Verbandstag

SVMV mit starker Stellung im LSB Mecklenburg-Vorpommern

Der Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern präsentierte sich auf seinem Verbandstag in Schwerin bestens aufgestellt – sportlich sowie finanziell. In einer konzentriert durchgeführten Tagung bekam der SVMV viel Lob von den Vertretern der Politik und Sportpolitik und legte einen Finanzbericht der vergangenen zwei Jahre vor, der in 2015 ein deutliches Plus und in 2016 ein leichtes Minus auswies.

Der Vorstand des SVMV konnte eine starke Bilanz vorlegen. Foto: ra

Der Vorstand des SVMV konnte eine starke Bilanz vorlegen. Foto: ra

Darauf basierend wurde ein ausgeglichener Finanzplan für 2017/18 erstellt, der bei den Einnahmen zurückhaltend und bei den Ausgaben zwischen den Vorjahren kalkuliert ist.

Der SVMV tagte zu seinem 15. Seglertag mit den Delegierten, die 33 Vereine und 103 Stimmen vertraten, beim Schweriner SV, dessen 1. Vorsitzender Stephan Sollberg es als große Ehre ansah, den Seglertag am Ufer eines der „schönsten Segelreviere Deutschlands“ ausrichten zu können. Sollberg betonte wie auch der Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum, die besondere Bedeutung der Lage Schwerins am Wasser. „Wir möchten die Infrastruktur am See für den Wassertourismus weiterentwickeln“, sagte Nottebaum und verwies auf die rund 50 Regatten jährlich auf dem See, die vor einer fantastischen Kulisse ausgetragen würden und Schwerin bundesweit in die Medien bringen würde. Diese Kulisse gelte es zu erhalten, denn 2022 möchte Schwerin gern in die Liste der Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen werden. Die sportliche Stellung des Segelsports innerhalb des Landes hatte Andreas Bluhm, Präsident des Landessportbundes MV, im Blick: „Ihr seid als Fachverband ein ganz wichtiger Pfeiler für den LSB“, sagte Bluhm und verwies darauf, dass die neuen Leistungssportanforderungen des DOSB nicht spurlos an den Verbänden vorbeigehen würden. Daher sei eine solide Nachwuchsförderung wichtig, die schließlich in die Leistungssportförderung münden würde.

Und der SVMV kann in der Förderung auf große Erfolge in den vergangenen Jahren zurückblicken. Allein im vergangenen Jahr wurde 27 Segler bei den Teilnahmen an Welt- und Europameisterschaften sowie bei der Anschaffung von Segel-Equipment mit einer Gesamtsumme von 15.950 Euro unterstützt, was einem Anstieg von rund 50% gegenüber 2015 entsprach. Im Landeskader segelten 2016 insgesamt 34 Sportler in sechs Bootsklassen. Die Liste der Erfolge wies 32 Podiumsplätze bei Meisterschaften auf nationaler, europäischer oder globaler Ebene für Segler aus Vereinen des SVMV aus.

Damit ist der SVMV auch ein wichtiger Pfeiler für den Deutschen Segler-Verband, dessen Generalsekretär Goetz-Ulf Jungmichel zum Seglertag gekommen war und in seiner Begrüßungsrede von den großen Herausforderungen des DSV sprach. Nachdem der Verband die Zusammenarbeit mit der Konzeptwerft GmbH beendet hat, liegt das Thema Leistungssport wieder ausschließlich in den Händen des DSV, der seine Nationalmannschaft nun unter dem Titel German Sailing Team bündelt. Der vom DSV neu aufgebaute Standort Kiel werde von den Sportlern gut angenommen, so Jungmichel. Nach einem Jahr im Amt zog der Generalsekretär eine gute Bilanz bei der Umstrukturierung des DSV zu einem Service-Verband. Auf dem Weg zum DSV 2.0 habe man aber noch viel zu lernen, müsse in einem grundlegenden Prozess die Satzung anpassen. Jungmichel sagte den Delegierten des Seglertags des SVMV zu, einen offenen Dialog zu führen: „Wenn Sie etwas auf dem Herzen haben, sprechen Sie uns an. Dafür sind wir da.“

Zum Rücktritt von Andreas Lochbrunner als DSV-Präsident vor rund zwei Wochen sagte Bodo Bartmann als SVMV-Vorsitzender, dass man nur Höchstleistungen bringen könne, wenn alle füreinander da sind. Dieses Vertrauen sei zwischen dem Präsidium und dem Präsidenten zuletzt nicht mehr da gewesen. Deshalb sei der Rücktritt die einzig richtige Entscheidung gewesen, so Bartmann. Als Mitglied im Seglerrat werde er daran mitwirken, dass die Situation überwunden werde.

In seinem Bericht hob Bartmann vor allem den Stellenwert des Breitensports hervor, der in den Vereinen weit über den reinen Segelsport hinausgehe. Mittelpunkt der Verbandsarbeit sei aber das organisierte Fahrten- und Regattasegeln. Über 120 Regatten weist der Kalender des SVMV aus, darunter diverse Meisterschaften und natürlich die Großveranstaltungen der Warnemünder Woche und der Stralsunder Woche. Im SVMV sind derzeit rund 7.500 Mitglieder organisiert, davon rund 700 Jugendliche und 650 Kinder.

Der Finanzbericht von Schatzmeisterin Felicitas Vorbeck für 2015/16 wurde von der Versammlung genehmigt und der Vorstand entlastet. In 2015 standen Einnahmen von 214.746 Euro Ausgaben in Höhe von 182.457 Euro gegenüber. Mit einem Plus von 32.288 Euro war das leicht negative Ergebnis von 2016 (minus 4.811 Euro) gut zu verkraften. Im vergangenen Jahr nahm der SVMV 234.858 Euro ein und gab 239.670 Euro aus. Die größten Einnahmeposten sind neben den Mitgliedsbeiträgen die Zuschüsse aus dem LSB, Sponsoren-Einnahmen sowie der Eigenanteil der Sportler an den Leistungssportmaßnahmen. Im Gegenzug wird da Gros der Ausgaben für den Leistungssport getätigt. Diese Aufteilung wird auch in 2017/18 so bleiben. Dabei wird jeweils mit einem ausgeglichenen Haushalt von 212.000 Euro kalkuliert.

Bei den Wahlen gab es in allen Fällen Ergebnisse mit deutlicher Mehrheit bzw. Einstimmigkeit. Es wurden in ihren Ämtern bestätigt:

Stellvertreter Breitensport: Jörn Etzold

Schatzmeisterin: Felicitas Vorbeck

neu gewählt wurden:

Vorsitzender Ehrenrat: Detlef Bendt (er übernahm das Amt des ausgeschiedenen Dieter Goldschmidt)

Mitglied des Ehrenrates: Reinhold Plessentin

Kassenprüfer: Helmut Resing-Wörmer, Ekkehard Soldat

Bei seinem letzten Seglertag in der Funktion als Ehrenrats-Vorsitzender konnte Dieter Goldschmidt diese Segler ehren:

Ehrennadel in Gold: Olaf Erdmann, Heiko Mennenga, Helmut Carda, Egbert Swensson, Claus Thymian, Johann Ruickoldt, André Budzien

Ehrennadel in Silber: Renate Dressel, Lothar Rode, Hansi Kühl, Manfred Wegener, Ingeborg Krinke, Claudio Krinke

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Veröffentlicht am : 28.03.2017