich in Einklang stehen. Gleichwohl hat sich das Emirates Team New Zealand dieser Vereinbarung noch nicht angeschlossen. Die Hoffnung der fünf Unterzeichner ist aber groß, dass die Neuseeländer noch dazustoßen werden. Die Gespräche werden geführt.

Nach der Vereinbarung wird in dem zweijährigen AC-Zyklus des 36. Cups zunächst die America's Cup World Series (ACWS) auf den bereits bekannten AC45-Katamaranen gesegelt. Im zweiten Jahr wechseln die Teams dann auf die America's Cup Class. Diese sollen den aktuellen Booten, die im Mai/Juni vor Bermudas eingesetzt werden ähneln. Allerdings sollen einige Modifikationen dazu führen, dass die Boote in einer Wind-Range von 4 bis 26 Knoten eingesetzt werden können. Nach dem Wechsel auf die Cup-Boote wird es keine Rennen auf den AC45-Kats mehr geben. Die Erwartung ist, dass es für den 37. Cup nur noch Boote der ACC-Klasse geben wird. Damit sollen die Kosten für eine Teilnahme auf rund 35 bis 40 Millionen Dollar beschränkt werden.

Wie beurteilen Sie die Wetterlage nach diesem Artikel?


Flaute
 
Brise
 
Böe
 
Sturm
 
Orkan
 
Regatta Alle Artikel
test

Alinghi vor Land Rover BAR Academy

Alinghi und Land Rover BAR Academy haben am Donnerstag zum Auftakt des vorletzten Acts der 2017 Extreme Sailing Series™ im US-amerikanischen San Diego Stärke demonstriert.

Veröffentlicht am : 26.01.2017