Schlüsselübergabe an den DSV

Der DSV ist in Kiel angekommen

Mit der offiziellen Schlüsselübergabe am Freitag feierte der Deutsche Segler-Verband (DSV) den Einzug in Schilksee. Mit drei Abteilungen (Leistungs- und Wettsegeln, Technik und Jugend) bezog der DSV einen Tag vor dem Start der Kieler Woche (18. bis 26. Juni)800 Quadratmeter im Kieler Olympiazentrum und untermauerte damit den Schulterschluss mit der Landeshauptstadt Kiel und dem Olympiastützpunkt.

Carsten Krage, Vorsitzender des Kieler Yacht-Clubs, der Präsident des Deutschen Segler-Verbandes Andreas Lochbrunner, der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Ministerpräsident Torsten Albig

Carsten Krage, Vorsitzender des Kieler Yacht-Clubs, der Präsident des Deutschen Segler-Verbandes Andreas Lochbrunner, der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Ministerpräsident Torsten Albig

„Es waren sehr faire Verhandlungen mit der Stadt, und wir bedanken uns bei Kiel und dem Land Schleswig-Holstein für das Vertrauen. Wir werden im Gegenzuge unsere ganze Kraft in dieses Segelzentrum einbringen“, so DSV-Präsident Andi Lochbrunner. Mit diesem Teilumzug konzentriert der DSV seine segelsportlichen Aktivitäten in unmittelbare Nachbarschaft seines Bundesstützpunktes. „Wir schaffen damit die Grundvoraussetzung, dass unsere Sportler auch bei den kommenden Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften erfolgreich sind“, so Lochbrunner. Vor den rund 150 Gästen überreichte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig die Förderbescheide an den Kieler Yacht-Club (637.400 Euro), die Stadt Kiel (268.560 Euro) und den DSV (54.000 Euro). „Im November des Vorjahres wurden wir um einen Traum beraubt. Jetzt müssen wir ihn neu beginnen“, blickte Albig auf den Volksentscheid in Hamburg gegen die Olympischen Spiele zurück und optimistisch nach vorn. „Kiel hat als erste Stadt weltweit gezeigt, dass man die Bürger mitnehmen kann und ja zu Olympia sagt“, so Albig. Das sei ein wegweisendes Zeichen. Und das Land wolle helfen, das angepeilte Ziel zu erreichen. „Schilksee hat Patina angesetzt. Wir wollen helfen, die Attraktivität zu steigern“, erklärte Albig. Das beträfe nicht nur das Gelände und die Infrastruktur, sondern auch das Niveau der Meisterschaften. Dabei war die Übergabe der Förderbescheide ein rein symbolischer Akt, denn das Geld sei längst zugeflossen und eingesetzt worden, erklärte der Ministerpräsident. „Ziel ist es, dass der Standort 2024 so sein wird, wie wir ihn uns gewünscht haben – auch wenn wir die Spiele 2024 nicht bekommen haben“, so Albig. Dazu gesellt sich die Hoffnung auf Co-Finanzierungen aus dem Bundesministerium für Inneres und auch aus der Kieler Wirtschaft. Der Vorsitzende des Kieler Yacht-Clubs Carsten Krage betonte, dass das Geld nicht in die Kassen des Vereins fließe, sondern als zweckgebundene Mittel der Kieler Woche und Weltmeisterschaften zugute komme, um die Leuchtturmsportart Kiels und Schleswig-Holsteins zu stärken. „Mit diesem Nein war nichts vorbei, sondern wir fangen jetzt an“, ergänzte Dr. Ulf Kämpfer. Kiels Oberbürgermeister hatte am Tag zuvor Geburtstag gefeiert und erhielt zusätzlich zum Förderbescheid ein Ständchen. „Ich weiß nicht, über was ich mich mehr freue“, so Kämpfer, der den Bescheid aber nicht mehr aus der Hand gab. „Ich bin dem Land sehr dankbar. Ein Ausstieg aus den Zusagen wäre sicherlich möglich gewesen. Aber es ist nicht nur für Kiel, sondern auch für Schleswig-Holstein und den Bund ein wichtiger Schritt“, so Kiels Oberbürgermeister. Mit dem neuen DSV-Segelzentrum wird der Standort Kiel als Segelhauptstadt Deutschlands weiter gestärkt.

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Veröffentlicht am : 17.06.2016