Schiffbau

Stapelhub: Lübeck Yachts lässt Spezialschiff zu Wasser

Problemlos ging der Stapelhub des in Lübeck gebauten Spezialschiffs „Seekuh“ von statten. Der von zwei Suzuki 60 PS Außenbordern angetriebene 12 Meter lange und 10 Meter breite Katamaran ist der Prototyp eines Schiffstyps von dem in ein paar Jahren unter Umständen weitere Schiffe die Meere und Küstengewässer der Erde durchfahren sollen, um den im Wasser treibenden Müll einzusammeln.

„Das hat gut geklappt, das Schiff schwimmt prima im Wasser und alles ging glatt“, ist Till Schulze-Hagenest, Inhaber und Geschäftsführer von Lübeck Yachts erfreut und erleichtert. „Wir hoffen, dass sich das Schiff in der Praxis bewährt und wir weitere Einheiten bauen können. Das ist ein tolles Projekt!“, so Schulze-Hagenest und verweist darauf, dass die Lübecker Werft beim Bau des Schiffes viel Erfahrung sammeln konnte. „Der Bau der völlig neuen Spezialkonstruktion war ein Lernprozess“, erklärt der Schiffbauer.

Auch für den Antrieb verließ man sich auf die Sachkenntnis und Erfahrung eines alteingesessenen Lübecker Unternehmens. Der Lübecker Suzuki Vertragshändler für Motorräder und Bootsmotoren die Firma Storm von Inhaber Reiner Storm-Barche übernahm die Installation der beiden 60 PS Suzuki Außenborder, die den ca. sechs Tonnen wiegenden Katamaran über zwei Schwerlastgetriebe in Fahrt bringen.

Für den vollständig durch Spenden finanzierten Bau der „Seekuh“ wurden Mittel in Höhe von etwa einer viertel Million Euro gesammelt. Hauptsponsor ist die Mannheimer Röchling Stiftung.

Der von Günther Bonin, dem Gründer der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean, entwickelte Spezialkatamaran ist in mehrere Teile zerlegbar und kann per Frachtcontainer zu Einsätzen an jeden Ort der Welt gebracht werden.

Das Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff, das auf der Werft von Lübeck Yachts Trave Schiff GmbH gebaut wurde und als Arbeitsschiff DNV/GL-klassifiziert ist, wird nach einem Stopp am Ausrüstungskai in Lübeck in den nächsten zwölf Monaten an der Ostseeküste und in Hong Kong eingesetzt, wo es neben dem Müllsammeln auch Wasseranalysen vornimmt.

Nach der Taufe der „Seekuh“ am 25. September in Kiel im Rahmen des 35. Deutschen Seeschifffahrtstages kehrt die Seekuh wieder zum Ausrüstungskai nach Lübeck zurück, um die Ausrüstung zu komplettieren. Im nächsten Jahr soll das Schiff erst einige Monate in Honk Kong eingesetzt werden, ehe sie im Sommer 2017 an der deutschen Ostsee Wasserproben analysiert und Müll sammelt.

http://www.oneearth-oneocean.com

http://www.luebeckyacht.de

http://www.suzuki-storm.de

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Veröffentlicht am : 15.09.2016