3. Act Extreme Sailing Series

SAP Extreme Sailing Team gewinnt vor Madeira

Das SAP Extreme Sailing Team hat am Sonntag Act 3 der Extreme Sailing Series™ vor Madeira gewonnen. Alinghi schob sich mit einer starken kämpferischen Leistung am Sonntag noch an Oman Air auf Platz zwei vor, schaffte es allerdings nicht, das SAP Extreme Sailing Team von der Spitze zu verdrängen.

Die Flying Phantoms schlossen sich erstmals der Extreme Sailing Series an. Foto: lloyd Images

Die Flying Phantoms schlossen sich erstmals der Extreme Sailing Series an. Foto: lloyd Images

"Es war heute extrem stressig. Der Wind drehte viel stärker als an den vorigen Tagen“, sagte Adam Minoprio, Steuermann des SAP Extreme Sailing Team. „In einer Situation lagen wir an der ersten Bahnmarke auf dem letzten Platz, konnten uns dann aber noch auf den ersten Rang vorarbeiten. Im letzten Rennen lief es dann genau andersrum. Das war sehr nervenaufreibend für uns, aber natürlich auch für alle anderen. Ich bin sehr glücklich, dass wir den Sieg geholt haben.“

Für die Dänen war es sogar ein doppelter Sieg, denn sie gewannen auch die Zhik Speed Machine Trophy für das schnellste Team auf dem Wasser. Laut SAP insights erreichten sie auf der Bucht von Funchal 24,5 Knoten.

Alinghi hatte den Tag auf Platz drei liegend begonnen, dann aber eine Serie guter Ergebnisse hingelegt, darunter zwei erste und zwei zweite Plätze. In der letzten Wettfahrt, in der doppelte Punkte vergeben wurden, schafften die Schweizer es dann aber nicht, ausreichend viele Boote zwischen sich und die Dänen zu bringen, um diesen die Gesamtführung noch abzujagen.

„Wir sind Zweite im Gesamtklassement geworden, also war das heute ein guter Tag für uns“, sagte der Co-Skipper und Steuermann Arnaud Psarofaghis anschließend. „Wir haben uns einen tollen Kampf mit dem SAP Extreme Sailing Team geliefert und haben die Dänen im letzten Rennen fast noch geschlagen. Insgesamt waren sie aber stärker als wir, und so freuen wir uns auch über den zweiten Platz. In Barcelona wird es ein neues Rennen geben. Wir freuen uns darauf.“

Oman Air war mit guten Aussichten auf den Sieg in den letzten Tag gestartet. Skipper Phil Robertson und seine Crew hatten dann aber mit Schwierigkeiten zu kämpfen und segelten nur dreimal aufs Podest. „Das SAP Extreme Sailing Team, Alinghi und wir waren auf Augenhöhe und haben uns einen ordentlichen Schlagabtausch geliefert“, sagte Oman Airs Großsegeltrimmer Pete Greenhalgh. „Manchmal versuchst du, jemanden auszubremsen, und bremst am Ende vor allem dich selber aus. Das ist uns heute leider ein paar Mal passiert. Wir wollten das Event natürlich gewinnen, und so ist der dritte Platz eine Enttäuschung. Wir waren einfach nicht gut genug. Wir haben vorne mitgemischt. Darüber freuen wir uns. Ich denke, wir haben uns weiter verbessert, aber es gibt auch noch viel zu tun.“

Das Red Bull Sailing Team zeigte sich am Sonntag gut erholt von seiner dramatischen Kenterung am Vortag und konnte zwei Rennen gewinnen, darunter das letzte mit der doppelten Punktezahl. „Das war eine Achterbahn der Gefühle“, sagte der Skipper des Red Bull Sailing Team, Roman Hagara. Seine Shore-Crew hatte den Katamaran gerade noch rechtzeitig für die Rennen des Sonntags präparieren können. „Wir sind gekentert, als das Ruderblatt abfiel. Wir hatten deshalb heute vor dem ersten Start nur wenig Segelzeit. Letztendlich lief es dann aber gut. Wir konnten zwei Wettfahrten gewinnen, darunter die letzte. Das war ein guter Schlussspurt.“

Land Rover BAR Academy überzeugte am letzten Tag mit zwei Podestplätzen. Der Abstand in der Gesamtwertung war aber schon zu groß, um noch entscheidend nach vorne zu kommen. Die Briten wurden schließlich Sechste, mit 19 Punkten Vorsprung vor dem mit einer Wildcard startenden Team Extreme.

In der Flying Phantom Series siegte das Red Bull Sailing Team, das von Beginn an klar in Führung lag. Jason Saunders und Thomas Zajac hatten bei Olympia 2016 in Rio die Plätze vier und drei in der Nacra-Klasse belegt. Auf die Plätze zwei und drei segelten vor Madeira Franzosen. Culture Foil lag 36 Punkte hinter den Siegern, ZEPHIR by Idrewa weitere 13 Zähler zurück. Die aus zwölf Booten bestehende internationale Flying Phantoms Flotte schloss sich der Extreme Sailing Series vor Madeira erstmals an. Der großen Menschenmenge, die bei freiem Eintritt ins Race Village strömte, boten sie erstklassige Foiling-Action.

Extreme Sailing Series™ Act 3

1.SAP Extreme Sailing Team (DEN) Rasmus Køstner, 228 Punkte.

2.Alinghi (SUI) Arnaud Psarofaghis, 225

3.Oman Air (OMA) Phil Robertson, 220

4.Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, 199

5.NZ Extreme Sailing Team (NZL) Chris Steele, 195

6.Land Rover BAR Academy (GBR) Rob Bunce, 169

7.Team Extreme (POR) Mariana Lobato, 150

Saisonwertung

1.Alinghi (SUI) 34

2.SAP Extreme Sailing Team (DEN) 33

3.Oman Air (OMA) 30

4.Red Bull Sailing Team (AUT) 26

5.Land Rover BAR Academy (GBR) 25

6.NZ Extreme Sailing Team (NZL) 23

Flying Phantom Series Madeira

1.Red Bull Sailing Team (AUT) 365

2.Culture Foil (FRA) 329

3.ZEPHIR by Idrewa (FRA) 316

4.Cup Legend (FRA) 312

5.Lupe Tortilla (USA) 296

6.Oman Sail (OMA) 276

7.Solidaires en Peloton (FRA) 267

8.EVO Visian ICL (DEU) 241

9.UON (POR) 234

10.Back to Basics (FRA) 227

11.Masterlan (CZE) 225

12.Red Bull II (FRA) 182

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Veröffentlicht am : 03.07.2017