Kieler Woche

„Ember Sea“ erstes Schiff im Ziel zum Kieler-Woche-Auftakt der Seesegler

Die Hafenbecken in Düsternbrook waren vor dem Start proppenvoll mit Yachten, beim Auftakeln der Boote elektrifizierte eine Mischung aus freudiger Begegnung und Anspannung vor dem Startschuss die Atmosphäre zwischen den Crews.

In zehn Gruppen wurden die rund 200 Yachten auf den Kurs nach Eckernförde geschickt. Foto: www.segel-bilder.de

In zehn Gruppen wurden die rund 200 Yachten auf den Kurs nach Eckernförde geschickt. Foto: www.segel-bilder.de

Die Zuschauer bekamen unter schönstem Holsteiner Himmel mit viel Blau und eingestreutem Cumulus-Weiß ein maritimes Ambiente par excellence geboten. Und auch das Großaufgebot an Organisatoren bot im schicken Weiß und Blau von Kieler-Woche-Bekleidungspartner Gaastra ein passendes Bild auf dem Hafenmeisterturm des Sporthafens. In zehn Gruppen wurden die rund 200 Yachten auf den Kurs nach Eckernförde geschickt, und nach 3:27:26 Stunden hatte mit der „Ember Sea“ von Jens Burmeister (Warnemünde) die schnellste Yacht die 35 Seemeilen abgespult.

Pünktlich um 9.30 Uhr fiel der erste Schuss für das Welcome Race. Und perfekt abgestimmt kurz vor der Einfahrt der Kreuzfahrt-Fähre „Color Magic“ wurden die Multihulls auf den Kurs geschickt. Als die Fähre die Startlinie passiert hatte, folgten die großen Yachten der ORC 1 auf den Kurs. Während die kleine Flotte der Mehrrumpfboote noch sehr entspannt starten konnte, wurde es für die großen und schnellen Yachten schon deutlich enger. Sven Zoller (Elmshorn) erwischte mit der „Bajazzo“ den besten Start, die Frauen-Crew der „Tutima“ mit Kirsten Harmstorf am Ruder folgte kurz darauf. Hingegen mussten sich die große „Ember Sea“ und die „Haspa Hamburg“ mit leichter Verspätung erst durch das Feld wühlen, um sich an die Spitze zu setzen und gen Eckernförde zu streben.

Für die Organisatoren waren diese Bilder der perfekte Start in die Kieler Woche. „Es waren tolle Bilder, wie die einzelnen Startgruppen aus der Förde zogen“, sagte Kieler-Woche-Organisationsleiter Dirk Ramhorst. Für die Zukunft sieht er noch Luft nach oben bei den Meldezahlen: „Wo das Limit ist, ist schwer zu sagen. Aber 100 Boote passen noch locker in das Feld. Aus der Förde bekommen wir sie gut heraus. Wir müssen eher sehen, wie wir die ganzen Boote im Eckernförder Stadthafen unterbringen.“ Da wird er sich allerdings von Werner Trapp, dem Vorsitzenden des SC Eckernförde, beruhigen lassen können: „Ich glaube, dass 400 Boote zum Welcome Race und zur Aalregatta realistisch sind. Wir müssen das jetzt noch ein wenig bewerben, dann werden wir in den kommenden Jahren weiter steigende Zahlen haben“, so Trapp.

Die Crews erlebten einen perfekten Start in die Kieler Woche. Der Wind, der für den Tag deutlich abnehmend angesagt war, stand lange durch, so dass die 80 Crews in den vier ORC-Klassen das Ziel zügig erreichten. Nach berechneter Zeit über alle Klassen zeigte die „Tutima“ die beste Leistung. Für die breitensportlich orientierten Mannschaften nach Kiel-Rating wurde der Tag mitunter lang. Um 18.15 Uhr wartete die Wettfahrtleitung der Aalregatta um Ralf Paulsen noch auf die letzten Ankömmlinge, um im Eckernförder Stadthafen den Abend genießen zu können.

Wie beurteilen Sie die Wetterlage nach diesem Artikel?


Flaute
 
Brise
 
Böe
 
Sturm
 
Orkan
 
Kieler Woche Alle Artikel
Veröffentlicht am : 17.06.2017