Multihull Forum zur boot bietet Informationen vom Strand- bis zum Fahrtenkatamaran

Zwischen Highspeed und Weltumseglung

Egal ob mit dem pfeilschnellen GC-32 Foiling Kat auf der Regattabahn oder etwas ruhiger über die Weltmeere: Im Multihull Forum zur boot treffen sich die Persönlichkeiten des Multihull-Segelns. In Halle 15 finden die Fans des Segelsports auf mehreren Rümpfen ihr Forum. Und es präsentiert sich noch größer als im vergangenen Jahr.

Andreas Gabriel und Lars Simonsen schwimmen auf einer Wellenlänge und machten sich jeweils mit segelnden Kajaks auf den Weg ins Mittelmeer. Foto: Point of Sailing

Andreas Gabriel und Lars Simonsen schwimmen auf einer Wellenlänge und machten sich jeweils mit segelnden Kajaks auf den Weg ins Mittelmeer. Foto: Point of Sailing

Das Potenzial der Mehrrumpfboote scheint unerschöpflich. Die lebendige Kultur der Strandkatamarane bietet den perfekten Einstieg, das komfortable Cruisen auf zwei oder drei Kufen macht Lust auf mehr, und die Profis fliegen auf Foils an der Grenze des physisch Machbaren. Diese Themenvielfalt vereint das Multihull Forum und lässt die Besucher die Faszination Mehrrumpfboote erleben.

Die ausstellenden Klassenvereinigungen stehen im Forum mit ihren Exponaten dem Publikum für alle Fragen zur Verfügung. Auf der Bühne führt das erfahrene Moderatoren-Trio, bestehend aus Noemi Niestrath, Andreas Kling und Wolfgang Sorg, durch das spannende Programm, das sowohl umfangreiche Beratung, wertvolle Tipps und Tricks für Einsteiger und Profis, als auch Berichte aus aller Welt umfasst. Wochentags von 12 Uhr bis 16:30 Uhr und am Wochenende von 11 Uhr bis 16:30 Uhr bekommen Besucher packende Erzählungen, atemberaubende Bilder und ehrliche Antworten für ein eigenes Abenteuer auf mehreren Rümpfen.

In vier Jahren um die Welt Nach viereinhalb Jahren auf See und rund 45.000 Seemeilen ist Mareike Guhr wieder da: Die 48-jährige Weltumseglerin aus Hamburg beendete ihre Weltumsegelung mit dem Katamaran „La Medianoche“ im September in Hamburgs Cityhafen. Die Bilanz ihrer Reise und prägende Erlebnisse bringt die sympathische Hamburgerin mit auf die Bühne und lädt die Besucher des Multihull Forums mit ihren exotischen Reisebildern von türkisblauem Wasser und Strand umsäumten Inseln zum Träumen ein. Mareike Guhr ist somit eine der wenigen Frauen, die eigenverantwortlich um die Welt gesegelt ist.

Tour mit Kajaks und Kids Wie viele Kinder wünschen es sich, einfach mal am Strand zu zelten, Abenteuer und Sommerferien zu erleben, die niemals enden. Was in vielen Büchern Sehnsüchte weckt und schöne Träume herbeiführt, ist für die fünf und sechs Jahre alten Kinder Tiuri und Livia Wirklichkeit geworden: Zwei Hobie Tandem Island dienten den Eltern Lars und Suzi Simonsen als fahrbarer Untersatz, der sie rund 7.000 km von Amsterdam nach Istanbul trug. Zu den schönsten Erlebnissen gehörten Nachtlager an Stränden oder in unberührter Natur unter dem klaren Sternenhimmel sowie Flamingos und Delfine, die der Familie im Mittelmeer begegneten. Die Zuschauer erwartet eine Geschichte, die inspiriert und animiert. Das Schiff, mit dem diese Reise unternommen wurde, kann im Multihull Forum in Augenschein genommen werden.

Unternehmen Rapa Nui Er hat es schon wieder getan! Unzählige Abenteuer hat der Weltumsegler Burkhard Pieske in seinen Büchern schon festgehalten und eine Menge Zuschauer bei Bühnenauftritten in den Bann seiner Geschichten gezogen und mit dem Fernweh angesteckt. Jetzt wird der experimentierfreudige Weltenbummler über seine erste Reise mit der Proa „Ana-Varu“ berichten, mit der er die einstige Völkerwanderungsroute von Taiwan vor der Südostküste Chinas über Guam und Tonga bis hin zu den abgelegenen Osterinseln im Südostpazifik entlangsegelte. Das elf Meter lange Auslegerboot ist ausgestattet wie vor 3.000 Jahren und hatte auf den 2.500 Meilen mit einigen Unruhen zu kämpfen, und doch erreichten Burkhard und sein Mitsegler und Freund Chamoru Nash, Ureinwohner der Marianen Inseln, ihr Ziel. Die Expedition sollte seine Anerkennung und Achtung vor der dort herrschenden Kultur und insbesondere der Schiffsbaukunst ausdrücken, die schon damals als fortschrittlich galt.

Die Reise zu sich selbst Der sympathische Nordfriese Andreas Gabriel legte alleine und ohne einen Cent Geld zum Start mit einem selbstgebauten Kajakmaran 15.000 Kilometer in drei Etappen zurück. Die Erzählungen über die Reise zu sich selbst sind ebenso humorvoll wie mitreißend und handeln von dem kleinen Boot auf dem großen Meer, dem Schließen neuer Freundschaften, der Liebe und der Wut zwischen „dem Mann und dem Meer“, der Gastfreundschaft und dem, worauf es im Leben wirklich ankommt.

__Fliegen auf dem GC 32 __ Um nicht nur das Fernweh und die Sehnsucht zu schüren, sondern auch den Wettkampfgeist zu wecken, werden Regattasegler der Weltspitze die Besucher begeistern. Am ersten boot-Wochenende wird der dänische Steuermann vom SAP Team der Extrem Sailing Series, Jes Gram Hansen, von seinen Erfahrungen berichten. Der Spitzensportler ist seit über vier Jahren auf der Position etabliert und konnte schon einige Erfolge verbuchen. Besonders interessant werden die Berichte und Impressionen über die neuen ultraleichten Foiling-Cats sein, die Geschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten erreichen.

Das Magenta Projekt Am zweiten Wochenende der boot kommt Farbe ins Spiel. Die Profiseglerin Abby Ehler, unter anderem bekannt durch ihre Teilnahme am Volvo Ocean Race im SCA Team, wird “The Magenta Project” vorstellen. Als Marketing- und PR-Direktorin unterstützt sie die Initiative, durch die Frauen an die von Männern dominierte Welt des Profisegelns heran geführt werden. Verschiedene Teams, die sich aus diesem Projekt ergeben, oder in Kooperation mit dem Projekt entstanden sind, segeln inzwischen auf den Weltmeeren und das nicht nur auf einem Rumpf. In Bermuda
segelt das Team Magenta 32 auf M32-Katamaranen und auch vor den foilenden GC32 schrecken die Frauen nicht zurück. Unter anderem plant das Partner-Team Thalassa Magenta Racing, an der Extrem Sailing Series 2017 teilzunehmen. Unterstützt wird Abby von ihrem Ehemann und Vater ihres vierjährigen Sohnes, Thomas Ehler. Er ist ebenfalls erfolgreicher Profisegler und Teil der Shore-Crew beim America’s Cup.
Trimm-Tipps vom Profi Es ist ein imposantes Bild: Zwei Kufen, die über die Wellen rasen, Segler, die weit rausgelehnt im Trapez hängen und beeindruckende Manöver auf dem Schiff. Wenn der Katamaran dann noch aus dem Wasser steigt und zu foilen beginnt, hat jeder Segler nur noch einen Gedanken: Das will ich auch! Profisegler Helge Sach verrät, wie der Einstieg in den Multihull-Sport gelingt, wie man die Mehrrümpfer richtig trimmt und wie das foilen funktioniert.

Strandkat und Luxuskreuzer Aus dem Bereich der Strandkatamarane werden die Klassenvereinigungen A-Cat, Hobie 14, Nacra 15 und Topcat erwartet. Die Segler-Zeitung als Medienpartner des Multihull Forums unterstützt die Klassenvereinigungen vor Ort mit Roll-Ups, auf denen die wichtigsten Informationen über die Kat-Typen für die Besucher zusammengefasst werden. Wer mehr den Luxus sucht, findet in direkter Nachbarschaft bei den Ausstellern der Kreuzerkatamarane in Halle 15 eine große Auswahl an Mehrrumpf-Yachten.

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Veröffentlicht am : 13.01.2017