Kieler Woche

Yacht-Trio trotzte den Gewitterböen

Ein arg gerupftes Feld von Seeseglern nahm am Donnerstag die Mittelstrecken-Regatta um den Senatspreis in Angriff. 22 Crews hatten gemeldet, doch eine vor dem Start durchgehende Gewitterfront mit bis zu 40 Knoten Wind im Rigg reduzierte das Feld dramatisch.

Nicht nur auf der Seebahn sind die Bedingungen schwierig, auch an Land wurde gewartet. Foto: Kieler Woche / segel-bilder.de

Nicht nur auf der Seebahn sind die Bedingungen schwierig, auch an Land wurde gewartet. Foto: Kieler Woche / segel-bilder.de

Diverse Mannschaften traten den Rückzug an, so dass Wettfahrtleiter Ralf Paulsen schließlich nur noch drei Yachten am Start versammelte. Die Unentwegten schickte er auf den Kurs in Richtung Aeroe. Nach verkürzter Strecke mit einer Kurslänge von 22 Seemeilen nahm er sie im Ziel wieder in Empfang.

„Das Szenario war so, dass zum geplanten Start ein Großteil der Schiffe ausgelaufen ist. Kurz vor dem Start setzte der Regen ein, und pünktlich zum geplanten Start hatten wir absolute Windstille. Die Crews haben den Regen abgewettert, aber als dann die Front mit Spitzenböen bis 40 Knoten durchging, sind etliche Yachten in den Hafen gefahren“, berichtete Paulsen. Bruch habe es auf den Schiffen allerdings nicht gegeben. Und mit drei Stunden Verspätung konnten dann auch das kleine Feld auf die Reise geschickt werden.

Schnellste Yacht auf dem Kurs war die „Haspa Hamburg“ vom Hamburger Verein für Seefahrt. Steuermann Fabian Bläsi hat eine junge Mannschaft um sich versammelt, die im kommenden Jahr eine Transatlantik-Tour angehen will. Dafür dienen die Regatten zur Kieler Woche bereits als Vorbereitung. Nach drei Stunden und zwei Minuten war die Mannschaft wieder im Ziel, berechnet reichte es allerdings nur zu Platz zwei bei den großen Yachten. Die „X-Day“ von Steuermann Max Gurgel schob sich noch an der „Haspa Hamburg“ vorbei.

Allein auf weiter Flur bei den kleineren Schiffen war die „Freizheit“ von Manfred Franken (Phönixsee), der den großen Schiffen mit einer gesegelten Zeit von drei Stunden und 39 Minuten dicht auf den Fersen war.

Kieler Woche Seebahn Ergebnisse:

ORC Club Senatspreis ORC I: 1. „X-Day“ Max Gurgel (Kiel,1) Punkte 1; 2. „Haspa Hamburg“ Fabian Bläsi (Wedel,2) 2;

ORC Club Senatspreis ORC III: 1. „Freizheit“ Manfred Franken (Dortmund,1) Punkte 1;

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Veröffentlicht am : 22.06.2017