Bereit zum Anker lichten

Interboot zeigt Premieren aus dem Wassersport

Schnelle Segler, fliegende Katamarane, ökologische Boote, rutschfestes Porzellan und Surfen ganz ohne Meer – Die Interboot zeigt bei ihrer 55. Auflage zahlreiche Premieren vom 17. bis 25. September in acht Hallen

471 Aussteller haben sich angemeldet und zeigen die ganze Bandbreite des Wassersports. 97 Welt- und Messeneuheiten sind gemeldet worden und beim Presserundgang, einen Tag vor Veranstaltungsbeginn, stellte die Messe eine Auswahl an Produkten vor.
Saphire 27 Cruise – An Bord eines sportlichen Familienkreuzers Die Weltpremiere des überdurchschnittlich schnellen Familienkreuzers Saphire 27 Cruise mit Meereszertifizierung aus Küssnacht gibt es auch als leichtere Sportversion. Erstere hat ein klassisches, dreieckiges Großsegel mit runder Hinterkante, letztere durch ein viereckiges Großsegel mit nach hinten ausgestelltem Topp sieben Quadratmeter mehr Segelfläche in Membranqualität. Hinzu kommt ein Alumast im Vergleich zum Karbonrigg, natürlich ist die Saphire 27 Sport bei gleicher Rumpfform auch leichter gebaut.
Quant 23 – Foiling: Technischer Leckerbissen und Hingucker Mit dem Luzerner Werftbesitzer Max Schmid baut Michael Aeppli die futuristische Quant 23, ein Einrumpfsportboot, das trotz Ballastkiel schon bei leichten bis mittleren Winden auf Tragflächen (Foils) vollständig aus dem Wasser gehoben und dadurch enorm schnell wird. Das ungewöhnliche wie bahnbrechende Design von Hugh Welbourn ist eine Kombination aus seitlich ausfahrbaren DSS-Foils (Dynamic Stability System) und Auftrieb gebendem Foilerschwert – ein technischer Leckerbissen und Hingucker. Das Sportboot besticht sowohl bei Leichtwind mit Rumpf im Wasser und zirka zehn Grad Schräglage durch gute Segeleigenschaften, besonders im Flugmodus, wenn die Quant ausgesprochen gut kontrollierbar 25 Knoten und mehr Bootsgeschwindigkeit erreicht. Der Basispreis (ohne Segel) beträgt gut 70.000 Schweizer Franken.
Mirabaud LX+Cata Kite – Fliegen übers Wasser ohne ‘Schnickschnack’ Dass es zum Fliegen übers Wasser im Grunde überhaupt keinen Rumpf mehr benötigt, hat Mathias Bavaud mit mb-composite aus Yverdon/Schweiz bewiesen. Bei der Mirabaud LX wurde auf speziellen Kundenwunsch „alles nicht zwingend Notwendige weggelassen“, so der Konstrukteur – und dann blieb nur noch eine Art Fahrgestell wie ein Gerippe übrig. Genauso ungewöhnlich: Der Cata Kite NTFM braucht dabei schon gar kein Segel mehr. Der Zweirümpfer mit Foils wird von einem Kite-Segel gezogen. Alles sind Hightech-Speziallösungen für Kunden mit außergewöhnlichen Wünschen.
Magic Grip on tour – Tea Time an Bord Rutschfestes Porzellangeschirr – dank Spezialbeschichtung am Boden sind Teller, Tassen und Schalen hochseetauglich. Das erste rutschfeste Porzellan speziell für Segler und Bootsbesitzer ist da: Magic Grip „On Tour“ von KAHLA. Die spezielle Magic Grip Beschichtung am Porzellanboden macht es rutschfest und hält Teller, Tassen und Schalen auch bei stärkerem Wellengang auf dem Tisch. Das Spezial-Geschirr steht dabei stabil auf allen an Bord typischen Möbeln – ob aus Holz, Kunststoff oder anderen gängigen Materialien.
Bavaria E40 Sedan – Reisen im Einklang mit der Natur Erstmals in Deutschland stellt Bavaria seine E40 Sedan vor. Das E im Namen steht für die englischen Begriffe Economic, Ecologic, Exploring, Efficent und Emotional. Die Zwölf-Meter-Motoryacht hat im Standard eine 75-PS-D2-Volvo-Penta-Dieselmaschine mit einem Verbrauch von deutlich unter zehn Liter pro Stunde (optional D3/150 oder D4/300 PS) und optional zusätzlich einen E-Antrieb von Transfluid aus Italien, der rund 26 kW leistet. Der Skipper kann bei der Hybrid-Variante frei wählen, welche Maschine er anwirft. Als Semi-Displacement-Motoryacht ist die E40 nicht auf Geschwindigkeit, denn sie fährt nur zwölf Knoten, sondern auf Wirtschaftlichkeit beim Verbrauch, Sicherheit, Komfort und ein Reisen im Einklang mit der Natur konzipiert.

Stehende Welle – Wellenreiten Indoor
Das Meer ist zu weit weg, der Münchener Eisbach ebenso, aber endlich gibt es auch am Bodensee eine stehende Welle! Die Messe präsentiert die Interboot Surf-Days mit der ersten stehenden Welle auf einer deutschen Wassersportmesse. Sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet, fließt die fünf Meter breite Welle konstant und verkürzt allen Surfern die Wartezeit bis zum nächsten Urlaub an der Küste. Wer nicht lange anstehen möchte, sichert sich eines von vier Tickets in einen halbstündigen Slot für fünf Euro. Für alle, die sich spontan ins Line-up stürzen möchten, ist die Welle ohne Voranmeldung im Eintrittspreis inbegriffen.
Die Interboot ist von Samstag, 17. bis Sonntag, 25. September täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Halle B1 ist am Donnerstag zum Sunset Shopping bis 21 Uhr geöffnet. Die Interboot wird über den Eingang West an der Rothaushalle/A1 zugänglich sein. Am ersten Wochenende findet parallel die Tauchmesse InterDive statt, die ausschließlich über den Eingang Ost zu erreichen ist. Zwischen Eingang Ost und West ist ein Shuttle-Bus-Verkehr eingerichtet, Shuttles verkehren auch zwischen Bahnhof, Fährhafen, Messe-Hafen und den Parkplätzen an der Messe. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Die Familienkarte ist für 28 Euro erhältlich. Kinder zwischen sechs und 14 Jahre bezahlen 5 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

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Veröffentlicht am : 16.09.2016