242.000 Besucher zur boot

boot: Erlebniswelt und Business-Plattform

„Der boot geht es prächtig!“, freut sich Messechef Werner Matthias Dornscheidt, „in den Hallen herrschte neun Tage lang eine ausgelassene Feststimmung. Gute Verkäufe und Partystimmung prägten die boot 2017. Die Messe meistert mühelos den Spagat zwischen Erlebniswelt und Business-Plattform“, resümiert er am Sonntag in Düsseldorf.

Neben "The Wave" (Halle 1) und den Superyachten in Halle 6 waren die Bühnen ein Besuchermagnet. Ganz besonders das Segelcenter. Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Neben "The Wave" (Halle 1) und den Superyachten in Halle 6 waren die Bühnen ein Besuchermagnet. Ganz besonders das Segelcenter. Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Auf der boot 2017 hatten sich mehr als 1.800 Aussteller aus 70 Ländern einem hochkarätigen, sehr internationalen Publikum präsentiert. Insgesamt kamen rund 242.000 Besucher aus ebenfalls 70 Ländern nach Düsseldorf. Damit unterstrich die Messe konsequent ihren weltweiten Führungsanspruch. „Zur boot reisen Wassersportler aus allen Teilen der Welt. Die europäischen Länder sind sogar fast ausnahmslos vertreten. Unsere Aussteller freuen sich über hervorragende Verkaufszahlen und erklären die Messe zur wichtigsten Verkaufsplattform unter den Wassersportmessen“, erläutert boot Director Petros Michelidakis. Führende Herkunftsländer der boot-Besucher sind die Niederlande, Belgien, Schweiz, Österreich, Italien und Frankreich. In diesem Jahr war jedoch auch ein großer Zuspruch aus den osteuropäischen Staaten, hier vor allem Russland, zu verzeichnen. Auch die asiatischen Überseeregionen legten bei den Besuchern der boot 2017 deutlich zu. In den 17 Messehallen herrschte zur boot Festtagsstimmung. Für die ausstellenden Unternehmen war die Messe ein verheißungsvoller Start in die neue Saison. Brancheninsider Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW), bestätigt: „Unsere Unternehmen sind nach dem erfolgreichen Geschäft in 2016 mit hohen Erwartungen in die boot gegangen und diese haben sich absolut erfüllt. Wir hatten hochqualifizierte und kaufentschlossene Menschen an den Ständen. Vor allem die internationale Herkunft der Besucher hat uns beeindruckt. In fast allen Marktsegmenten konnte die Branche hervorragende Verkäufe verzeichnen und im Motorbootsegment gibt es außergewöhnlich viele Neueinsteiger, die uns bestätigen, dass sich Boot fahren zu einem echten Trendsport entwickelt hat.“ Laut Branchenverband BVWW wurden Motorboote bis zu 80.000 Euro auf der Messe sehr gut verkauft, aber auch Luxusyachten waren gefragt wie nie. Tracht rechnet mit einer noch größeren Nachfrage an Ausstellern für das Luxussegment auf der boot im kommenden Jahr. „Werften, die dieses Jahr die Messe noch von außen betrachtet haben, stellten fest, dass eine Teilnahme ein Muss ist, wenn man sich im internationalen Markt behaupten möchte“, beschreibt er die Marktsituation. Als Motor für Einsteiger sieht Tracht unter anderem auch die „start boating“-Kampagne, die im letzten Jahr erstmals an sieben Standorten mit großen Wassersportevents für den Sport geworben hatte. Die Aussteller gaben der boot 2017 Bestnoten. So zum Beispiel Magnus Rassy vom schwedischen Segelyachthersteller Hallberg-Rassy: „Wir sind mit der boot Düsseldorf sehr zufrieden. Es ist einfach die weltweit beste Bootsmesse.“ Martin Schemkes vom französischen Branchenriesen Jeanneau/Prestige freut sich über den Erfolg seines Unternehmens auf der Messe: „Die hervorragende Infrastruktur der boot und die Qualität der Besucher ermöglicht es uns, diese große Anzahl an Booten zu verkaufen. Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe der boot Düsseldorf 2018.“ Claus Boesch vom gleichnamigen Schweizer Hersteller von klassisch-eleganten Sportbooten aus Holz erklärt begeistert: „Ich sage es kurz und knapp. Wir kommen wieder!“ Albert Gerritsma vom niederländischen Motoryacht- und Motorkajütbootbauer Breedendam: „Wir haben eine geschäftige und produktive Messe erlebt. Die Tatsache, dass die boot Düsseldorf über zwei Wochenenden und neun Tage läuft, gibt uns die große Chance, eine Vielzahl von Besuchern und Kunden zu treffen.“ Stellvertretend für die Aussteller im Trendsport-Segment erklärt Flo Brunner von Starboard: „THE WAVE hat alle Erwartungen übertroffen und war der Publikums-Magnet der Funsport Welt. Die Besucher bei uns in der Beachworld waren wieder sehr interessiert und fachkundig.“ Neben den Schiffspräsentationen – in diesem Jahr zeigten die Aussteller rund 1.800 Boote und Yachten – ist die boot Heimat des kompletten Wassersports. Die Tauchsporthallen, in denen sich alle internationalen Top-Marken präsentierten, waren ein Spiegelbild der Beliebtheit dieses Sports. Tauchfans zog es nahezu magisch in die Hallen 3 und 4, in denen sie in ihre Welt abtauchen konnten.
Mega-Stimmung, spannende Wettkämpfe und mitreißende Stunts: Die „WAVE“ in Halle 2 war die perfekte Welle für Surfer und Besucher der boot 2017. Petros Michelidakis: „Mit der WAVE haben wir etwas gewagt, was weltweit einzigartig ist. Die erste stehende ‚Deep Water Wave‘ auf einer Wassersportmesse entwickelte sich aus dem Stand zum Besuchermagneten.“ Mehr als 93.000 Fans feuerten die Stars der Szene bei den Contests an beiden boot-Wochenenden und beim Training unter der Woche an. Über 1.500 Aktive – vom Anfänger bis zum Weltmeister – surften an den neun Tagen der boot auf der bis zu 1,50 Meter hohen „WAVE“. Wellen-Erfinder und Ingenieur Rainer Klimaschewski: „Ich bin echt beeindruckt, wie viele Fans wir hier gefunden haben. Unter der Woche hatten wir mit der ‚boot for school‘-Aktion jeden Tag auch begeisterte Kinder auf der Welle, die mit glücklichen Gesichtern über das Wasser tobten.“ Ein optisches und thematisches Highlight war der „love your ocean“-Stand mit seiner Botschafterin Emily Penn in der Halle 4. In Kooperation mit der Deutschen Meeresstiftung und der Unterstützung der Fürst Albert II von Monaco Stiftung wurde hier für den Meeres- und Gewässerschutz geworben. Die drei Partner unterzeichneten in Anwesenheit des monegassischen Fürsten auf dem VIP-Event der boot, der blue motion night, einen Kooperationsvertrag zur Auslobung des „Ocean Tributes“. Der Award wird erstmals auf der boot 2018 in den Kategorien Gesellschaft, Wissenschaft und Industrie für innovative Ideen und Produkte zum Schutz von Gewässern verliehen. Sehr gefragt sind auf der boot auch die Beratungszentren und Bühnen zu nahezu jedem Thema des Wassersports. Boots-Bastler informieren sich zum Beispiel im Refit-Center, auch gerne als Hobbythek des Wassersports bezeichnet. Hier holen sie sich Tipps und Tricks rund um Bootserneuerung und Instandhaltung. Beliebt und gut besucht ist auch das Segelcenter. Segelexperten berichteten dort über alles, was in der Szene Rang und Namen hat, unter anderem über einsame Blauwasserfahrten, mehrjährige Törns mit Kind und Kegel übers Meer oder News von internationalen Regatten wie dem Americas Cup. boot-Fans müssen sich nun bis zur nächsten Messe ein Jahr gedulden: Vom 20. bis 28. Januar 2018 öffnen sich die Tore zur 49. boot in Düsseldorf.

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