Curryessen

Spitze des Segelsports beim Curryessen im Kaisersaal

Einmal im Jahr füllt sich der Kaisersaal im Kieler Yacht-Club, und rund 150 Freunde und Förderer des Vereins frönen auf Einladung des KYC-Vorstandes einem Curry-Essen der ganz besonderen Art.

Spitze des Segelsports beim Curryessen im Kaisersaal Foto: Segel-Bilder.de

Spitze des Segelsports beim Curryessen im Kaisersaal Foto: Segel-Bilder.de

Dann treffen sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport, um eine dreiviertel Stunde lang alle nach und nach gereichten Zutaten zu diesem Gericht auf ihrem Teller gewissenhaft zu vermengen, um es schließlich dank einer zuletzt hinzugefügten heißen Brühe zumindest lauwarm zu genießen. Weitere klassische Zutat zu diesem historischen Ritual ist das süffige Guinness-Sekt-Gemisch.

In diesem Jahr konnte KYC-Präsident Dr. Carsten Krage die höchsten Repräsentanten des internationalen und deutschen Segelsports begrüßen. Der frisch gewählte Präsident des Weltsegler-Verbandes, Kim Andersen (Dänemark), war mit Ehefrau Anette zu seinem ersten offiziellen Antrittsbesuch angereist. Dessen neugewählte Vizepräsidentin und DSV-Sportdirektorin, Nadine Stegenwalner, der Präsident des Deutschen Segler-Verbandes, Dr. Andreas Lochbrunner (Lindau), sowie der für vier weitere Jahre im Amt bestätigte Vizepräsident des Offshore Racing Councils, Dr. Wolfgang Schäfer (Lüneburg), der Generalsekretär des DSV, Goetz-Ulf Jungmichel, zahlreiche Vertreter der Verbände und Vereine (Olaf Bohl/YC Strande, Andreas Christiansen/NRV, Jochen Frank/FSC, Robert Marx/BVWW, Dietrich A. Popkowitz/YC Gode-Wind, Andreas Völker/Hamburger Segler-Verband) sowie NRV Kommodore Gunter Persiehl, der ehemalige DSV-Präsident Dirk Thomsen und Eberhard Wienholt, DHH-Ehrenmitglied und großer Segelsport-Mäzen, vertraten die Segelsportspitze.

Auch Wirtschaft und Politik waren hochkarätig vertreten. So vertraten Messe Düsseldorf Managing Director Michael Degen und boot Director Petros Michelidakis die weltgrößte Wassersport-Messe, Dietmar K. Elsasser, Gesamtvertriebsleiter Audi Region Nord, den Premiumpartner Audi, Ralph Müller-Beck, Staatssekretär des Ministeriums für Inneres und Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund, das Land und Kiels Bürgermeister Peter Todeskino die Landeshauptstadt Kiel.

Dazu gesellten sich Fabian Bach, Wettfahrtleiter bei der Kieler Woche und den Spielen in Rio, Flottillenadmiral Jan C. Kaack, Klaus-Peter Boock, Philipp Mühlenhardt (beide Sporthafen GmbH), Axel Bauerdorf (Kiel Marketing), Petra (Leisterin des Sportinternats Schilksee) und Wolfgang Homeyer (Ratsherr), Meeno Schrader (Wetterwelt), Oliver Schwall (Segel-Bundesliga), Rene Schwall (Bronzemedaillengewinner im Tornado), Hasko Scheidt (NV Verlag), Ulrich Münker, Prof. Dr. Hans Rieckert und Bernd Roeder (DOSB-Beauftrage für Wassersport).

KYC-Präsident Krage hob in seiner Begrüßungsrede das enorme ehrenamtliche Engagement im Segelsport im Allgemeinen und in Kiel im Besonderen hervor. Ganze sechs hauptamtliche Kräfte, aber 500 ehrenamtliche Mitarbeiter hätten 2016 neun Regattaveranstaltungen bewältigt und für 3500 Boote und für die Aktiven aus 50 Nationen und fünf Kontinenten große Veranstaltungen realisiert, so der KYC-Vorsitzende, der besonders das Engagement von Organisationsleiter Dirk Ramhorst und des Stellvertretenden Jurychefs Rainer Heinrich herausstellte.

Während Geld den Fußball trage, sei es im Segelsport das Ehrenamt, so Krage, der betonte, dass Regatten auf diesem Niveau nur dank der Sponsoren und in diesem Jahr dank der großen Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein möglich gewesen seien.
Diesen Ball nahm Staatssekretär Müller-Beck auf. Der 47-Jährige machte weitere finanzielle Zusagen für den Segelsport. „Segelsport ist eine der großen Sportarten in Schleswig-Holstein. Und die werden wir auch in Zukunft finanziell unterstützen, wenn es nötig ist. Weil es richtig ist“, so Müller Beck. Die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024 habe einen besonderen Zusammenhalt zwischen dem KYC, der Stadt Kiel und dem Land Schleswig-Holstein geschaffen. Und trotz des Olympia-Aus‘ durch die Hamburger Abstimmung lässt Kiel nicht locker. Der Sailing World Cup 2018 und die Bewerbung für die Para Sailing WM seien gute Beispiele, so Müller-Beck. „Es gab keine langen Diskussionen, das Geld, das für die Olympia-Kampagne geplant war, für den Segelsport einzusetzen. Das war, ist und bleibt gut angelegt“, erklärte der Staatssekretär seinen 150 Zuhörern. Die weitere finanzielle Unterstützung für die Zukunft ist zugesagt, kein Wunder, dass das Curry-Essen den Mitgliedern des Kieler Yacht-Club an diesem Abend besonders gut schmeckte.

(Hermann Hell)

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Veröffentlicht am : 12.01.2017