Weltumsegelung

Mareike Guhr mit Trans-Ocean Preis geehrt

Mareike Guhr hat die höchste Auszeichnung für Hochseesegler bekommen. In Cuxhaven erhielt die Hamburgerin am Wochenende für ihre viereinhalbjährige Weltumseglung den Trans-Ocean Preis. Die 48-Jährige hat mit dem Katamaran „La Medianoche“ 37 Länder sowie 143 Inseln besucht und dabei 45.000 Seemeilen zurückgelegt.

Wilfried Erdmann überreicht Mareike Guhr den TO-Preis. Foto Thomas Sassen

Wilfried Erdmann überreicht Mareike Guhr den TO-Preis. Foto Thomas Sassen

Als alleinverantwortliche Skipperin, eine Seltenheit auf hoher See, hatte sie insgesamt 140 Gäste an Bord. Ende September machte Guhr wieder in Hamburg fest.

„Ich fühle mich sehr geehrt und bin unheimlich stolz auf diese Auszeichnung“, sagte Mareike Guhr bei der Festveranstaltung der Vereins Trans-Ocean in den Hapag-Hallen. Nun wird die außergewöhnliche Seglerin endgültig in einem Atemzug mit den großen deutschen Hochseeabenteurern genannt. Sie erhielt den hochdekorierten Preis, eine Weltkugel, aus den Händen von Wilfried Erdmann, einem Pionier der Szene, der sie vor Jahren persönlich motiviert hatte, diese Herausforderung anzugehen.

„Mareike Guhr hat mit ihrer außergewöhnlichen Reise gezeigt, wie Träume zu erfüllen sind, auch wenn sie anfangs unerreichbar scheinen“, lobte TO-Vorsitzender Martin Birkhoff im Namen der Jury. Dabei habe die Preisträgerin einen unkonventionellen Weg entdeckt, ein solches Segelabenteuer „zu stemmen“, denn sie sei nicht auf eigenem Kiel unterwegs gewesen, sondern habe sich den Katamaran für diese einzigartige Reise ausgeliehen.

Zu den schönsten Momenten ihres langen Törns gehörte die Ankunft auf den Marquesas – nach 18 Tagen auf See endlich in der Südsee – und genauso das Einlaufen im Hafen von Sydney. Doch erinnert sie sich auch an schlimme Augenblicke wie einen heftigen Sturm vor Anker in dem kleinen Atoll Cocos Keeling oder die Nacht in Fakarava im Südsee-Archipel der Tuamotus. Dort zerschellte ein holländisches Schiff keine 300 Meter von ihr entfernt auf einem Riff.

Für die Preisträgerin selbst waren aber nicht allein die Traumreviere rund um den Globus wichtig. Ihr kam es immer auch auf den Kontakt zu den Einheimischen an, mit denen sie unvergessliche Erlebnisse teilt. Mehr noch: Auch direkte, unbürokratische Unterstützung leistete Mareike Guhr durch den Transport von Hilfsgütern. Das von einem Hurrikan und von einem Erdbeben betroffene Haiti liegt ihr dabei besonders am Herzen.

Die Crème de la Crème der Weltumsegler zollte Mareike Guhr dafür Anerkennung und gab lang anhaltenden Applaus. Neben Wilfried Erdmann und seiner Frau Astrid verliehen weitere TO-Preisträger, unter ihnen Wolfgang Quix sowie Heide und Erich Wilts, der Veranstaltung durch ihre Teilnahme einen bedeutsamen Rahmen. Der Trans-Ocean Preis wird für die seglerisch am höchsten einzuschätzende Fahrt vergeben, die in den zwölf Monaten vor der Preisvergabe beendet wurde. Von ihrem Törn wird Mareike Guhr in zahlreichen Vorträgen vielerorts live berichten. Im Frühjahr soll ein Buch darüber erscheinen.

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