Kieler Woche

Die lange Nachtschicht zum Abschluss - auch Ankern gehört zum Regattasegeln

Die Letzten benötigten fast 25 Stunden und bleiben damit um fünf Minuten unter dem Zeitlimit. Flaute und Dreher hatten die Wettfahrt zu einer der längsten Nachschichten der Kieler Woche wachsen lassen, und nur 16 Yachten hatten sich nach den Wetterprognosen auf den Weg zur Abschlusswettfahrt der Seebahn-Regatten gemacht.

Knut Freudenberg mit der "Halbtocken" konnte das Silberne Band in der Gruppe ORC III/IV erringen. Foto: okpress

Knut Freudenberg mit der "Halbtocken" konnte das Silberne Band in der Gruppe ORC III/IV erringen. Foto: okpress

„Wir hatten ja schon den Start aus der Förde nach Bülk verlegt, um die acht Seemeilen Startkreuz durch die Förde zu sparen“, so Wettfahrtleiter Ralf Paulsen. Doch der Wind schlief zwischenzeitlich komplett ein. „Kein Wind, nur Strom gegenan, da musste auch geankert werden, um keine Plätze zu verlieren“, so Paulsen. Ankern gehört bei Langstrecken mit Strom eben hin und wieder auch zum Regattieren.

Als erste Yacht kreuzte die „Aquis Granus IV“ (Wittenberg/ASV) die Ziellinie und gewann den Preis „First Ship Home“. Nach berechneter Zeit verdrängte allerdings die „Peter von Danzig“ (Sören Zopf/Akademischer Seglerverein Kiel) die „Aquis Granus IV“ und der „Pogo2“ (Lichtenwimmer) auf die Plätze.

In der Klasse ORC II Club setzte sich Niels Gauter (NRV) gegen fünf Konkurrenten durch. Hinter der „One Group“ belegten die „Jalapeno“ (Blenckner/SC Eckernförde) und „Piranha“ (Rönsch/Kieler Yacht-Club) die Medaillenplätze. Auch der Präsident des Deutschen Segler Verbandes, Andi Lochbrunner, gönnte sich die Nacht auf See und belegte mit seiner „Resolute“ (Lindau) Rang fünf.

In der Guppe ORC III Club gewann der frisch gebackene Internationale Deutsche Vizemeister Knut Freudenberg mit seiner „Halbtrocken“ (Amrum). Die First 36.7 gewann mit der berechneten Zeit von 19:40:33 Stunden das „Silberne Band der Kieler Woche“. Der Preis wurde 1967 von Ruth Schümann gestiftet.

Auch die Klasse III war auf sieben Starter zusammengeschrumpft. Doch Vollblutsegler Joachim Happrecht (Kiel) ließ sich durch keine Wetterprognose von der Teilnahme abbringen. Der Designer der Musto Skiffs ging mit seinem Eigenbau „Harp8“ an den Start, musste sich aber mit Rang sieben zufriedengeben.

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Veröffentlicht am : 26.06.2016