Dieselpest

Schockierende Dieselproben

In den Marinas des Marina Verbundes Ostsee (MVO) wurden die Bootstankstellen schon auf den neuen, Dieselpest-resistenten Tool-Fuel C.A.R.E. Diesel umgestellt. Zu Recht, wie sich jetzt zeigte. Ein Dieseltest, der von Tool Fuel in Kooperation mit den MVO-Marinas durchgeführt wurde, lieferte schockierende Ergebnisse.

80 Prozent der Dieselproben, die Eigner in den Marinas in Kühlungsborn und Yachtwelt Weisse Wiek (Ostseebad Boltenhagen) abgaben und die an Ort und Stelle mit einem Prüfgerät der Hamburger Martechnic GmbH überprüft wurden, wiesen starke Verunreinigungen auf, die die Funktionsfähigkeit der Motoren beeinträchtigen können. Mineralölhersteller weisen ausdrücklich darauf hin, dass Dieselkraftstoffe nicht länger als sechs Monate gelagert werden sollen. Lediglich der synthetische C.A.R.E. Diesel verfügt über eine wesentlich längere Lagerdauer und neigt aufgrund der chemischen Zusammensetzung auch nicht dazu, die gefürchtete „Dieselpest“ auszubilden. Für paraffinische Kraftstoffe wie C.A.R.E. Diesel wurde aktuell mit der EN 15940 eine separate Kraftstoffnorm europaweit ratifiziert, viele Motorenhersteller haben Kraftstoffe nach dieser Norm bereits freigegeben.
Eines ist jedoch sicher: Was unlängst aus den Dieseltanks bei den Überprüfungen zu Tage gefördert wurde, entspricht längst keiner Norm mehr. Die Untersuchungen werden an weiteren Standorten fortgesetzt. Betroffen ist nicht nur die Ostsee: Der nautische Pannendienst SeaHelp meldet anhand der Pannenstatistik, das die „Dieselpest“ mittlerweile ursächlich ist für über 50 % der Einsätze in Istrien.

http://www.toolfuel.eu
http://www.marinaverbundostsee.de
http://www.sea-help.eu

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