SeaHelp

Rettung in letzter Minute

Zwei dramatische Einsätze, die die üblichen Ausmaße der technischen Pannenhilfe auf See deutlich übersteigen, fuhren die Einsatzkräfte von SeaHelp an der kroatischen Küste.

Entschlossenes Handeln und die gute Kooperation der SeaHelp Einsatzkräfte mit den Rettungsdiensten und Institutionen an Land rettete zwei Wassersportlern das Leben.

Entschlossenes Handeln und die gute Kooperation der SeaHelp Einsatzkräfte mit den Rettungsdiensten und Institutionen an Land rettete zwei Wassersportlern das Leben.

SeaHelp Mali Losinj: Schwimmer von Boot überfahren – gerettet!

Da war wohl gleich ein ganzes Heer an Schutzengeln am Werk: Ein Schwimmer wurde in der circa 300 Meter breiten Passage zwischen den Inseln Zabodarski und Losinj von einem Motorboot überfahren und dabei lebensgefährlich verletzt. Zufällig beobachtete die zweiköpfige Besatzung eines Segelbootes den Vorfall, eilte zur Hilfe und zog den stark blutenden Verletzten aus dem Wasser. Keine Sekunde zu früh, denn er war bereits in Begriff, unterzugehen.

Kurz darauf passierte zufällig das in Mali Losinj stationierte SeaHelp-Einsatzboot unter der erfahrenen Leitung von Stanko Kovacevic sowie seinen Mitarbeitern Kristian Nikolic und Leon Benvin den Havarieort auf dem Weg zu einem Schlepp-Einsatz das Segelboot mit dem Verletzten an Bord. Die Besatzung des Segelschiffes machte durch Gestikulieren und starke Hilferufe auf sich aufmerksam, Stanko Kovacevic dreht bei. An Bord des Seglers leisteten er und sein Partner zunächst erste Hilfe und versuchten, die heftigen Blutungen notdürftig zu stoppen. Da beiden sofort klar war, dass der lebensgefährlich Verletzte, der zu verbluten drohte, an Bord des Seglers nicht mehr rechtzeitig den Hafen erreichen würde, lagerten sie ihn auf das SeaHelp-Einsatzboot um und beförderten ihn zur Uferpromenade Mali Losinj. Im Wettlauf mit der Zeit machte sich die außerordentlich starke Motorisierung der SeaHelp-Einsatzboote ebenso bemerkbar wie das Hand-in-Hand-Arbeiten des Pannendienstes mit den zuständigen kroatischen Behörden und Institutionen wie auch SAR. An der Uferpromenade warteten bereits ein Notarzt sowie ein Rettungsteam und ein Rettungshubschrauber, der den Verletzten in Krankenhaus Rijeka transportierte, wo er sofort notoperiert wurde.

Wie das Krankenhaus mittlerweile bekannt gab, befindet sich der schwer verletzte Skipper nicht mehr in Lebensgefahr. Fest steht allerdings: Wäre SeaHelp nicht vor Ort gewesen und den Skipper nicht auf dem SeaHelp-Einsatzboot schnellstens nach Losinj transportiert, wäre er sicherlich an Bord des erstaufnehmenden Seglers verblutet. Nur durch das umsichtige, entschlossene Handeln von Stanko Kovacevic und seinem Team konnte das Leben gerettet werden.

Der Skipper des Motorbootes war nach ersten Aussagen viel zu schnell unterwegs. Im Kanal gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 5 Knoten, die er wohl erheblich überschritten hatte. Außerdem setzte er nach der Havarie seine Fahrt fort, ohne sich um das Opfer zu kümmern. Die Polizei ermittelt derzeit den genauen Unfallhergang und fahndet nach dem flüchtigen Skipper, dem eine empfindliche Strafe droht. SeaHelp weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass es unerlässlich ist, sich auf dem Wasser mit angepasster Geschwindigkeit zu bewegen und generell „auf Sicht“ zu fahren.

Schiffbruch: Schwerverletzter vor Tijat gerettet

Anfang Juli sorgte plötzlich auftretender Tramontana in den Nachmittagsstunden für einige SeaHelp-Einsätze in in der Region um Vodice/Tribunj. Ein slowakischer Eigner eines Neun-Meter-Segelbootes hatte Auswirkungen des böig auftretenden Nordwindes offensichtlich unterschätzt, zumal er Wellen von bis zu zwei Metern Höhe im Gepäck hatte. Der Anker, den er westlich der Insel Tijat geworfen hatte, verlor seinen Halt. Er rief SAR um Hilfe, die den Notruf an SeaHelp weiterleiteten.

Inzwischen trieb das Boot in rauer See auf den unbewohnten Strand der dalmatinischen Insel zu, fast vier Kilometer abseits jeglicher Behausung. Bei dem verzweifelten Versuch, es von den scharfkantigen Felsen fernzuhalten, geriet der Skipper mit seinem Bein zwischen Felsen und Schiffsrumpf. Dabei zog er sich schwere Quetschungen und Schürfwunden zu.

Als das SeaHelp-Einsatzboot schon wenige Minuten nach Eingang des Notrufes in der SeaHelp-Einsatzzentrale vor Ort war, fanden sie zwar kein Boot, aber eine verzweifelt gestikulierende Person vor. Schnell war den Einsatzkräften klar, dass es sich hierbei um den Schiffbrüchigen handeln musste, dem der Notruf eigentlich galt. SeaHelp-Mitarbeiter Luka Novakovic nahm ein Seil und schwamm zu dem Verletzten, der es irgendwie geschafft hatte, den Felsen zu verlassen. Bei stürmischer See und zwei Meter hohen Wellen musste er dabei seine ganze Kraft und sein schwimmerisches Können aufbieten. Der zweite SeaHelp-Mitarbeiter, Denis Srdarev, übernahm derweil an Bord die Sicherung und sorgte dafür, dass beide sicher das Einsatzboot erreichen konnten. Ein Anlegen war auf Grund des Wellengangs und der im Uferbereich geringen Wassertiefe nicht möglich.

An Bord leisteten die beiden Einsatzkräfte zunächst erste Hilfe und verständigten dann den Notarzt, der beim Eintreffen in Vodice bereits am Hafen wartete. Per Rettungswagen ging es für den schwer verletzten Skipper von da aus weiter ins Krankenhaus.

Vom havarierten Segelboot fehlt derzeit noch jede Spur. Es wird vermutet, dass es letztlich an den scharfen Felsen Leck geschlagen und gesunken ist. Die Suche nach dem 9-Meter-Boot, auf dem sich keine weiteren Personen befunden haben sollen, hält an.

Vor diesem Hintergrund weist SeaHelp nochmals darauf hin, wie wichtig die Nutzung der SeaHelp-App für Smartphones gerade in Notsituationen sein kann. Darüber lassen sich nicht nur die mittlerweile verstärkt genutzten Wettermeldungen per Push-Nachricht empfangen, sondern auch in Notfällen Hilferufe schnell und unkompliziert absetzen.

http://www.sea-help.eu

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Veröffentlicht am : 08.07.2017