Stelldichein der Hochseesegler

Faszinierende Segelabenteuer zum Miterleben in der Bremer Segelmacherei Beilken

Nach dem erfolgreichen Auftakt vor einem Jahr erzählen auch in diesem Winter namhafte Hochseesegler von ihren Törns rund um den Globus. Fernweh und Faszination sind garantiert und man muss kein Segler sein, um den Abenteuern zu lauschen. Jeder Gast ist herzlich willkommen.

1200 Tage-Samstag Foto: Roever

1200 Tage-Samstag Foto: Roever

Mareike Guhr Als erstes sticht die Weltumseglerin Mareike Guhr mit den Zuschauern im Dezember in See und zeigt ihre Bildershow „Eine Frau wagt Meer“. Gerade mal drei Monate ist es her, dass die Hamburgerin von ihrer Weltumsegelung zurückgekehrt ist. Die 48-Jährige war viereinhalb Jahre auf dem 15-Meter-Katamaran „La Medianoche“ unterwegs. In ihrem Kielwasser liegen 45.000 Seemeilen, 37 Länder und 143 Inseln.

Mareike Guhr ist damit eine der wenigen deutschen Frauen überhaupt, die eigenverantwortlich die Welt umsegelt hat. Dabei hat sie vielen Mitseglern die Möglichkeit geboten ein Teilstück ihrer großen Reise mitzuerleben und bei der Erkundung der exotischen Ziele dabei zu sein.

Zu den schönsten Momenten ihres langen Törns gehört das Ankommen auf den Marquesas (Polynesien), als sie nach 18 Tagen auf See endlich in der Südsee ankam – dem Hauptziel ihrer Reise. Doch erinnert sie sich auch an schlimme Augenblicke, wie beispielsweise die Nacht in Fakarava im Pazifik-Archipel der Tuamotus, in der ein holländisches Schiff keine 200 Meter von ihr entfernt auf einem Riff zerschellte.

Bildreich und wortgewandt berichtet sie von ihrem Törn und den zahlreichen Kontakten mit Einheimischen entlang der Route.

Für ihre Reise wurde Mareike Guhr im November 2016 mit dem begehrten Trans-Ocean-Preis ausgezeichnet.

Jan Heinze Anfang Februar 2017 erwartet das Publikum der packende Bericht „Auf 6,50 Meter alleine über den Atlantik“ des Hamburger Seglers Jan Heinze (42).

Alle zwei Jahre qualifizieren sich maximal 80 Segler für einen Startplatz des über 4.000 Seemeilen langen Rennens von der Nordbretagne in die Karibik. Alleine. Ohne Kommunikation. Auf nur 6,50 Meter kurzen Rennmaschinen. Ein gewaltiges Abenteuer und eine einschneidende Erfahrung.

Für Profis ist das Mini Transat eine Pflichtveranstaltung auf dem Weg zu den größten Rennen um die Welt. Amateuren wie Heinze hingegen fordern die Vorbereitung, die Qualifikation und das Rennen einen ungeheuerlichen Einsatz ab, der sie selber fast zu Profis macht.

In seinem lebhaften Vortrag gibt er Einblicke über seine große Reise. Er zeigt Glücksmomente und Rückschläge, beschreibt seine Erfahrungen und Erkenntnisse und hat einige Anekdoten im Gepäck.

Jan Heinze hat über die Jahre seiner Vorbereitung, die Qualifikationsrennen sowie das Mini Transat das Buch "Altantikfieber - ein Mann, ein Boot, ein Ziel" geschrieben, welches Anfang 2016 im Delius Klasing Verlag veröffentlicht wurde.

Boris Herrmann Ein absolutes Highlight der diesjährigen Winterserie erwartet die Besucher Ende Februar, wenn Profisegler Boris Herrmann in der Segelmacherei zu Gast ist. Professionell und eindrucksvoll berichtet er von der "Jagd nach der schnellsten Weltumsegelung“ im Rahmen der Jules Vernes Trophy.

Die Jules Verne Trophy gilt als Auszeichnung für die schnellste Weltumrundung auf einem Segelboot. Sie bleibt solange im Besitz des Rekordhalters, bis ein neuer Rekord ersegelt wird.

Bereits zweimal ist der Oldenburger zusammen mit dem Franzosen Francis Joyon und vier weiteren Seglern an Bord des High-Tech-Trimarans IDEC SPORT angetreten, um den Rekord um die Welt zu knacken und beide Male ist die sechsköpfige Mannschaft am Wetter gescheitert. Ein dritter Versuch steht unmittelbar bevor. Selbst wenn dieser nicht gelingen sollte, ist Boris Herrmann schon jetzt der schnellste deutsche Weltumsegler.

Wenn alles glatt läuft, kehrt Herrmann unmittelbar vor seinem Vortrag an Land zurück. Ob er dann einen neuen Rekord erreicht hat, erfahren die Zuschauer hautnah in der Segelmacherei anhand vieler Fotos und Videos, die er live kommentiert. Dabei berichtet Herrmann von seinen Erlebnissen an Bord der IDEC SPORT: von Höhen, Tiefen, nervenaufreibenden Flauten, atemberaubenden Geschwindigkeiten und diversen Entbehrungen auf der Jagd nach dem Rekord. Ein fesselnder Vortrag.

Max Lenßner All jene, denen der Ozean oder gar eine Weltumsegelung zu weit weg erscheint, kommen spätestens im März 2017 auf ihre Kosten, wenn Max Leßner in seiner unterhaltsamen Bildershow „Im Zweifel für den Segelsommer“ von seiner Reise um die Ostsee erzählt.

Viele Segler träumen davon ein halbes Jahr segeln zu gehen, aber nur wenige realisieren diesen Traum. Max Leßner hat seine Chance genutzt. Als 24-Jähriger bricht er mit seinem nur 7,50 Meter langen Schiff nach dem Studium auf, um die Ostsee zu entdecken. Er besucht den südlichsten, östlichsten, nördlichsten und westlichsten Punkt, alle Anrainerstaaten und Norwegen. Er entdeckt Königsberg, St. Petersburg und die Städte des Baltikums, erreicht die Sehnsuchtsziele Haparanda sowie Töre im äußersten Norden und verbringt viele Sommertage in den malerischen schwedischen Schären und Kanälen. Am Ende stehen 4.069 Seemeilen in seinem Logbuch.

Anschaulich und persönlich hat er auf seiner Website www.nonsuchsailing.com während des Törns über das Leben an Bord berichtet. Über seine Reise und das Fahrtensegeln als Mittzwanziger ist in diesem Sommer sein Buch „Im Zweifel für den Segelsommer“ bei Delius Klasing erschienen, in dem er frisch und jugendlich seine Erlebnisse und Erkenntnisse aus dieser Reise beschreibt.

Termine im Überblick • Mi. 21. Dezember 2016 | 19.30 Uhr Eine Frau wagt Meer | Mareike Guhr

• Fr. 03. Februar 2017 | 19.30 Uhr Auf 6,50 Meter alleine über den Atlantik | Jan Heinze

• Mi. 22. Februar 2017 / 19.30 Uhr Die Jagd nach der schnellsten Weltumseglung | Boris Herrmann

• Fr. 10. März 2017 | 19.30 Uhr Im Zweifel für den Segelsommer | Max Leßner

Adresse Beilken Sails GmbH | Richard-Dunkel-Straße 120 | 28199 Bremen

Eintritt / Katen 15,- Euro Kartenbestellung unter Blauwasser.de/Termine

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Veröffentlicht am : 10.12.2016