Deutscher Segler-Verband

DSV-Präsident Lochbrunner zurückgetreten

Der Präsident des Deutschen Segler-Verbandes, Dr. Andreas Lochbrunner, ist heute zurückgetreten. Anbei auch die persönliche Erklärung Lochbrunners. Bereits beim Jugendseglertag in Leipzig hatte sich gezeigt, dass die Vertrauensbasis innerhalb des Präsidiums nicht mehr gegeben war und interne Querelen keine Zusammenarbeit mehr zuließen.

Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Seglerrat wird Mona Küppers, Vizepräsidentin mit dem Geschäftsbereich „Fahrtensegeln, Freizeit- und Breitensport“, die Aufgaben des Präsidentenamtes bis zum nächsten ordentlichen Seglertag im November dieses Jahres kommissarisch übernehmen. Auf dem Seglertag 2017, der Mitgliederversammlung des DSV, wählen die Delegierten turnusgemäß den Präsidenten sowie die drei Vizepräsidenten mit den Geschäftsbereichen „Finanzen“, „Umwelt und Recht“ und „Leistungs- und Wettsegeln“.

Für eine weitere Zusammenarbeit sahen Lochbrunner und das Präsidium keine ausreichende und vertrauensvolle Basis mehr. Goetz-Ulf Jungmichel, Generalsekretär des DSV: „Das Präsidium dankt Andi Lochbrunner für die erfolgreiche Zusammenarbeit, seinen enormen Einsatz und sein außerordentliches Engagement und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute. Sowohl Andi Lochbrunner als auch die weiteren Präsidiumsmitglieder sind sich bewusst, dass der DSV sich momentan in einer Phase des Wandels befindet, in der es darauf ankommt, dass das Präsidium den eingeschlagenen Weg gemeinsam konsequent fortsetzt und geschlossen nach außen auftritt. Deshalb haben das Präsidium und auch ich persönlich großen Respekt vor dieser Entscheidung, den Weg frei zu machen, damit der DSV die von ihm eingeleiteten Veränderungen zügig vorantreiben und umsetzen kann.“

Persönliche Erklärung von Dr. Andreas Lochbrunner

Dr. Andreas Lochbrunner wird sich aus persönlichen Gründen von seinem Amt als Präsident des Deutschen Segler-Verbandes e.V. (DSV) mit sofortiger Wirkung zurückziehen und dieses satzungsgemäß niederlegen. Eine ordnungsgemäße Übergabe wird im Interesse des DSV gewährleistet, um die Kontinuität und Stabilität in der Funktion zu sichern. Dr. Andreas Lochbrunner: „Nach dem Verlauf und Ergebnis der Arbeit der vergangenen Wochen ist aus meiner Sicht eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Präsidium sowie der Geschäftsführung nicht mehr möglich. Ich bedauere diese Entwicklung sowie den hierdurch unumgänglich gewordenen Rücktritt persönlich sehr, bin jedoch auch nach reiflicher Überlegung davon überzeugt, dass unser gemeinsames Ziel der Professionalisierung und Weiterentwicklung des DSV in der derzeitigen Konstellation nicht mehr umgesetzt werden kann. Ich möchte deshalb von meiner Seite den Weg für einen umfassenden Neubeginn freimachen. Ich bedanke mich ausdrücklich für das mir aus der Seglerschaft entgegengebrachte Vertrauen sowie für die vielfältige Unterstützung und wünsche dem DSV, dem ich eng verbunden bleibe, alles Gute und viel Erfolg. Und ich drücke unseren Seglerinnen und Seglern ganz kräftig die Daumen für die Olympischen Spiele 2020.“

Der 68-jährige Lindauer, seit 2013 Nachfolger von Rolf Bähr (Berlin), will jetzt wieder mehr Zeit auf seinen eigenen Yachten verbringen und aktiv segeln. Regelmäßig nimmt Lochbrunner mit seiner Bavaria 42 Match an der Kieler Woche teil. Daneben gehört ein Achter zu seiner Flotte.

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Veröffentlicht am : 10.03.2017