Verein des Jahres

Jugendarbeit von der Jugend für die Jugend

Mit der Baltischen Segler-Vereinigung (BSV) aus Hamburg wird in diesem Jahr für den Bereich Segeln ein Club zum Verein des Jahres ernannt, der die Jugendarbeit wahrlich von der Basis aus betreibt. Denn bei der BSV sind die Jugendlichen in entscheidendem Maße selbst in das Geschehen integriert. Jugendarbeit von der Jugend für die Jugend – so kann das Motto der BSV umschrieben werden.

Freude herrschte bei der Jugend der Baltischen SV, als sie im Beisein der Preisgeber und der Jury den Trainingsopti für ihren Sieg beim Wettbewerb „Verein des Jahres“ entgegennehmen durften. Foto: Marina Könitzer

Freude herrschte bei der Jugend der Baltischen SV, als sie im Beisein der Preisgeber und der Jury den Trainingsopti für ihren Sieg beim Wettbewerb „Verein des Jahres“ entgegennehmen durften. Foto: Marina Könitzer

Im Rahmen der hanseboot, der 58. Internationalen Bootsmesse in Hamburg, wurde der Verein ausgezeichnet und durfte einen neuen Trainings-Optimisten als Siegerprämie mitnehmen.

Beheimatet ist die Baltische Segler-Vereinigung Hamburg im Sporthafen Moorfleeter Deich, und so bildet die Dove-Elbe das Trainingsrevier für die verschiedenen Segelgruppen des Traditionsvereins, dessen Ursprung fünf Vereine im Baltikum bilden und dessen Wurzeln rund 125 Jahre zurückreichen. Der Bootspark der Hamburger Jugend umfasst sowohl Boote in Vereins- als auch in Privateigentum und erstreckt sich über Optis, Laser, 420er, 29er und einen Robinson, einen „Doppel-Opti“.

Die Basis der Jugendarbeit bilden die beiden Opti-Gruppen sowie die Jollenabteilung, wobei die Trainer oftmals selbst noch im Jugendalter sind und damit die Sprache des jungen Nachwuchses sprechen und den Segelsport perfekt vermitteln können. So wird die Anfängergruppe, die sich nach den Sommerferien gebildet hat, von drei Jugendlichen trainiert. Im Wesentlichen geht es hier darum, beim wöchentlichen Treffen den Spaß am Wassersport zu erfahren. Daher steigen die Ausbilder auch gern mit in den Opti und nehmen so von Anfang an jede Angst vor kritischen Situationen. Die nächsten Schritte werden dann im Theorieunterricht im Winter gegangen.

Die Fortgeschrittenen werden durch den Jugendwart des Vereins geschult – und das nicht nur auf dem Heimatrevier, sondern auch auf Regatten, an denen die BSV-Segler mit viel Engagement teilnehmen und bei denen sie auch schon einige Erfolge eingefahren haben.

Für die Jugend der BSV ist in diesem Frühjahr ein neues Zeitalter in der Gestaltung der Freizeit auf dem Vereinsgelände angebrochen. Der Verein überließ dem Nachwuchs einen Wohnwagen, der fortan als Jugendraum genutzt werden durfte. Doch damit dieser auch wirklich eine heimelige Stätte werden konnte, waren umfangreiche Umbaumaßnahmen notwendig, die die Jollenabteilung eigenständig durchführte. Küche und WC wurden ausgebaut und damit Platz für einen Schrank und eine kleine Bank geschaffen. Mit weißer und grauer Farbe bekam der Wagen ein neues, modernes Gesicht, und auch ein neuer Fußboden wurde verlegt. Die Elektrik wurde erneuert, neue Steckdosen wurden installiert und eine Musikanlage eingebaut. So bildet der Wohnwagen nun das Herz der Jugendabteilung des BSV.

Auch für die weiteren Vereinsaktivitäten legen die BSV-Jugendsegler die Basis selbst. Bootspflege und -reparatur wird in Eigenregie durch den Nachwuchs übernommen. Damit ist er im Sommer bereit, um die ganze Palette des Segelsports zu erleben. Flautensegeln, Bade-Einlagen, Entdeckerfahrten auf der Elbe mit Zelt und dem Robinson, Regatta-Einsätze, Trainingslager auf der Schlei mit den Optimisten und an der Ostsee mit den 29ern, Jugendfreizeit in Steinhude, Übernachtungen im neuen Jugendraum: Viele aufregende und ereignisreiche Sommerwochen liegen hinter den Jugendlichen.

Und selbst auf hoher See haben die jungen Segler Erfahrungen gesammelt. Das Clubschiff, die „Runö“, eine IMX40, wurde durch die Hamburger Jugend auf einem 500 Seemeilen langen Törn mit Segeln durch die Nacht von Schweden aus wieder zurück in den heimatlichen Hafen nach Burgtiefe auf Fehmarn gebracht. Von den Stockholmer Schären ging es über Stationen in Visby (Gotland) und Svaneke (Bornholm) zurück gen Heimat. Die Tour schulte aber nicht nur die Seemannschaft, sondern stärkte auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der BSV-Jugend, und so sind schon viele Aktionen für den Winter geplant, um der Jugendarbeit eine noch größere Tiefe zu geben. Theorie-Unterricht und Bootsarbeiten werden nur einen Teil bilden. Backen, ein Besuch im Harz zum Ski- oder Snowboardfahren und auch eine Faschingsparty stehen auf dem Plan. Und natürlich gehörte der gemeinsame Besuch der hanseboot (wie auch in der Vergangenheit) fest in das BSV-Programm.

Am Mittwochabend nahmen die Jugendlichen ihren Preis entgegen. Die Jury, bestehend aus der kommissarischen DSV-Präsidentin Mona Küppers, dem Hamburg Messe-Geschäftsführer Bernd Aufderheide, dem Präsidenten des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes, Torsten Conradi, dem DMYV-Präsidenten Winfried Röcker, dem Verleger des SVG-Verlages Thorsten Höge und Hermann Hell, der Herausgeber der Segler-Zeitung und Initiator des Preises, war sich einig und vergab den Titel „Verein des Jahres“ an die Baltische Segler-Vereinigung aus Hamburg. Der Preis wurde gestiftet durch die Unternehmen Dimension Polyant, Peter Frisch, Bauhaus Nautic, Immac und die hanseboot, die seit Jahren Unterstützer des Wettbewerbs sind. Erstmalig konnte zu diesem Jahr auch der VW-Konzern als Unterstützer gewonnen werden.

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