Personalie

Segellegende Paul Elvstrøm im Alter von 88 Jahren verstorben

Paul Elvstrøm ist verstorben. Der viermalige Olympiasieger schlief friedlich in seinem Geburtsort im dänischen Hellerup ein, berichtete seine Familie. Paul Elvstrøm prägte den Segelsport wie nur wenige. Zwischen 1948 und 1988 nahm er achtmal an Olympia teil, gewann vier Goldmedaillen, war als Tüftler für Neuerungen bekannt, arbeitete als Bootsdesigner und gründete die Segelmacherei Elvstrøm Sails.

Mit seiner Tochter Trine nahm Elvstrøm im Tornado an den Olympischen Spielen teil. Foto: Elvstrøm

Mit seiner Tochter Trine nahm Elvstrøm im Tornado an den Olympischen Spielen teil. Foto: Elvstrøm

Paul Elvstrøm ist vielleicht der bekannteste Name im Segelsport. Der gelernte Maurer begann seine Olympische Karriere 1948, als er im Firefly vor Torquay/England die Goldmedaille gewann. Es folgten in Serie drei weitere Goldmedaillen im Finn bei den Spielen 1952 (Helsinki/Finnland), 1956 (Melbourne/Australien) und 1960 (Rom/Italien). Später segelte Elvstrøm Starboot, Soling und schließlich Tornado mit seiner Tochter Trine. In acht Klassen gewann er insgesamt 13 WM-Titel.

Auch in Deutschland feierte die dänische Segellegende große Erfolge: 1966 wurde er vor Kiel Weltmeister im Starboot, 1985 segelte er vor Travemünde bei der Tornado-Weltmeisterschaft auf Platz drei.

Elvstrøm war aber nicht nur ein herausragender Segler, sondern auch ein Tüftler und Taktiker. So stammt die Idee des Ausreitgurts von ihm. Zudem entwickelte er eine Hängebank, um die Muskulatur entsprechend zu trainieren. Außerdem entstammen der Selbstlenzer, der Knarrblock und die Regatta-Weste seiner Ideenschmiede. Er schrieb Bücher über Taktik und Interpretationen des Regelwerks.

Ab 1953 begann er zunächst im Keller in seiner Heimat in Hellerup Segel zu bauen. Aus Elvstrøm Dinghy Sails wurde später die weltweit bekannte Segelmacherei Elvstrøm Sails. Außerdem designte Elvstrøm mehrere Jollen und Kielboote.

Paul Elvstrøm war in seiner dänischen Heimat hoch geehrt. 1985 wurde ihm der dänische Ritterorden verliehen, eine Auszeichnung, die vor ihm noch kein Sportler erhalten hatte. Er wurde 2007 in die Hall of Fame des dänischen Sports aufgenommen. Elvstrøm hinterlässt vier Kinder, neun Enkel und zwei Urenkel.

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